Future of Work: Die Zukunft der Arbeit und der teamorientierte Umgang mit Wissen
Die Arbeitswelt hat in den vergangenen Jahrzehnten über alle Branchen und Unternehmensgrößen hinweg einen starken Wandel erfahren. War früher oft körperliche Arbeit entscheidend für Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen, spielt heute Wissensarbeit mit 62 Prozent die tragende Rolle.
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Designing for Knowledge Work
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Keynote: Die Zukunft der Arbeit
Franz Kühmayer, Research & Reflections, über seine Studie: Future of Work
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"Wie in der Spitzengastronomie wird für die gesamte Wirtschaft gelten, dass es nicht um größere Portionen geht, sondern um bessere Rezepte."
Franz Kühmayer, Research & Reflections
Information wird damit zum Produktivitätsfaktor Nummer 1 und zur Basis für Innovation und Wachstum. Dieser Umbruch stellt Unternehmen vor große Herausforderungen: Denn nur wer das vorhandene Wissen geschickt verwaltet und jederzeit darauf zugreifen kann, ist für den Wettbewerb der Zukunft gerüstet.
Seit langem beschäftigt sich Dr. Wilhelm Bauer, Direktor am Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation in Stuttgart (IAO), mit der Frage, wie das Büro der Zukunft aussehen kann, wie dort gearbeitet wird und wie Informations- und Kommunikationsprozesse ablaufen werden. Als Grundlage für die Diskussion definierte der Wissenschaftler den Begriff „Wissensarbeit“: Er subsumiert unter Wissensarbeit sämtliche Tätigkeiten, für die das erforderliche Wissen nicht einmalig erworben und angewendet wird. Vielmehr geht es darum, einmal erworbenes Wissen kontinuierlich zu revidieren und das Know-how permanent zu verbessern. „Man darf Wissen nicht als Wahrheit betrachten. Es ist eine Ressource!“, sagt Bauer.
Mit dieser Definition eröffnen sich interessante Blickwinkel, die Herausforderungen und Chancen der Wissensarbeit sichtbar machen. Wissen ist ein Produktionsfaktor, der Prozesse beeinflusst. Weil Wissen aber eine kurze Halbwertszeit besitzt, wird sein Erwerb zu einem der wichtigsten Faktoren der Wettbewerbsfähigkeit. Der Innovationsdruck ist alltäglicher Bestandteil der Arbeit. Ohne ständiges Lernen der Mitarbeiter ist die Konkurrenzfähigkeit der Unternehmen schnell in Gefahr.
Einmal erworbenes Wissen muss deshalb ständig zur Verfügung stehen. Es muss einerseits in die Entwicklung neuer Produkte einfließen und andererseits anderen Kollegen zugänglich sein. Erfolgreiches Wissensmanagement hat daher die Aufgabe, die Zusammenarbeit von Wissensarbeitern in Unternehmen und zwischen Unternehmen sicher zu stellen und zu fördern. Ohne die geeignete Infrastruktur, die ständig verfügbar ist, ist das nicht möglich.
Im Hinblick auf die bevorstehenden Umbrüche stellt Daniel Rasmus, Director of Information Work Vision der Microsoft Business Division in Redmond, die entscheidende Frage: „Sind Sie bereit für die neue Arbeitswelt?“. Auch Rasmus widmet sich zusammen mit seinen Mitarbeitern den Herausforderungen neuer Arbeitswelten. Er beschäftigt sich unter anderem mit den Wünschen und Erwartungen junger Menschen an ihre Arbeitswelt.
Es kristallisiert sich heraus, dass die lebenslange Festanstellung in einem Unternehmen der Vergangenheit angehört. „70 Prozent der Beschäftigten waren bereits im Jahr 2002 dazu bereit, ihren Arbeitgeber zu wechseln“, betonte Rasmus und weist auf neue Prioritäten hin. „Die Work-Life-Balance, also die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, hat an Bedeutung gewonnen.“ Für 78 Prozent sind flexible Arbeitszeiten ein Muss, und sogar 90 Prozent würden Gehaltseinbußen hinnehmen, wenn sie mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen könnten.
Diese Zahlen werden auch von einer österreichischen Studie über die „Zukunft der Arbeit“ bestätigt, die Franz Kühmayer noch als COO von Microsoft Österreich initiiert und begleitet hat. Die im Rahmen der Studie befragten Experten sehen drei zentrale Themen für die Zukunft der Arbeit: Die vernetzte Wirtschaft hat für 86% der Befragten die größte Bedeutung. An zweiter Stelle steht bereits das Thema Mobilität. Hier bewerten 75% den Stellenwert für die Zukunft der Arbeit als sehr hoch. An dritter Stelle dann das Thema Generationen, das auch knapp 2/3 der Befragten (74%) als sehr wichtig für die Zukunft sehen.
„Die Studie belegt ganz klar, dass die Basis unseres heutigen Wohlstands nicht die Grundlage des Wohlstands der Zukunft sein wird“, erklärt Franz Kühmayer. „Wir werden unser Verständnis von Produktivität neu definieren müssen, denn für den Standort Österreich werden Innovation und Kreativität entscheidend sein. Wie in der Spitzengastronomie wird für die gesamte Wirtschaft gelten, dass es nicht um größere Portionen geht, sondern um bessere Rezepte. Bei der Zukunft der Arbeit geht es um den Austausch von Wissen und Fähigkeiten zwischen Jung und Alt. Ob zum Thema Frauengleichstellung, Umgang mit der Mobilität oder generationsübergreifendes Lernen und Zusammenarbeiten. Für uns ist daher die Zukunft der Arbeit ganz klar eine Zukunft der Bildung.“
Eine wichtige Rolle nehmen dabei innovative IT-Technologien ein, die es Mitarbeitern ermöglichen, wichtige Informationen besser zu verwalten und zu interpretieren. Nur mit geeigneten Werkzeugen für effizientes Wissensmanagement können sie wertvolles Wissen in echte Wertschöpfung umsetzen. Das Zusammenspiel von Windows7 und dem neuen Microsoft Office Server Technologien ist in dieser Hinsicht vorbildlich.