So arbeiten Sie via Internet sicher mit Geschäftspartnern sowie Außendienst- und Telemitarbeitern zusammen.

Kleinunternehmen können mit virtuellen Netzwerken Kosten sparen sowie allen Mitarbeitern und Kunden einen flexiblen und zugleich sicheren Zugriff auf aktuelle Informationen gewähren.

Die Arbeitswelt ist im Wandel. Gerade bei Kleinunternehmern haben sich flexible Organisationsstrukturen durchgesetzt. So ist es heute oft wirtschaftlich zweckmäßig, dass Mitarbeiter vom Schreibtisch zu Hause aus agieren. Kollegen verbinden sich von unterwegs mit dem Firmennetzwerk, um dort wichtige, aktuelle Informationen abzurufen. Ebenso vernetzen sich kleine Unternehmen mit anderen Firmen, um ihre Dienste gemeinsam für größere Projekte anbieten zu können. So können sie auch bei ihren recht überschaubaren Personalressourcen größere und komplexere Aufträge übernehmen.

Die private Datenautobahn ist sehr sicher

Tipp:
Wenn Sie andere Standorte preiswert an Ihr VPN anbinden möchten, muss es oft keine Flatrate sein. Wer beispielsweise weniger als zwei Gigabyte Daten im Monat über das Internet austauscht, braucht bei einem entsprechenden Volumentarif nicht einmal zehn Euro pro Monat zu bezahlen.

Mittels moderner IT- und Kommunikationstechnologie ist es leicht möglich, räumliche Barrieren zu überwinden. So kann ein Unternehmens dank virtueller privater Netze (VPN) Netzwerke oder einzelne Rechner, die sich an unterschiedlichen Orten befinden, über das Internet miteinander verbinden. Ebenso können sich Mitarbeiter von unterwegs in das virtuelle Netzwerk einloggen. Kurzum: Sie können Ihr eigenes Netzwerk mit Hilfe des öffentlichen Internets realisieren.

Der Weg über das weltweite Web ist dabei relativ sicher: Alle Verbindungen zwischen den einzelnen Standorten erfolgen mit Hilfe eines eigenen Verschlüsselungscodes. Eine strenge Zugangskontrolle gewährleistet, dass nur berechtigte Nutzer Zugriff auf das virtuelle Netzwerk erhalten.




Das virtuelle Netzwerk für flexible Unternehmen

Sinnvoll ist ein VPN für alle Unternehmen, die

  • Mitarbeiter beschäftigen, die von zu Hause aus arbeiten,
  • mobile Mitarbeiter an das Firmennetzwerk anbinden möchten,
  • weitere Standorte oder Kooperationspartner haben,
  • Kunden, Lieferanten und Geschäftspartnern einen kontrollierten Zugang auf Firmendaten gewähren möchten.

Ein VPN bringt Ihnen viele Vorteile

Den Nutzen, den Sie aus Ihrem firmeneigenen virtuellen Netzwerk ziehen können, ist vielfältig:

  1. Aktuelle Informationen für alle Mitarbeiter und Geschäftspartner – und zwar standortunabhängig

    Alle, die an das virtuelle Netzwerk angeschlossen sind, greifen auf ein einziges, zentrales System zu und erhalten die gleichen Daten in Echtzeit. Mitarbeiter, auch die externen, tauschen ihre Daten zentral aus. Sind bei Ihrem Unternehmen also beispielsweise die gesamten Bürodokumente zentral gespeichert, wissen auch die Telearbeiter jederzeit, welche Korrespondenz mit einem Kunden geführt wird.
  2. Bessere Geschäftspartner- und Kundenintegration

    Dank eines VPNs können Sie Lieferanten, Auftraggeber oder Geschäftspartner besser in Ihre Geschäftsprozesse integrieren. Sie können einen Wissens- und Informationsverbund schließen. Dabei bestimmen Sie, auf welche Daten die Partner Zugriff erhalten. Auch die Servicequalität können Sie effizienter gestalten, indem Sie beispielsweise Ihren Kunden die Möglichkeit geben, zu verfolgen, wie weit deren Aufträge bei Ihnen schon bearbeitet sind.
  3. Zeitersparnis und flexibleres Arbeiten

