Wenn Sie zuhause mehr als einen Computer angeschlossen haben, dann kann man von einem privaten Netzwerk sprechen. Private Netzwerke vereinfachen die gemeinsame Nutzung eines Internetzugangs, von Dateien, Druckern usw. Leider erleichtern Netzwerke ebenfalls Hackern, Viren und Würmern das Eindringen in Ihre Privatsphäre. Windows XP Service Pack 2 (SP2) enthält eine Vielzahl an Verbesserungen, mit denen Sie Ihre Sicherheit, insbesondere in einem privaten Netzwerk, schützen können. Lesen Sie weiter, um zusätzliche Informationen zum Schutz des neuen oder bereits vorhandenen privaten Netzwerks zu erhalten.
Die Windows-Firewall wird für sämtliche Netzwerkverbindungen aktiviert. Dadurch wird der Computer vor Sicherheitsbedrohungen, wie z. B. Eindringlingen, die möglicherweise über das Internet oder ein Netzwerk auf den Computer zugreifen, geschützt. Sie müssen möglicherweise die Einstellungen der Windows-Firewall für einige Programme, wie z. B. Spiele, anpassen, damit einige Features richtig ausgeführt werden. Weitere Informationen finden Sie unter Informationen zur Windows-Firewall.
Möglicherweise müssen Sie Ausnahmen für den Firewallschutz erstellen. Standardmäßig können nur der Assistent zum Übertragen von Dateien und Einstellungen und die Features der Datei- und Druckerfreigabe unaufgefordert mit dem Internet kommunizieren. Wenn sich bei aktivierter Windows-Firewall eines der Programme bei der Ausführung anders verhält, können Sie es der Ausnahmeliste hinzufügen. Ausführliche Anweisungen dazu finden Sie unter Informationen zur Windows-Firewall: Verwenden der Registerkarte "Ausnahmen".
Informationen über Druckerbenachrichtigungen: Wenn die Windows-Firewall aktiviert ist, werden Informationen über einen Drucker, wie z. B. "Bereit" oder "Pause", im Ordner Drucker und Faxgeräte nicht sofort angezeigt (sondern nach kurzer Verzögerung), und der Computer erhält vom Drucker keine Benachrichtigungen darüber, ob der Druckauftrag abgeschlossen ist oder Papier fehlt.
Um von anderen Computern im privaten Netzwerk auf Drucker zuzugreifen, konfigurieren Sie Datei- und Druckerfreigabe. Wenn die Windows-Firewall auf dem Computer, an den der Drucker angeschlossen ist, aktiviert ist und auf der Windows-Firewall-Registerkarte Ausnahmen die Ports für die Datei- und Druckerfreigabe nicht ausgewählt sind, können andere Computer innerhalb des Netzwerks keine Verbindung zu diesem Computer herstellen und den Drucker verwenden. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Informationen zur Windows-Firewall: Verwenden der Registerkarte "Ausnahmen".
Die meisten privaten Netzwerke verwenden keine so genannte Netzwerkbrücke. Eine Netzwerkbrücke verbindet zwei Netzwerksegmente miteinander, sodass sie als einheitliches Netzwerk agieren. Dies kann ebenfalls die Sicherheit des Netzwerks beeinträchtigen. Aus diesem Grund deaktiviert SP2 die automatische Brückenfunktion. Wenn Sie ein gemischtes Netzwerk haben (z. B. drahtgebunden und drahtlos), sollten Sie eine Netzwerkbrücke einrichten, um zwei Abschnitte des Netzwerks miteinander zu verbinden.
Hier wird die Verwendung eines Internetgateways eher empfohlen als die Internetverbindungsfreigabe (Internet Connection Sharing, ICS). Ein Internetgateway ist eine Hardwarekomponente, die in Computergeschäften erhältlich ist. Es wird manchmal auch als Router, Basisstation oder Gateway für private Netzwerke (Residential Gateway) bezeichnet. Das Netzwerk stellt über dieses Gerät die Internetverbindung her.