Kleinunternehmen können mit Hilfe eines Firmennetzwerks ihre Produktivität erhöhen

Von Monte Enbysk

Die Begriffe „Server" und „Netzwerk" riefen in uns früher folgendes Bild ins Gedächtnis: ein großer, fensterloser Raum voller Computer, die von einem Hightechfreak verwaltet werden. Zum Glück gehört das der Vergangenheit an.

Heute setzen mehr als 20 Prozent der Kleinunternehmen, die über mehr als einen PC verfügen, auf ein serverbasiertes Netzwerk. Nach Meinung von Analysten nimmt dieser Anteil kontinuierlich zu. Verstärkt kommen Server und Netzwerke in Unternehmen mit weniger als fünf PCs zum Einsatz, da die Benutzer die Vorteile hinsichtlich höherer Effizienz und Produktivität erkennen.

TIPP:
Windows Small Business Server 2003 umfasst auch den Microsoft Shared Fax Service. Dieser Service leitet eingehende Faxe an einen Posteingang (zum Beispiel den des Administrators), mehrere Posteingänge, einen Ordner auf dem Server, einen Drucker oder an eine Dokumentbibliothek in Windows SharePoint Services weiter. Die Faxe werden jedoch nicht an die Posteingänge einzelner Benutzer weitergeleitet.
Und wer verwaltet diese Servernetzwerke? Wenn Sie Ihr eigenes Unternehmen führen, ist dies möglicherweise Ihre Aufgabe. Oder die Ihres Büroleiters, Marketingexperten oder Finanzleiters – Manager, die über genügend Fachwissen verfügen.



Ein Blick auf zwei Benutzer
Server sind Computer, die Dienste und Befehle ausführen und als Verwaltungszentrale für Arbeitsstationen – so genannte „Clients" – dienen. Lesen Sie zunächst, warum Benutzer serverbasierte Netzwerke in ihren Unternehmen einsetzen. Anschließend erfahren Sie, warum es auch für Sie vorteilhaft ist, in Ihrem Unternehmen einen Server einzusetzen.

Laura DiDio ist Analystin für kleinere und mittlere Unternehmen bei der Technologieforschungsorganisation The Yankee Group. Sie arbeitet zeitweise von zu Hause aus und benötigt die Servertechnologie, um zwei Laptops, zwei separate Breitbandverbindungen, drei Telefonanschlüsse mit Microsoft Small Business Server nutzen zu können.

Der Server ist der Motor ihres Systems. Mit ihm kann sie Computerdaten zentralisieren und schützen, Dateien überwachen, Sicherungskopien einfach erstellen und produktiv mit den Kunden arbeiten. Diese erhalten somit den gleichen Service – ungeachtet dessen, ob sie in ihrem Büro oder zu Hause arbeitet.

Harry Brelsford, ein IT-Händler und Autor in Bainbridge Island, USA, ist ebenfalls von den Vorteilen eines Servers überzeugt. In seinem Büro, von dem aus er über 20 Unternehmen mit technologischem Know-how zur Seite steht und in dem er gleichzeitig ein Buch schreibt, betreibt er drei Client-PCs und einen Server.

„Der Server und das Netzwerk haben meine Effizienz sehr verbessert", erklärt Harry Brelsford. „Ich weiß jederzeit, wo ich nach einer bestimmte Datei suchen muss. Außerdem wächst das Vertrauen in die Stabilität des Systems, ganz gleich wie stark es ausgelastet ist. Die Auftragsausführung wird optimiert, und es kommt zu keinen Verzögerungen durch unzureichenden Speicherplatz, unorganisierte Dateien oder Datenverlust", meint er.

Obwohl alle Kleinunternehmen von Client-Server-Technologie profitieren, können Unternehmen mit 5 bis 15 PCs den größten Nutzen daraus ziehen. Dies ist vor allem auf die kostengünstigen Angebote für neue Hardware und Software zurückzuführen, die für diesen Markt angeboten wird.



Acht Gründe für einen Server.
Im Folgenden finden Sie acht Gründe, die für den Kauf eines Servers und gegen ein Peer-to-Peer-Netzwerk (Vernetzung von Desktop-Computern) sprechen.

  1. Durch das Zentralisieren der Daten auf einem Server wird das Verwalten von unternehmenskritischen Daten verbessert. Der Zugriff aller Mitarbeiter auf Dateien und die Datenübertragung zwischen den PCs ist einfacher. Ältere PCs arbeiten schneller, wenn sie die Dateien vom Server holen. Viele sehen im Kauf eines Servers die Möglichkeit, ihre alten PCs und Laptops noch einige Zeit länger einsetzen zu können.