    Die zentrale Erfassung gewährt nicht nur immer die aktuellsten Daten, sie bringt zudem eine Arbeitserleichterung. Es kommt nicht mehr vor, dass beispielsweise ein externer Mitarbeiter eine Auftragsbestätigung an Ihr Unternehmen faxt, die dann wieder in den Rechner eingetippt werden muss. Die Daten werden direkt in das System eingegeben. Gleiches gilt für die Zusammenarbeit mit Kunden oder Lieferanten: Diese können direkt über eine sichere VPN-Verbindung Daten in das System des Unternehmens eingeben oder unkompliziert und schnell wichtige Informationen abrufen. Der Vorteil: Die Fehlerquote ist weitaus geringer.
  4. Hohes Sicherheitslevel

    Moderne Verschlüsselungsverfahren machen das VPN sicher. Die internettypischen Sicherheitsrisiken sind hier nicht vorhanden. Kein Unbefugter kann Ihren Datenverkehr ausspionieren.
  5. Kostenersparnis

    Durch die effiziente Informationslogistik können Sie Zeit, Personalressourcen und damit auch Kosten einsparen. Zudem kann ein virtuelles Netzwerk sehr preiswert realisiert und betrieben werden.

Geringe Investitionsvolumen und schnelle Installation

Wenn Sie ein VPN konfigurieren möchten, um mobilen Mitarbeitern den Zugang zum Firmennetzwerk zu ermöglichen, benötigen Sie für die Verbindung lediglich einen VPN-Client, beispielsweise das Notebook, und einen VPN-Server, der an das Firmennetz angeschlossen ist. Den Part des VPN-Servers kann ein gewöhnlicher Computer übernehmen. Allerdings sollte er eine feste Adresse im Internet (IP-Adresse) haben. Die Konfiguration ist mit Hilfe eines Windows-Betriebssystems sehr einfach. Windows XP Professional ist beispielsweise mit einem neuen Assistenten ausgestattet, der die Konfiguration automatisiert. Darüber hinaus bietet Windows XP Professional neue Methoden, die bei der Erstellung von virtuellen Netzwerken eine sehr hohe Sicherheit gewährleisten. Wie Sie ein VPN einrichten können, erfahren Sie auf der Microsoft-Webseite (siehe unten unter „Weitere Artikel“).

Wenn Ihr Unternehmen ein VPN mit Geschäftspartnern, Lieferanten oder Kunden aufbauen will, ist die Anschaffung des „privaten Internets“ ebenso unkompliziert. Alle Computer und Netzwerke, die am VPN angeschlossen sind, benötigen nur einen so genannten VPN-fähigen Router, der den Datenverkehr regelt. Ein solches Gerät können Sie in jedem Elektronikmarkt kaufen. Sie ermöglichen nicht nur den Anschluss von mehreren Computern ans Internet, sondern erhöhen in der Regel auch die Sicherheit Ihres Netzwerks durch integrierte Funktionen wie eine Firewall. Kostenpunkt: 100 bis 300 Euro. Zweiter Bestandteil des VPNs ist eine Internetverbindung. DSL-Flatrates gibt es heute schon für weniger als 50 Euro pro Monat.

Darüber hinaus gibt es noch die Alternative, die Mietlösungen von speziellen Dienstleistern zu nutzen. Die Mietpreise sind variabel. Für eine kleine Ein-Megabit-Schaltung plus DSL sind durchschnittlich 300 bis 700 Euro pro Monat zu bezahlen.

Eine gute Planung ist wichtig

Wichtig für ein VPN ist, dass die Übertragungsrate zu den Bedürfnissen Ihres Unternehmens passt. Welche Anbindung für ein Unternehmen geeignet ist, hängt vom versendeten Datenvolumen ab. Damit ist auch ein Nachteil von VPNs angesprochen: Wenn zu viele Daten gleichzeitig per VPN etwa an eine Datenbank gesendet werden, wird die Datenleitung langsam.

Sie müssen deshalb das VPN vorher genau planen. Egal ob Sie Ihr VPN bei einem Dienstleister mieten oder selbst konfigurieren und betreiben, Sie sollten zuerst die Ausgangslage analysieren. Überlegen Sie sich unter anderem, welche Rolle Ihr VPN übernehmen soll, welche Struktur es haben soll und welche Leistungen es erbringen soll. Wichtig ist es, die Verbindungsbreite, die es benötigt, abzuschätzen.


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