Sie müssen einen neuen PC für Ihre Firma kaufen, sind aber zu beschäftigt, sich mit den neuesten Technologieangeboten und Spezifikationen oder dem aktuellen Computerjargon zu befassen? Mit diesem Problem sind Sie nicht allein. Viele Inhaber von kleinen Unternehmen haben Besseres zu tun, als ihre Zeit damit zu verbringen, sich über die Hardware- und Softwarebedürfnisse Gedanken zu machen. Hier finden Sie Informationen, die Ihnen helfen sollen, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Machen Sie sich mit Ihrem aktuellen Computersystem vertraut Damit Sie den richtigen Computer erwerben, sollten Sie unbedingt wissen, worüber Sie bereits verfügen, und eine gewisse Vorstellung davon haben, was Sie zusätzlich benötigen. Erstellen Sie eine Checkliste: - Anzahl von Computern und ausgeführten Betriebssystemen
- Name Ihres Internetdienstanbieters und Geschwindigkeit der Internetverbindung
- Verwendete Desktopanwendungen (z. B. Microsoft Office Small Business Edition
- Geschäftsbereichspezifische Software (z. B. Finanzmanagement- und Buchhaltungsanwendungen)
- Zu optimierende Geschäftsabläufe bzw. eventuell vorhandene Probleme
- Peripheriegeräte wie Faxmaschinen, Drucker und Kopiergeräte (einschließlich Marke und Modell)
- Art des Netzwerks (Peer-to-Peer, Server oder keines)
- Art der ausgeführten Serverhardware (falls vorhanden)
- Remotezugriff auf das Netzwerk möglich?
- Auf dem Server installiertes Betriebssystem (falls vorhanden)
Für einen neuen PC sollten Sie Folgendes überlegen: 1. Umfasst das Softwarepaket die folgenden Komponenten? - Die neueste Version des Betriebssystems
- Vorinstallierte Anwendungen (z. B. Microsoft Office 2003)
- E-Mail-Software mit einem Filter zur Reduzierung von Junk-Mail
- Funktionen zur Blockierung von Internet-Popupanzeigen
- Eine Internetfirewall
- Schutz vertraulicher Informationen; Schutz vor Spyware
- Sicherheitsfunktionen, die Ihre Daten vor einem Zugriff durch externe Bedrohungen schützen
- Die Fähigkeit zum Empfang automatischer Softwareupdates aus dem Internet
- Originalsoftware anstelle gefälschter Software
- Virenschutz
- Remotezugriffsfunktionen, um auch außerhalb des Büros auf Ihre Dateien zugreifen können
- Software zur Überwachung unsicherer Downloads
2. Beinhaltet der neue Computer die folgenden Komponenten? - CD-Brenner (CD-RW)
- DVD-Player (DVD-R/RW) oder DVD-Brenner (DVD+R/RW)
- Ethernetkarte für Netzwerk- und Internetzugriff
- Maus
- Tastatur
- Stromsparenden Monitor
- Soundkarte
- Wireless-LAN-Karte
3. Umfasst der neue Computer die folgenden Wartungs- und Supportoptionen? - Service und Wartung sind durch den Vertrag abgedeckt
- Genaue Einzelheiten zu den vertraglich abgedeckten Aspekten
- Reaktionszeit des Support-Teams
- Eine Telefonnummer für technischen Support
Wichtige PC- und Softwareanforderungen Die folgenden Richtlinien in Bezug auf Hardware und Software sollen Ihnen einige Entscheidungen erleichtern. Ein wesentlicher Faktor ist der Einsatz von Original-Microsoft-Software. Kauf von Originalsoftware: Wenn Sie einen neuen Computer für Ihr Unternehmen erwerben, sollten Sie zunächst darauf achten, nur Originalsoftware zu erstehen, um so Sicherheit, Zuverlässigkeit und Support sowie den Erhalt aktueller Updates zu gewährleisten. Bei Original-Microsoft-Software handelt es sich um Software, die von Microsoft lizenziert, als echt zertifiziert und veröffentlicht wurde und für die Microsoft Support bietet. Neue Computer, auf denen Originalsoftware für das Windows XP-Betriebssystem vorinstalliert wurde, enthalten ein als Echtheitszertifikat (Certificate of Authenticity, COA) bezeichnetes Etikett. Dieses Etikett ist in der Regel am