 Wie Sie möglicherweise bereits wissen, ist das Blogging (Kurzform für das Erstellen eines öffentlichen „Web Logs“ oder persönlicher Onlineaufzeichnungen) unter Teenagern und sogar noch jüngeren Kindern sehr beliebt.
Nun können Kinder ihre eigenen Webseiten auf Kontaktwebsites erstellen, die von Diensten wie Windows Live Spaces, MySpace, Friendster, Facebook und anderen gehostet werden. Diese Webseiten sind für alle Personen zugänglich, die über eine Internetverbindung verfügen.
Mithilfe dieser unter Teenagern sehr beliebten Dienste können Kinder Profile angeben, die u. a. Folgendes beinhalten können: | • | Fotos | | • | Videos | | • | Persönliche Angaben, wie beispielsweise den vollständigen Namen, den Wohnort und die Mobiltelefonnummer |
Häufig stellen die Dienste, auf denen die Kontaktwebsites gehostet werden, viele verschiedene Kommunikationsmöglichkeiten zur Verfügung, u. a. auch Blogging und Instant Messaging. Kinder nutzen diese Websites zur Kommunikation mit ihren Schulfreunden oder auch mit anderen Kindern auf der ganzen Welt. Kontaktwebsites helfen Kindern häufig, ihre Gefühle auszudrücken, und gelegentlich nutzen sie diese Sites sogar, um Informationen über andere Kinder zu erhalten, die sie auf Partys oder in der Schule kennen gelernt haben. So kann zum Beispiel ein Kind, dass ein anderes Kind persönlich kennen gelernt hat, dessen Website aufrufen, um nähere Informationen zu erfahren und herauszufinden, ob es mit ihm befreundet sein möchte. Die Informationen, die die Kinder auf ihre Seiten stellen, machen sie jedoch leicht zum Opfer von Pädophilen. Im Folgenden werden einige Möglichkeiten vorgestellt, wie Sie dazu beitragen können, dass Ihr Kind Kontaktwebsites sicherer nutzt. | • | Stellen Sie Regeln für die Internetnutzung zuhause auf. Wenn Ihr Kind damit beginnt, das Internet selbständig zu nutzen, sollten Sie eine Liste mit Regeln erstellen, denen alle zustimmen können. Anhand dieser Regeln sollte zum Beispiel festgelegt werden, ob und in welchem Umfang Ihr Kind Kontaktwebsites nutzen darf. Weitere Informationen zum Festlegen von Regeln erhalten Sie auf der Seite Familienabkommen zum Onlineschutz Ihrer Kinder.
| | • | Achten Sie darauf, dass sich Ihr Kind nach den Altersbeschränkungen der jeweiligen Website richtet. Das empfohlene Alter zur Anmeldung bei den Kontaktwebsites liegt in der Regel bei 13 Jahren. Kinder unter 13 Jahren sollten diese Websites nicht nutzen. Verlassen Sie sich nicht auf die Dienste selbst, wenn Sie verhindern möchten, dass Ihr Kind sich dort anmeldet.
| | • | Machen Sie sich selbst mit der Website vertraut. Schauen Sie sich die Website, die Ihr Kind nutzen möchte, an, und lesen Sie die Datenschutzrichtlinien und Verhaltensregeln sorgfältig durch. Prüfen Sie außerdem, ob der jeweilige Dienst den Inhalt überwacht, der auf die Seiten gestellt wird. Darüber hinaus sollten Sie die Seite Ihres Kindes regelmäßig überprüfen. Weitere Vorschläge hierzu erhalten Sie auf der Seite mit Sicherheitstipps für Eltern und Kinder zum Thema Blogging.
| | • | Bestehen Sie darauf, dass Ihr Kind sich niemals persönlich mit Kontakten trifft, mit denen es nur online kommuniziert hat, und raten Sie ihm, nur mit Personen zu chatten, die es auch persönlich kennt. Ein Treffen mit einer Person, mit der Ihr Kind bisher nur online kommuniziert hat, kann eine echte Gefahr darstellen. Sie können Ihr Kind vor dieser Gefahr schützen, indem Sie ihm nahe legen, die Websites nur zum Kommunizieren mit Freunden zu nutzen, nicht jedoch mit Fremden, die es nicht persönlich kennt.
