Auch ohne richtige Ausrüstung werden Sie am Glockner nicht weit kommen. Doch nicht nur das, Sie werden sich auch
unnötig gefährden, weil Sie Wetterumschwüngen hilflos ausgeliefert sind. Übersetzt in Ihre IT-Situation: Ohne gut
entwickelte Applikations-Infrastruktur können Sie auf geänderte Marktsituationen nur sehr schwerfällig reagieren.
Ihre Prozesse sind isoliert und greifen nicht ineinander. Ihnen fehlt die vermittelnde Schicht, um die Back-End-IT
an den Desktop der Mitarbeiter zu bringen.
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SERVICE-ORIENTED ARCHITECTURE (SOA)
„To do more with less“ – das ist die Situation, der sich IT-Manager heute gegenüber sehen. Und dieses
Mehr muss von Mitarbeitern und Kunden als schnelles und präzises Service spürbar sein. Glaubte man vor einiger
Zeit noch, dass die Lösung in Gestalt von effizienten Tools auf uns zukommen wird, so ist man sich mittlerweile
darüber einig, dass man hier schon eine Ebene tiefer ansetzen muss. Um zu erreichen, dass sich User Daten,
Funktionen und Anwendungen teilen können, muss dort begonnen werden, wo sich die Prozesse die Hand geben.
Unternehmen brauchen effiziente IT-Systeme, um ihre Geschäftsprozesse zu verbessern und wettbewerbsfähig zu
bleiben. Viele Projekte und Anwendungen erfordern die Nutzung von Geschäftslogik über mehrere Kanäle und
Nutzergruppen hinweg. Gleichzeitig nutzen Unternehmen nicht mehr eine einzelne Anwendung zur Abwicklung aller
betrieblichen Prozesse. Heute geht es darum, die zahlreichen Systeme, über die die betrieblichen Prozesse
abgewickelt werden, durch Serviceorientierung und eine integrierte Geschäftsprozessverwaltung zu vernetzen und
den richtigen Leuten zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Informationen zu liefern.
Hier kommt die Service-orientierte IT-Architektur (SOA) ins Spiel. Sie beschreibt eine Software-Infrastruktur,
in der die wesentlichen Funktionen einer Anwendung bzw. Softwaremodule als Services organisiert sind. SOA legt
hierbei die Schnittstellen fest, über die andere Systeme via Netzwerk diese Dienste für den plattformübergreifenden
Datenaustausch nutzen und dynamisch zu Geschäftsprozessen verbinden können.
Die rettende Zwischenschicht
Das Neue dieser Art der Anwendungsintegration ist, dass sie im Zuge von ganzheitlichen CRM- oder CIM-Konzepten
(Customer Relationship Management, Customer Interaction Management) entlang von kundenorientierten
Business-Prozessen zu erfolgen hat, wenn sie erfolgreich sein will. Neu ist aber auch, dass für die Integration
von Anwendungen und Datenbanken eine Zwischenschicht definiert wurde, über die alles läuft. Dieses virtuelle
Middle-Tier macht es möglich, dass Front-End und Back-End entkoppelt sind und dass man immer nur das WebService
angreifen muss, wenn vorne eine Applikation oder hinten ein Server ausgetauscht wird.
WebServices gehört die Zukunft – auch und vor allem im Zusammenhang mit Integrationsprojekten. Warum? Weil sie
kostengünstig und Programmiersprachen-unabhängig integriert werden können und dafür sorgen, dass Systeme,
Legacy-Anwendungen und Dienste zueinander finden. Während sich XML um den Inhalt der Daten kümmert, legen die
WebServices eine Ebene zwischen Front-End und Back-End und sorgen damit für jene Freiheit, um auf Entwicklungen
flexibel und rasch reagieren zu können.
DATA MANGEMENT
Wir leben im Zeitalter der totalen Mobilmachung von Information: Geschäftsprozesse werden immer datenintensiver
und jeder Mausklick produziert Informationen, deren Verfügbarkeit unternehmenskritisch sein kann.