Gehäuse des Computers angebracht. Das Echtheitszertifikat dient als Beweis für ein gültiges und lizenziertes Betriebssystem. Es weist eine Reihe von Merkmalen zum Schutz vor Softwarepiraterie auf, die schwer zu fälschen sind. Ohne dieses Echtheitszertifikat verfügen Sie nicht über die rechtmäßige Lizenz zur Ausführung von Microsoft-Software. Über den online verfügbaren Assistenten zur Windows-Gültigkeitsprüfung können Sie ebenfalls herausfinden, ob es sich bei Ihrer Windows-Software um Originalsoftware handelt. Betriebssystemsoftware: Um das ideale Betriebssystem für Ihr Unternehmen zu bekommen, sollten Sie sich über Software informieren, die Sie bei folgenden Tätigkeiten unterstützt: - Gleichzeitig an mehreren Aufgaben arbeiten und verschiedene Anwendungen ausführen
- Auf Dateien auf einer Netzwerkfreigabe zugreifen, selbst wenn diese nicht mit dem Server verbunden ist
- Über Remotedesktop von einem Computer auf einen anderen zugreifen, beispielsweise um sich von zu Hause oder unterwegs bei Ihrem Bürocomputer anzumelden
- Dateien und Ordner verschlüsseln und den Benutzerzugriff steuern, um Geschäftsdaten besser vor internen Bedrohungen schützen zu können
Mit Originalsoftware für Windows XP Professional mit Service Pack 2 (SP2) ist dies möglich. Darüber hinaus ist sie mit der neuesten Hardware und Software sowie anderen Geräten kompatibel. Durch die Verwendung von Windows XP Professional mit SP2 bei der Arbeit mit drahtlosen Netzwerken in kleinen Unternehmen können diese Netzwerke konfiguriert und eine Verbindung zu ihnen hergestellt werden, ohne dass Software von Drittanbietern installiert oder aktualisiert werden muss. In Verbindung mit Microsoft Office Small Business Edition 2003 bietet Windows XP mit SP2 neben Funktionen zum Netzwerkbetrieb und der gemeinsamen Nutzung von Internetverbindungen auch Tools für E-Mail-Dienste, Teamarbeit und Remotezugriff sowie Datenbank- und Sicherheitssoftware. Durch die Kombination eines Windows-Originalbetriebssystems mit der vertrauten Microsoft Office-Software lässt sich eine höhere Sicherheit der Unternehmensdaten, gesteigerte Mitarbeiterproduktivität und bessere Kommunikation mit Ihren Kunden erzielen. Einige Beispiele für die Sicherheitsfunktionen in Office Small Business Edition 2003: - Verbesserte Sicherheitstechnologien und Tools zur Systemwiederherstellung
- Neue Junk-Mail-Filter zur Reduzierung des Spam-Volumens
- Neue Sicherheitsfunktionen für E-Mail, mit der Benutzer den Eingang von Nachrichten verhindern können, die Viren enthalten
Erwerb neuer Hardware Die Wahl des richtigen Computers richtet sich nach Ihrem Arbeitsstil und Ihren Anforderungen. Dabei sollten Sie u. a. die folgenden Punkte erwägen: Arbeitsspeicher: Um alle erforderlichen Anwendungen ausführen zu können, sollten auf dem Computer mindestens 512 Megabyte (MB) Arbeitsspeicher (Random Access Memory, RAM) installiert sein. Sie sollten jedoch direkt mit 1 Gigabyte (GB) RAM beginnen, um sicherzustellen, dass Ihr System auch zu einem späteren Zeitpunkt zusätzlich installierte Geschäftanwendungen bewältigen kann. Festplattenspeicher: Festplattenlaufwerke mit 200 bis 250 GB bieten mehr als genug Platz, um den Anforderungen Ihres Kleinunternehmens gerecht zu werden. Kostengünstige Rechner werden mit einer Festplatte geliefert, die respektable 60 oder 80 GB Speicherplatz aufweist. Wenn Sie im Rahmen Ihrer Geschäftstätigkeit jedoch viele Video- oder Musikdateien speichern müssen, benötigen Sie einen größeren Festplattenspeicher. Prozessorgeschwindigkeit: Wenn Sie in Ihrem Unternehmen Windows-basierte Computer mit Intel Celeron-, Pentium- oder AMD-Mikroprozessoren einsetzen, müssen