Von Edigna MenhardEs geht nicht mehr ohne: Ein Internetzugang ist heute auch für kleine Unternehmen fast schon ein Muss. E-Mails verschicken, Rechnungen online bezahlen, nach Informationen recherchieren – das gehört zum Firmenalltag. Und viele Programme arbeiten bereits mit Internetstandards und ermöglichen es so, von überall auf Informationen und Funktionen zuzugreifen. Mit einem Windows Small Business Server 2003 zum Beispiel können Sie das Internet in zwei Richtungen nutzen: Zum einen ermöglicht er Ihnen, einen Internetzugang gleichzeitig auf mehreren Computern zu nutzen. Zum anderen können Sie auf viele seiner Kommunikationsfunktionalität per Internet zugreifen.
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 | TIPP: Wenn Sie oder Ihre Mitarbeiter öfters unterwegs sind, können Sie dank Internet trotzdem Firmendaten, wie beispielsweise wichtige Kundeninformationen, abrufen. Setzen Sie den Windows Small Business Server 2003 ein, dann können Sie über eine Fernzugriffsfunktion mit mobilen Geräten wie Notebook, PDA oder Handy auf den Server zugreifen. |
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Ins weltweite Netz führen viele verschiedene Wege. Sie variieren stark in ihrer Leistungsfähigkeit und im Preis. Um den optimalen Tarif zu finden, muss jeder Unternehmer daher das Nutzungsverhalten in seiner Firma analysieren. Entscheidend ist, wie oft und wie lange die Anwender im Internet sind, welche Datenmengen sie aus dem Netz ziehen und auf welche Anwendungen sie im Web zugreifen.
Die billigste Variante ist in der Regel der Einsatz eines analogen Modems. Für Unternehmen ist das aber nicht sehr sinnvoll, weil damit aus dem WWW das World Wide Wait, das weltweite Warten wird. Analoge Modems kommen immer seltener zum Einsatz, weil sie nur einen relativ langsamen Datenaustausch über das Internet zulassen.
Die meisten kleinen Unternehmen arbeiten derzeit mit ISDN oder DSL als Verbindungstechnik zum Internet. Welche dieser Technologien ist aber vorteilhafter?
ISDN für den Gelegenheitssurfer Auch wenn die ganze Welt nur mehr vom High-Speed-Surfen via DSL spricht, für manchen Kleinbetrieb ist ein ISDN-Anschluss ausreichend. Wenn Anwender selten ins Internet müssen, beispielsweise nur einen halbe Stunde am Tag, und wenn dabei vielleicht auch nur ein Mitarbeiter online geht, kommt diese Verbindungstechnik günstiger. Für DSL sind die Grundgebühren höher. Ein solcher Anschluss lohnt deshalb nur, wenn der Internetzugang auch intensiver genutzt wird. Der Internetzugang per ISDN-Anschluss wird in der Regel zum Minutenpreis abgerechnet. Viele Internetanbieter (Internet Service Provider, ISP) verlangen zusätzlich noch eine Gebühr für jede Einwahl ins Netz.
Eine so genannte Flatrate, also einen nutzungsunabhängigen Pauschaltarif, für das Surfen via ISDN bietet mittlerweile fast kein ISP mehr an. Wer trotzdem fündig wird, muss meistens den Anbieter wechseln. Dabei gilt es besonders aufzupassen: Man sollte sich vorab genau über die Gebühren informieren, denn in der Regel muss auch der Telefonanschluss gewechselt werden muss. Dadurch kann das Telefonieren teurer werden, etwa weil der Anbieter die Nutzung preiswerterer Telefongesellschaften per Call-by-Call-Verfahren nicht zulässt.
In Sachen Geschwindigkeit hat ISDN gegen DSL keine Chance: ISDN ist mit seinen Datenübertragungsraten von 64 Kilobit pro Sekunde spürbar langsamer, vor allem wenn mehrere Benutzer über dieselbe Leitung online gehen. Oftmals wird aber das Surftempo nicht von der Leitung, sondern vom Computer selbst oder auch von Leitungen und Servern im Internet ausgebremst.
Mit voller Geschwindigkeit ins Web DSL (Digital Subscriber Line) macht richtig Tempo. Unternehmen haben die Wahl, ob sie sich für Übertragungsraten von 1.024, 2.048 oder 6.016 Kilobit pro Sekunde entscheiden. Je größer der Wert, desto schneller können Daten aus dem Internet auf den Rechner geladen werden – und desto teurer ist der DSL-Zugang. Kleine Betriebe, die selten ins Internet klicken und relativ wenige E-Mails mit nur kleinen Anhängen verschicken, reicht beispielsweise die 1.024-Kilobit-Version. Wer dagegen öfter ins Web geht, größere Anwendungen durchführt wie etwa Videokonferenzen oder häufiger größere Dateien von mehreren Megabyte verschickt, sollte bereits über höhere Geschwindigkeitsraten nachdenken.
Eines gilt es grundsätzlich zu bedenken: Bei der ganz überwiegenden Mehrheit der DSL-Angebote ist das Herunterladen von Daten aus dem Internet, der so genannte Download, wesentlich schneller als das Versenden oder Zur-Verfügung-Stellen von Daten (Upload). Bei einem Standard-DSL-Anschluss mit 1.024 Kilobit pro Sekunde werden nur die Daten aus dem Internet auf Ihren Computer mit dieser Geschwindigkeit geladen. Wenn Sie E-Mails über das Internet verschicken, gelangen diese nur mit einer Geschwindigkeit von 128 Kilobit pro Sekunde ins Netz der Netze. Bei schnelleren DSL-Anschlüssen ist in der Regel das Verhältnis von Download- zu Upload-Geschwindigkeit gleich. Wer sehr oft selbst große Datenmengen ins Internet schickt, für den werden DSL-Anschlüsse mit hoher Geschwindigkeit sehr vorteilhaft. Statt der üblichen Upload-Geschwindigkeit von 128 Kilobit pro Sekunde kann er auf eine Geschwindigkeit von bis zu 768 Kilobit pro Sekunde kommen.