Doch wie werden aus einfachen Datensätzen Datenschätze, die über den Geschäftserfolg entscheiden? Wie extrahiert
man gehaltvolle Informationen aus unansehnlichen Datenhaufen? Antworten auf diese Fragen liefert das Data
Warehouse, in dem Daten aus unterschiedlichen Quellen – Finanz- und Planungsdaten, teilstrukturierte Daten wie
E-Mails aus elektronischen Archiven, externe Datenquellen wie Marktzahlen, demographische Daten oder Benchmarks,
aber auch Daten aus unternehmensweiten Anwendungen – gesammelt werden, bereinigt und konsolidiert werden.
Wie wichtig die ETL-Prozesse im Data Warehouse sind, bestätigen einschlägige Studien, die besagen, dass bei
weniger erfolgreichen Data Warehouse-Projekten zu viel in die Front-End-Analytik investiert wird und zu wenig in
die Basisprozesse der Prüfung und Aufbereitung der Daten. Denn um Quelldaten für eine Analyse verwendbar zu machen,
müssen Struktur und Format den Zieltabellen angepasst werden. Äpfel und Birnen kann man bekanntlich nicht gut
miteinander vergleichen. Diese Hausaufgaben eines jeden Data Warehousing Projekts werden im ETL-Prozess
(Extrakt-Transform-Load) erledigt.
Die Idee dahinter: nur wenn die Daten an einem zentralen Ort gespeichert sind, können Sie jederzeit neu
arrangiert und für unterschiedliche Suchläufe zugänglich gemacht werden. Dieses Zentrum allein garantiert,
dass dynamische Prozesse und mobiles Miteinander auch administrierbar bleiben. Mobilität bewirkt, dass mehr
Menschen mit anderen reden – zur gleichen Zeit und an den verschiedensten Orten. Meetings werden arrangiert,
Texte und Zahlen ausgetauscht und modifiziert, Kontakte verändert. Ohne zentrale Ablage bräche das Chaos aus.
Sie sorgt dafür, dass die Informationen, die dabei bewegt und verändert werden, auch für andere verfügbar sind.
BUSINESS INTELLIGENCE
Daten erzählen Geschichten – über das Verhalten von Kunden, deren Vorlieben und Wünsche, über den Erfolg von
Produkten und Services, über die Entwicklung von Geschäften und Standorten und vieles mehr. Und obwohl diese
Daten in den meisten Unternehmen vorhanden sind, werden sie oft nicht genutzt. Weil die Geschichten angesichts
der riesigen Datenberge, in denen sie stecken, nicht verstanden werden.
Daten bieten die Grundlage von fundierten Entscheidungen. Doch um das leisten zu können, müssen Daten aufbereitet
werden - geordnet, assembliert, mit anderen verglichen und in Beziehung gesetzt und mitunter auch visualisiert
werden. Je besser die Werkzeuge sind, die einem beim Extrahieren und Aufbereiten der Daten unterstützen, umso
besser für den Analysten. Beim neuen SQL Server gibt es so genannte SQL Server Integration Services (SSIS),
die diese Aufgabe lösen. Ihr Vorzug: Sie sind gegenüber den Quelldaten extrem offen und können vom Webservice bis
zur OLE Datenbank alles ansprechen.
Das ist jedoch erst die halbe Miete, denn um diese Quelldaten für eine Analyse verwendbar zu machen, muss ihre
Struktur angepasst werden. Die Erfahrung zeigt, dass allein dieser erste Schritt der Datenkonsolidierung mehr als
die Hälfte der gesamten Kosten in einem BI-Projekt ausmacht, wobei doppelte Datensätze dabei eine besondere
Herausforderung darstellen. Auf diesem Gebiet ist viel passiert in den letzten Jahren, und besonders viel bei
Microsoft. Denn seit dem SQL Server 2005 sind die Analysis Services standardmäßig integriert.
Entscheidend dabei: Durch die offenen Schnittstellen kann der Analyst auch Werkzeuge von Partnern nutzen und er
kann – was noch viel wichtiger ist – sämtliche Analysetechnologien auch auf anderen Datenbanken einsetzen.