Sie sich um die Prozessorgeschwindigkeit keine Gedanken machen – diese Prozessoren bewältigen die meisten Aufgaben in der Regel problemlos. CD- und DVD-Laufwerke: Computer sind mit einem CD- oder DVD-Laufwerk ausgestattet, das zur Anzeige von Inhalten und dem Speichern von Dateien dient. Die meisten CD-Laufwerke sind „CD-RW“-Laufwerke. Sie können damit nicht nur CDs wiedergeben, sondern auch Daten auf CDs schreiben („brennen“). Ein DVD-Laufwerk in einem Computer hat entweder die Bezeichnung „DVD-R/RW“ (nur Player) oder „DVD+R/RW“ (kann auch Datenträger brennen). Geräte der Spitzenklasse umfassen DVD-Brenner, mit denen auch CDs gebrannt werden können. Sie sollten einen Computer erwerben, der mindestens einen CD-Brenner aufweist, den Sie zum Sichern und Austauschen von Dateien verwenden können. Wenn Sie geschäftlich mit Videos oder Fotos arbeiten, entscheiden Sie sich für den vielseitigeren DVD-Brenner. Monitor: Möglicherweise ist im Lieferumfang des von Ihnen erworbenen Geräts ein Monitor enthalten, anderenfalls müssen Sie ihn separat erwerben. Wenn in Ihrem Büro bereits ein Monitor verfügbar ist, können Sie diesen unter Umständen mit dem neuen Computer verwenden und so gegebenenfalls die Gesamtkosten reduzieren. Beim Erwerb eines neuen Monitors haben Sie die Wahl zwischen zwei Typen: Traditionelle Röhrenmonitore oder Flachbildschirme, die in analoger oder digitaler Ausführung angeboten werden und kostenintensiver sind als ein Röhrenmonitor. Bevor Sie sich für den Kauf eines digitalen Flachbildschirms entscheiden, vergewissern Sie sich, dass Ihr Grafiksystem über digitale Ausgabe verfügt. Die Bildschirmgröße ist ebenfalls ein wichtiger Faktor. Für Komfort bei der Anzeige achten Sie darauf, einen Monitor zu wählen, dessen Bildschirmfläche Ihren Anforderungen gerecht wird. (Computerbildschirme werden wie Fernseher in der Diagonale gemessen.) Geräteanschlüsse: Finden Sie heraus, wie viele und welche Art von Peripheriegeräten Sie benötigen, um Ihre geschäftlichen Anforderungen zu erfüllen. Zu den üblichen Peripheriegeräten zählen Tastatur, Maus, Monitor, Scanner, Drucker, Fax, Kopiergerät, Videokamera, Audio-Player und Lautsprecher. Neuere Peripheriegeräte werden über USB 2.0-Anschlüsse an den Computer angeschlossen. Gegebenenfalls benötigen Sie einen Computer, der mehr als die standardmäßige Anzahl von USB 2.0-Anschlüssen aufweist, um alle Geräte anschließen zu können. Steckplätze für Speicherkarten: Ihren jeweiligen Anforderungen entsprechend benötigen Sie möglicherweise einen Computer, der Steckplätze für die verschiedenen von Digitalkameras, PDAs und Audioplayern verwendeten Speicherkarten aufweist. Grafiksystem: Bei anspruchsvolleren Computern wird die Bildwiedergabe über eine Grafikkarte gesteuert, die einen Grafikprozessor und einen Bildschirmspeicher enthält. Sie benötigen mindestens 64 MB RAM – wenn Sie im Rahmen Ihrer geschäftlichen Tätigkeit viel mit Video arbeiten, ist dieser Speicherplatz nicht ausreichend. Kostengünstigere Computer verwenden eine integrierte Grafiklösung, bei der keine separate Karte vorhanden ist. Mit einer gewissen Kenntnis der Hauptkomponenten eines Computersystems fällt Ihnen die Kaufentscheidung leichter. Wenn Sie diese Informationen in Verbindung mit den Checklisten zur Bestimmung Ihrer aktuellen Computerkonfiguration verwenden, Ihre technologischen Anforderungen ermitteln und die richtigen Fragen stellen, können Sie oder der von Ihnen beauftragte IT-Experte Software, Hardware, Tools und Peripheriegeräte auswählen, die eine gesteigerte Produktivität, höhere Zuverlässigkeit und mehr Sicherheit für Ihr Unternehmen bedeuten. Weitere Informationen |