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Publikováno: 6/25/2012
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Oesterreichische Kontrollbank AG BizTalk steuert Kommunikation zwischen Banken

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* Wir suchten eine Middleware-Lösung mit Perspektive. Das heißt, wir wollten nicht jedes Mal, wenn wir eine neue Schnittstelle zu einem bislang nicht eingebundenen System brauchten, wieder von vorne beginnen. *

Michael Nedved
Software Development Manager,
OeKB

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Aufgrund der spezifischen Geschäftstätigkeit als Mediator, Vermittler, Clearing-Partner und Information-Broker im Export- und Kapitalmarkt sind in den Geschäftsprozessen der Kontrollbank naturgemäß viele Systeme involviert und dadurch „extrem viele Interfaces zu bedienen“, wie Michael Nedved, Software Development Manager bei der Oesterreichischen Kontrollbank, festhält. „Was uns fehlte, war eine Middleware-Lösung für das geschäftskritische SWIFT-Transaction-Handling, die unseren Anforderungen an Sicherheit, Einfachheit und Transparenz gleichermaßen gerecht wird.“


Die Oesterreichische Kontrollbank (OeKB) ist ein Spezialinstitut in vielerlei Hinsicht. Als Anbieter von Finanz- und Informationsdienstleistungen für Unternehmen, Finanzinstitutionen und die Republik Österreich ist sie im Hintergrund dafür verantwortlich, dass zentrale Kapital- und Exportprozesse reibungslos funktionieren. Wie kritisch diese Rolle für den Finanzmarkt ist, zeigt sich auch in den Verfügbarkeitsansprüchen, die Michael Nedved an seine IT-Infrastrukturbasis stellt: „Wenn unsere Systeme im Bereich Direct Settlement für einen Tag stehen oder Kunden mit den von uns zur Verfügung gestellten Applikationen nicht mehr auf gewisse Orderplätze an der Börse zugreifen können, dann steht bei uns die Finanzmarktaufsicht vor der Tür. Darauf können Sie sich verlassen.“

Obwohl der BizTalk Server schon seit 2008 bei der OeKB im Einsatz ist und in dieser Zeit durch seine Stabilität und Einfachheit zu überzeugen wusste, bedeutete es intern einen großen Schritt, als man begann, seinen Einsatz auch für die hochsensiblen Kernprozesse des Kapitalmarkts anzudenken und parallel dazu die Wissenskultur im Unternehmen zu thematisieren, erinnert sich Lech Ledóchowski, CIO bei der OeKB: „Wir wollten Komplexität reduzieren und unsere Konnektivität erhöhen – und das ohne sicherheitstechnische Kompromisse. Einen Schritt weiter gedacht heißt das auch, dass das Funktionieren einer geschäftskritischen Lösung nicht vom Expertenwissen einer Einzelperson abhängen darf.“

DIE HERAUSFORDERUNG

Doch bevor man daran ging, die Microsoft BizTalk Lösung für das geschäftskritische SWIFT-Transaction-Handling der gesamten Kontrollbank zu implementieren, mussten noch einige – mehr prinzipielle als technische – Hürden überwunden werden; „zumal Microsoft“, wie Andreas Winterer, Geschäftsführer vom Microsoft Partner Auris Consult erläutert, „bis auf die niederländische KAS BANK in Europa noch keine Best Practices im Bereich SWIFT-Handling vorzuweisen hatte. Daran konnte auch unser Proof of Concept für die Implementierung und Wissensvermittlung nicht rütteln.“

„Ironischerweise waren es zwei Stärken des BizTalk Server, die unserem Projekt anfangs einiges an Gegenwind bescherten: seine Einfachheit und seine Kosten“
, ergänzt Michael Nedved mit einem Schmunzeln: „Weil man im geschäftskritischen Finanzbereich davon ausgeht, dass nur Dinge wirklich gut sind, die zum User hin sichtbar sind, komplex anmuten und ordentlich was kosten. In beiden Aspekten mussten wir die Erwartungen enttäuschen. Denn der BizTalk Server greift in keinen Code ein, arbeitet im Hintergrund und kostet nur 10% bis 14% der alten Lösung – was einiges an Vertrauensarbeit in den Fachabteilungen notwendig machte.“

Was letztlich für die Microsoft Plattformlösung aus BizTalk Server und SQL Server den Ausschlag gab, war neben den bereits erwähnten Stärken der BizTalk Lösung der hohe Integrationsgrad, der die Aspekte Zukunft und Sicherheit vorbildlich miteinander vereinte. Dazu noch einmal Michael Nedved: „Wir suchten eine Middleware-Lösung, die uns nicht nur ein Fundament gibt, sondern auch eine Perspektive, um unsere Integrationsaufwände zu minimieren und gleichzeitig unsere Agilität entscheidend zu verbessern. Im Klartext wollten wir nicht jedes Mal, wenn wir eine neue Schnittstelle zu einem bislang nicht eingebundenen System brauchten, wieder von vorne beginnen.“