Bleibt noch die Verteilung. Denn solange wir Informationen nicht punktgenau dorthin bringen, wo sie gebraucht
werden, haben wir immer noch Leichen und keine Datenschätze im Keller. Durch die weiterentwickelten Reporting-Werkzeuge
des SQL Server können heute alle Mitarbeiter im Unternehmens Ad-hoc-Abfragen stellen und dabei unterschiedliche
Datenquellen miteinander verknüpfen – abgestimmt auf ihre Berechtigungen im Firmennetz und ohne darauf Rücksicht
nehmen zu müssen, wo die Daten gespeichert werden. Die enge Integration mit dem Microsoft Office System macht es
möglich, dass diese Reporting Services auch im Kontext von Microsoft SharePoint Services abonniert und in
vertrauten Anwendungen wie Word und Excel ausgeführt werden.
Es ist nicht allzu lange her, da war Business Intelligence eine recht elitäre Angelegenheit – verbunden mit
enormen Kosten, die sich nur große Unternehmen leisten konnten und wollten. Heute – im Zeichen des Online-Business
und der damit verbundenen Globalisierung der Märkte – kommen auch mittelständische Unternehmen nicht mehr darum
herum, entsprechende Lösungen zur Stärkung ihrer Wettbewerbsposition einzusetzen.
DEVELOPMENT
In Ihrem Unternehmen werden täglich Informationen analysiert, Entscheidungen getroffen und Projekte umgesetzt.
Dazu setzen Ihre Mitarbeiter unterschiedliche Applikationen ein, die von der IT-Abteilung bereitgestellt werden.
Die Qualität dieser Anwendungen zeigt sich heute darin, inwieweit sie imstande sind, nicht nur punktuelle
Lösungen zu liefern, sondern Geschäftsprozesse unternehmensweit voranzutreiben.
Das ist leichter gesagt als getan. Denn im Unternehmensalltag verhindert oft eine über die Jahre mit komplexen
Entwicklungstools aufgebaute Infrastruktur, dass die IT als flexibler und anpassungsfähiger Motor des operativen
Geschäfts wahrgenommen wird. Es werden statisch programmierte Anwendungen eingesetzt, die für einen bestimmten
Zweck entwickelt wurden und kaum Änderungen zulassen. Zudem ist der Informationsaustausch im Rahmen betrieblicher
Abläufe äußerst aufwendig bis unmöglich, weil die gemeinsame Verwendung dieser Anwendungen nicht vorgesehen ist.
Dynamische Anwendungsumgebungen von heute schauen anders aus. Informationen müssen unternehmensübergreifend
ausgetauscht werden und Geschäftsergebnisse in Echtzeit liefern. Neue Applikationen müssen schnell bereitgestellt
oder angepasst werden, um auf die sprunghaft wechselnden Anforderungen des Marktes zu reagieren können.
IT-Business-Alignment heißt das Zauberwort, das im heutigen Business Erfolg und Wendigkeit garantiert. Und die
Basis dafür heißt Standardisierung: standardisierte Tools, standardisierte Methoden, standardisierte Abläufe.
Es geht darum, dass Anwendungen so entwickelt und bereitgestellt werden, dass sie auf den unterschiedlichsten
Plattformen und in den unterschiedlichsten Systemumgebungen eingesetzt werden können. Wenn Geschäfte sich rasant
entwickeln, Chancen sich plötzlich auftun und Perspektiven sich spontan verschieben, benötigt man eine pulsierende
Infrastruktur, die in der Lage ist, den Anwender überallhin zu begleiten und ihm die für ihn relevanten
Informationen geräteunabhängig zur Verfügung zu stellen.
Ein weiterer Bestandteil dieser Applikations-Infrastruktur sind Anwendungsserver, die die Entwicklung,
Bereitstellung und Wartung von umfangreichen Mehrbenutzeranwendungen vereinfachen – also von Lohnbuchhaltungs-
oder Leistungsverwaltungssysteme, Unternehmen oder von umfassenden E-Commerce-Websites. Solche Softwareplattformen
sind typisch für Anwendungen ausgelegt, die viele Clients gleichzeitig bedienen müssen - unabhängig davon, ob es
sich um Benutzer oder andere Anwendungen und Systeme handelt. Damit können jene Konstellationen von Computern,
intelligenten Geräten und web-basierten Services erzeugt werden, die sich rund um den User formieren und ihn
bestmöglich in seinen Aufgaben und Bedürfnissen unterstützen.