Möglicherweise reicht es jedoch nicht aus, Ihrem Kind einfach zu sagen, dass es nicht mit Fremden reden soll, da Ihr Kind jemanden, den es online kennen gelernt hat, eventuell nicht als Fremden betrachtet. Weitere Ratschläge zum Schutz Ihres Kindes im Internet erhalten Sie auf der Seite Pädophile im Web: Was können Sie tun, um Ihr Kind zu schützen | | • | Achten Sie darauf, dass Ihr Kind nicht seinen vollständigen Namen angibt. Ihr Kind sollte nur seinen Vornamen oder einen Spitznamen angeben. Im Idealfall ist ein geschlechtsneutraler Anzeigenamen zu verwenden, der keine falsche Aufmerksamkeit auf sich zieht. Untersagen Sie Ihrem Kind, die vollständigen Namen seiner Freunde zu nennen.
| | • | Achten Sie darauf, welche weiteren persönlichen Informationen im Profil Ihres Kindes enthalten sind. Viele Kontaktwebsites ermöglichen es Kindern, öffentlichen Gruppen beizutreten, die etwa alle Besucher einer bestimmten Schule aufnehmen.
Seien Sie vorsichtig, wenn Ihr Kind Informationen angibt, die zu seiner Identifizierung verwendet werden könnten, z. B. Schule oder Wohnort – insbesondere, wenn es sich um einen kleineren Ort handelt. | | • | Verwenden Sie eine Website, die nicht „allzu öffentlich“ ist. Einige Kontaktwebsites ermöglichen es Ihnen, Ihre Website mit einem Kennwort zu schützen oder andere Methoden einzusetzen, mit denen nur Besucher zugelassen werden, die Ihr Kind kennt. Bei MSN Spaces können Sie beispielsweise mithilfe von Berechtigungen festlegen, wer Ihre Website aufrufen darf. Dabei können Sie sämtliche Internetbenutzer oder nur ausgewählte Personen zulassen.
| | • | Beachten Sie auch Details auf Fotos. Erklären Sie Ihrem Kind, dass Fotos viele persönliche Informationen offenbaren. Raten Sie Ihrem Kind, keine Fotos von sich selbst und seinen Freunden mit eindeutig identifizierbaren Details im Internet zu veröffentlichen, z. B. Straßenschilder, Autonummernschilder oder einem Vereinsnamen auf dem T-Shirt.
| | • | Warnen Sie Ihr Kind davor, seine Gefühle gegenüber Fremden auszudrücken. Sie haben Ihr Kind sicherlich bereits ermahnt, nicht direkt mit Fremden online zu kommunizieren. Kinder nutzen Kontaktwebsites jedoch dazu, Tagebücher und Gedichte zu verfassen, in denen sie häufig starke Gefühle zum Ausdruck bringen.
Erklären Sie Ihrem Kind, dass diese Worte von allen Personen mit Internetzugang gelesen werden können, und dass sich Pädophile häufig auf emotional verletzliche Kinder konzentrieren. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie auf der Seite Die zehn wichtigsten Regeln für den sicheren Umgang mit dem Internet.
| | • | Unterhalten Sie sich mit Ihrem Kind über seine Erlebnisse im Internet. Ermuntern Sie Ihr Kind, Ihnen zu erzählen, wenn ihm etwas auf diesen Websites nicht geheuer ist oder bedrohlich vorkommt. Bleiben Sie ruhig, und sagen Sie Ihrem Kind wiederholt, dass es keinen Ärger bekommt, wenn es Sie auf etwas aufmerksam macht.
| | • | Lassen Sie die Webseite Ihres Kindes entfernen. Wenn Ihr Kind sich weigert, sich an die Regeln zu halten, die Sie zu seiner Sicherheit festgelegt haben, können Sie sich an den von Ihrem Kind genutzten Kontaktwebsitedienst wenden, um die Webseite entfernen zu lassen. Sie können sich auch über Programme zum Filtern von Webinhalten (z. B. die Inhalts- und Zugangskontrollen von MSN Premium) informieren – als Ergänzung und nicht als Ersatz der elterlichen Kontrolle.
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Weitere Informationen zum Schutz Ihres Kindes im Internet erhalten Sie auf der Seite Kinder und das Internet: Häufig gestellte Fragen (FAQs).
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