  2. Die Datensicherung wird einfach. Das gibt Ihnen einen besseren Schutz. Mit dem Windows Small Business Server 2003 können Sie Sicherheitskopien erstellen und wichtige Daten wiederherstellen.

  3. Der gemeinsame Zugriff auf die Daten wird durch ein serverbasiertes Netzwerk vereinfacht. Windows Small Business Server 2003 enthält außerdem Windows SharePoint Services – eine Software, die die Zusammenarbeit Ihrer Mitarbeiter und anderer Teammitglieder über das Internet ermöglicht. Mit SharePoint erhalten Sie ein Intranetportal mit einer benutzerfreundlichen Oberfläche, um Informationen zu verwalten und gemeinsam zu nutzen. Ein Server ist ebenfalls ein Muss, wenn Geschäftsanwendungen, zum Beispiel Buchhaltungssoftware von Microsoft Business Solutions, auf mehreren PCs ausgeführt werden soll.

  4. Server ermöglichen mobilen Mitarbeitern den Remote-Zugriff auf Ihr Netzwerk. Geschäftsreisende, Mitarbeiter, die unterwegs oder im Home Office sind, oder Telearbeiter können so Daten gemeinsam nutzen. Durch Remote Web Workplace erhalten die Benutzer des Windows Small Business Server 2003 Zugriff auf Serverdaten über das Internet. Mitarbeiter, die außerhalb des Büros arbeiten, werden ebenfalls über SharePoint mit dem Intranet verbunden.

  5. Mit einer Breitbandverbindung wird der Zugriff noch schneller. Unternehmen mit mehr als drei Modemverbindungen benötigen einen Server und eine Breitbandverbindung. Mit höherer Produktivität steigt auch die Rentabilität.

  6. Sie können neue Computer konfigurieren, Benutzer hinzufügen und Anwendungen schneller und einfacher installieren. Durch eine zentrale Datenverwaltung werden neue PCs, Softwarelizenzen und -anwendungen besser koordiniert. Ein Server ermöglicht es, Firewalls zu verwalten, Virenschutz und Angriffserkennung zu nutzen und Angriffe abzuwehren.

  7. Ein Server kann ein Netzwerk überwachen, große Datenmengen speichern, Speicherplatz freisetzen und die Leistung der PCs erhöhen. Das ist für Kleinunternehmen von heute wichtig, da sie meist mehr Ressourcen benötigen, um Internetdienste anzubieten, Webseiten zu verwalten, Newsletter per E-Mail zu versenden und anspruchsvollere Tools und Anwendungen zu nutzen.

  8. Mit Serversoftware, beispielsweise Windows Small Business Server 2003, können Sie Ihre E-Mail-Konten (AOL, Yahoo!, Hotmail et cetera) in ein einziges, vom Unternehmen verwaltetes E-Mail-Konto zusammenfassen und Kunden und Partnerunternehmen eine einheitliche Anlaufstelle anbieten. Sie können mehrere Alias einer einzigen E-Mail-Adresse zuordnen. Ein Server kann ein Unternehmen größer erscheinen lassen als es ist. So holen Sie nicht nur mehr aus Ihren Investitionen heraus, Sie hinterlassen bei Ihren Kunden und Geschäftspartnern auch einen professionelleren Eindruck.

So stellen Sie fest, ob sich der Kauf eines Servers lohnt
  • Ihr Unternehmen verfügt über mindestens zwei Modemverbindungen.

  • Sie müssen Ihre Daten zentralisieren und organisieren (Sie finden nicht immer sofort alle Daten, die Sie suchen).

  • Zwei oder mehrere PCs müssen sich Hardware wie Drucker und Faxgeräte teilen (Peer-to-Peer-Netzwerke führen oft zu Kabelsalat).

  • Sie möchten Ihre Daten besser schützen und regelmäßig Sicherungskopien durchführen.

  • Geschäftsreisende, Telearbeiter oder mobile Mitarbeiter sollen in der Lage sein, auf das Netzwerk zuzugreifen.

  • Sie möchten die Vorteile eines Intranets genießen.

  • Sie haben einen hohen Speicherbedarf (und die Festplatten Ihrer PCs sind schon viel zu voll).

  • Sie möchten Geschäftsanwendungen auf mehreren PCs ausführen.

  • Sie schmieden Expansionspläne und benötigen für Ihre neuen Mitarbeiter neue Computer.

  • Sie möchten ein professionelles Image aufbauen.

  • Sie möchten Ihre alten PCs durch neue Geräte ersetzen. Die Datenmigration und das Management übernimmt der Server.

  • Sie möchten Ihre alten PCs behalten. Ein Server verschafft ihnen größere Leistungsfähigkeit.

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