19.10.2011: Roman Schweizer, Initiative Marketing Manager Server & Tools bei Microsoft Schweiz, im Interview
Ohne zentrale Datenablage wächst auch schon in kleinen Teams das Chaos aus unterschiedlichen Versionen derselben Dokumente. Ein eigener Server ist ein sehr gutes Mittel, dieses Problem zu lösen und weitere Verbesserungen im Unternehmen zu ermöglichen. Microsoft bietet mit seinen Partnern alles, was kleinen und mittleren Unternehmen Einführung und Betrieb eigener Server leicht macht.
Redaktion: Cloud-Computing ist in aller Munde. Trotzdem werden firmeneigene Server nicht verschwinden. Welche Vorteile bringt gerade kleineren Unternehmen ein eigener Server?
Schweizer: Im Vordergrund stehen insbesondere die zentrale Datenablage und der Fakt, dass Mitarbeiter von überall her auf alle Daten zugreifen können. Auch die weitgehend automatisierten Back-up-Möglichkeiten für Server und Clients bringen grosse Vorteile. Zusätzlich ergeben sich neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Nicht zuletzt können Unternehmen mit einem Server auf einfache Art und Weise ein lokales E-Mail-System betreiben, dieses aber auch in Kombination mit Office 365 in die Cloud auslagern.
Redaktion: Ist es nicht sehr kompliziert, einen eigenen Server mit ausreichend hoher Sicherheit aufzusetzen und zu betreiben?
Schweizer: Nein. Diese Ansicht ist nicht mehr zeitgemäss. Gerade mit Windows Small Business Server 2011 Essentials hat Microsoft eine Lösung präsentiert, die in Sachen Administration und Betrieb nur minimale IT-Kompetenzen verlangt. Eine Person mit durchschnittlichem IT-Know-how kann einen solchen Server aufsetzen und betreiben.
Redaktion: Für wen lohnt sich der Aufwand eines eigenen Servers besonders?
Schweizer: Von den Vorteilen, die ein lokaler Betrieb unterschiedlichster Applikationen mit sich bringt, einmal abgesehen, lohnt sich der Einsatz eines Servers für jedes Unternehmen, das auf der einen Seite ein internes Datenchaos mit verschiedenen Versionen der gleichen Dokumente auf verschiedenen Geräten verhindern will und auf der anderen Seite nicht alle Daten ausschliesslich in der Cloud speichern möchte.
Redaktion: Wie kann ein Unternehmen am besten Kosten und Nutzen abschätzen?
Schweizer: Für die Small Business Server-Lösungen ist eine Kosten-Nutzen-Rechnung denkbar einfach: die Small Business Server 2011 Essentials-Edition wird inklusive Client-Lizenzen (CALs) geliefert und bedingt lediglich minimalen Wartungsaufwand. Kosten fallen folglich einmalig an, während die Funktionalitäten des Servers einem Unternehmen über Jahre hinweg Nutzen stiften. Für grössere Projekte empfiehlt sich eine Offerte eines Microsoft-Partners. Wichtig zu erwähnen ist an dieser Stelle auch, dass in Windows Server 2008 R2 die Virtualisierungstechnologie Hyper-V bereits integriert ist und somit keine zusätzlichen Kosten für den Hypervisor anfallen. Ganz grundsätzlich liefern alle Business-Server-Lösungen von Microsoft sehr vielfältige Funktionalitäten zu sehr interessanten Preisen.
Redaktion: Welche Unterstützung gibt es von Microsoft und Partnern, wenn ein Unternehmen sich für einen eigenen Server entscheidet?
Schweizer: Grosse Unternehmen betreut Microsoft direkt. Bei kleinen und mittleren Betrieben empfiehlt sich die Kontaktaufnahme mit einem zertifizierten Microsoft-Partner über die Microsoft Pinpoint-Plattform. Partner können Server aufsetzen und betreiben oder aber auch grössere Datacenter bei Kunden managen und optimieren. Mit unseren Partner können wir der gesamten Anforderungspalette an Kundenwünschen gerecht werden.
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