Schwierig bei DSL ist die Auswahl des richtigen Tarifes. Unternehmen haben hier die Wahl zwischen einem Volumentarif und einer Flatrate, teilweise gibt es auch noch Zeittarife. Bei Zeittarifen hat der Anwender einen zeitlich beschränkten Internetzugriff, beispielsweise 20, 40 oder 100 Stunden pro Monat. Wer länger surft, zahlt extra für jede Minute, die über das Kontingent des Tarifs hinausgeht. Die Zeittarife sind üblicherweise geeignet für Anwender, die nur kurze Zeit im Web surfen, dort aber große Datenmengen herunterladen. Volumenabhängige DSL-Tarife ermöglichen einen zeitlich unbeschränkten Internetzugang. Die Anwender können häufig nur eine begrenzte Datenmenge empfangen oder verschicken. Für jedes zusätzlich anfallende Megabyte zahlt das Unternehmen einen Aufpreis. Diese Variante ist geeignet für diejenigen, die ständig online sein möchten, aber nicht so viele und so große Dateien herunterladen.
Darüber hinaus gibt es noch die Flatrate. Hier können Surfer rund um die Uhr unbegrenzt Daten auf den Rechner laden und surfen. Diese Variante ist mittlerweile oft nicht mehr teurer als die anderen Tarife und daher für Unternehmen meist die günstigste: Sie haben einfach kalkulierbare Kosten für Ihren Internetzugang. Risiken, dass plötzlich die Kosten wegen intensiverer Internetnutzung steigen, gehen Sie damit nicht ein. Einige Provider haben noch eine vierte Variante im Produktportfolio: DSL by Call. Hier wird nach dem Verbrauch abgerechnet, ohne Grundgebühr. Mit diesem etwas teureren Tarif sind Anwender flexibler.
Durchblick im Tarif-Wirrwarr bei DSL Den richtigen ISP mit dem günstigsten Tarif herauszusuchen, ist fast eine Kunst. Schließlich gibt es zahlreiche Provider, die mit den unterschiedlichsten Konditionen um die Gunst der Unternehmenskunden buhlen. Eine transparente Preisübersicht ist so gut wie nicht vorhanden. Welcher Tarif der beste ist, hängt zudem vom Nutzungsverhalten ab. Um herauszufinden, welcher passt, bieten sich Tarifrechner an, die auf Telekommunikationsportalen wie
Tarifecheck kostenlos zur Verfügung stehen.
Neben dem Tarif-Wirrwarr gibt es für DSL-Neulinge auch noch weitere Punkte zu beachten. Viele Provider verschenken etwa bei Vertragsabschluss die notwendigen Geräte für den Anschluss ans Internet oder bieten sie zu besonders günstigen Konditionen an. Ein Vergleich ist hier durchaus sinnvoll.
Wer keine Flatrate bucht, sollte auch auf den Abrechnungstakt achten: Was kostet es, wenn ein Anwender die im Tarif vereinbarten Zeit oder das Datenvolumen überschreitet? In welchem Abrechnungstakt rechnet der Anbieter ab? Pro angefangenem Megabyte oder pro angefangener Minute? Oder ist der Takt noch größer und damit ungünstiger? Ein weiterer wichtiger Punkt sind Vertragslaufzeiten und Kündigungsfristen. Je längerfristiger ein Vertrag, desto günstiger ist er in der Regel. Das ist jedoch nicht immer die beste Variante, da ein Kunde so auf günstigere Angebote von Wettbewerbern nicht schnell reagieren kann. Bedenken muss man noch die Einrichtungsgebühren.
Der Geschäftstarif rechnet sich nicht immer Viele Provider unterscheiden zwischen Geschäfts- und Privatkunden. Für kleine und mittlere Firmen kommt der Geschäftstarif oft teurer. Besser ist dann ein DSL-Zugang plus Router, der dafür sorgt, dass mehrere PCs auf das Internet zugreifen können. Allerdings: Je mehr Anwender dann online sind, desto langsamer wird deren Internetzugriff, weil sie sich die Bandbreite von DSL teilen müssen. Der Vorteil am Geschäftstarif ist jedoch, dass Firmen hier eine feste Internetadresse bekommen und beispielsweise einfacher von unterwegs auf Unternehmensdaten und -informationen zugreifen können. Häufig gehören auch eigene Domains mit entsprechenden Mailadressen dazu.
Für Unternehmen, die große Datenmengen über das Internet austauschen, gibt es noch die Alternative einer Standleitung. Darunter versteht man eine permanente Verbindung, beispielsweise zwischen zweit Standorten, über eine feste oder reservierte Leitung. Der Vorteil: eine garantierte Bandbreite. Für Firmen, die einen eigenen Web- oder Mailserver betreiben und ins E-Business einsteigen, ist eine Standleitung empfehlenswert. Damit verfügen sie über feste IP-Adressen (Internet-Protocol-Adressen, eindeutige Kennung eines Computers im Internet) und frei wählbare Zugangsgeschwindigkeiten von bis zu 155 Megabit pro Sekunde. Standleitungen können angemietet werden. Die Deutsche Telekom bietet beispielsweise den Tarif CompanyConnect an. Die Kosten liegen bei monatlich 127,60 Euro aufwärts.