DIE LÖSUNG

Andreas Winterer verweist darauf, wie sich genau hier die Spreu vom Weizen trennt: „Während Individualentwicklungen schon beim Error-Handling und Infrastruktur-Coding viel Zeit und Geld verschlingen, was am Ende nicht einmal weiterverwendbar ist, bekommt man das Error-Handling beim BizTalk Server Out-of-the-Box, während der Infrastrukturcode nicht einmal angetastet wird. Die Einfachheit des BizTalk Server besteht darin, dass wir von der Infrastrukurebene abstrahieren und uns dadurch auf das Wesentliche konzentrieren können. Wir kapseln den Code und definieren auf der Ebene der Geschäftslogik, wie sich die Pakete verhalten sollen.“

Das Wesentliche ist im konkreten Fall das korrekte Routing sehr komplexer SWIFT-Messages (Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication), die zum Teil als einzelne schon hunderte Seiten füllen. „Das Routing und nicht die Messages selbst“, wie Michael Nedved anmerkt: „Wir gehen nicht in den Code hinein, sondern kümmern uns um das Mapping – was ja die eigentliche Aufgabe einer Middleware sein sollte: Brücken zu schlagen – zwischen den Systemen und für die Kommunikation zwischen den Banken.“

Wobei dieses Mapping bei der OeKB in Richtung Front-End und in Richtung Back-End erfolgt: Daten kommen herein, Daten gehen hinaus. Über SWIFT oder – wie bei der Kommunikation mit lokalen Geschäftsbanken – günstiger und direkt über Message Queuing und fixe Leitungen. Das Interface zu den In-House-Applikationen ist einheitlich, heißt XML und zahlt sich aus. Michael Nedved rechnet vor: „Insgesamt mussten in diesem Projekt für die Einbindung anderer Systeme circa 30-40 Mappings geschrieben werden. Aufwand insgesamt: 12 Manntage. Punkt. Das heißt, dass wir heute einen halben Manntag rechnen, wofür wir früher 3 bis 4 Manntage gebraucht haben.“

DIE VORTEILE

Wenn es um die Abwicklung von Transaktionen zwischen Banken geht – sei es im Wertpapierbereich, im Direct Settlement oder bei OTC-Geschäften – ist das reibungslose Funktionieren der Back-End-Komponenten absolut geschäftskritisch, „aber nicht ausreichend“, wie Lech Ledóchowski betont: „Man braucht eine kostengünstige und vor allem hochverfügbare Lösung wie den BizTalk Server, die gleichzeitig hilft, die Integrations-, Wartungs- und Managementaufwände zu minimieren. Damit die Kosten nicht durch die Hintertüre wieder hereinkommen.“

Die Zahlen, die Herr Nedved parallel dazu auf den Tisch legt, unterstreichen diese Aussage. So schlagen heute die Wartungskosten bei der OeKB mit rund 14% der alten Lösung zu Buche, wobei in dieser Rechnung bereits alle Adapter (die beim BizTalk Server standardmäßig dabei sind) und auch schon die Lizenzkosten des SQL Server enthalten sind. Bei den betrieblichen Kosten (für Server und Storage) liegt die OeKB heute sogar bei nur 7% des Altsystems, weil die neue Lösung im bestehenden OeKB-Serververbund einfach mitlaufen kann. Und bei den internen Budgets – also dem Mitarbeiteraufwand für neue Entwicklungen – erspart sich die OeKB noch einmal circa 65% der Kosten.

Aufgrund der Performance und Stabilität ist auch die Akzeptanz in den Fachabteilungen mittlerweile kein Thema mehr: „Wenn circa 500.000 ausgehende und 250.000 eingehende Messages im Monat alle korrekt ankommen, dann ist das schon ein Argument, dem man sich auf Dauer nicht verschließen kann,“ hält Michael Nedved zufrieden fest und fügt nach einer kurzen Pause an: „Wobei das erst der Anfang ist. Ein erstes Projekt. Denn die Plattformstärken haben wir noch gar nicht richtig ausgespielt.“

Diese Fallstudie dient ausschließlich Informationszwecken. MICROSOFT GIBT IN DIESER ZUSAMMENFASSUNG KEINE AUSDRÜCKLICHEN ODER STILLSCHWEIGENDEN GARANTIEN AB.
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Velikost společnosti: 750 zaměstnanců

Profil organizace
Die Oesterreichische Kontrollbank Aktiengesellschaft (OeKB) ist Österreichs zentraler Finanz- und Informationsdienstleister für Exportwirtschaft und Kapitalmarkt. Das 1946 gegründete Spezialinstitut steht im Eigentum österreichischer Banken und stellt seine Dienstleistungen Unternehmen, Finanzinstitutionen sowie Einrichtungen der Republik Österreich zur Verfügung.

Software a služby
  • Microsoft Biztalk Server 2010
  • Microsoft SQL Server 2008 R2

Stát/Region
Austria

Jazyk
German

Partneři
AURIS IT Consult GmbH

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