Microsoft Corporation
Geschichte einer Vision
1975 gründeten Bill Gates und Paul Allen Microsoft. Die Gründungsvision war revolutionär: ein Computer auf jedem Schreibtisch und in jedem Zuhause. Damit brachten Gates und Allen Bewegung in eine Branche, in der teure, lediglich von geschulten Experten bedienbare Spezialsoftware dominierte. Nur wenige stimmten dem Konzept des "Computers für jedermann" zu. Der Präsident von Digital Equipment sagte im Jahr 1977: "Es spricht nichts dafür, dass man zuhause einen Computer haben sollte."

Die Kunden hingegen erkannten schnell den Nutzen eines Personal Computers. Durch Millionen von PC-Nutzern entwickelte sich Microsoft zu einem weltbekannten und weltweit tätigen Unternehmen. Nachdem sich der PC weltweit als Standardmedium für Datenverarbeitung und Kommunikation etabliert hat, unternimmt Microsoft den Schritt zur nächsten Softwaregeneration. Im Zentrum der Geschäftsaktivitäten stehen nun Lösungen, die für die Nutzung im Web optimiert sind. Informationen können in Zukunft zu jeder Zeit, an jedem Ort und von jedem Gerät aus abgerufen werden.
Geschäftsmodell
Als erstes Software-Unternehmen setzte Microsoft auf ein Geschäftsmodell, das niedrige Preise mit hohen Stückzahlen kombiniert. In den letzten Jahren hat sich das Microsoft Produktportfolio nachhaltig verändert: Bis Mitte der 90er Jahre konzentrierte sich das Unternehmen überwiegend auf zwei Produktbereiche: Anwendungen zur Steigerung der Produktivität (z. B. Office) und Betriebssysteme für Endanwender (z. B. frühe Windows Versionen). In den letzten Jahren entwickelte sich Microsoft ausserdem zu einem wichtigen Hersteller von Software für mittlere und grosse Konzerne. Mit der Übernahme des dänischen Softwarehauses Navision hat Microsoft seine Expertise darüber hinaus im Bereich Unternehmenssoftware (Enterprise Ressource Planning - ERP) für kleine und mittelständische Unternehmen erweitert. Das Unternehmen ist heute in fünf Geschäftseinheiten organisiert:
  • Client: beinhaltet die Windows Produkt Familie
  • Server & Tools: beinhaltet Server Produkte, Services und Lösungen, inklusive Windows Server Betriebssystem, Microsoft SQL Server, Microsoft Enterprise Services, Visual Studio, System Center Produkte, Forefront Sicherheits Produkte und Biz Talk Server
  • Online Services: beinhaltet die Online Advertising Plattform, MSN Portale und Channels sowie die Windows Live Services
  • Microsoft Business Division: beinhaltet die Microsoft Office Suiten, Desktop programme, Server, Services und Lösungen; Microsoft Dynamics und Unified Communications Business Solutions
  • Entertainment & Devices: Besteht aus dem Xbox Video Game System, inclusive Konsolen und Zubehör, Xbox Live; Mediaroom, Mobile und Embedded Device Plattformen, Surface Computing Plattform und Windows Automotive
Entwicklungsmodell
Von Beginn an stand für Microsoft die Entwicklung von Software und Betriebssystem-Plattformen im Mittelpunkt. Dabei war immer klar: Für sich genommen, besitzen Plattformen nur einen eingeschränkten Wert. Die Vorteile von DOS, Windows oder .NET werden erst durch die jeweiligen Anwendungen deutlich. Aus diesem Grund hat sich das Unternehmen stets für ein offenes Entwicklungsmodell eingesetzt. Möglichst viele Benutzer, Partner und Firmen sollen auf Basis der Microsoft Plattformen Produkte entwickeln. Zu diesem Zweck stellt Microsoft wichtige technische Informationen zur Verfügung. Zusätzlich können Firmen Kompetenz und Know-how professioneller Expertenteams nutzen, die sie bei der Erstellung von Produkten für Microsoft Plattformen unterstützen. Windows unterstützt mehr Standards als jedes andere Betriebssystem auf dem Markt. So können Firmen und Partner auf Microsoft Plattformen basierende Produkte mit optimaler Kompatibilität entwickeln. Zum Erfolg von Windows tragen nach wie vor Tausende unabhängige Entwickler bei, die die Plattform ergänzen und ausbauen. Die Voraussetzung hierfür ist das offene und leicht verständliche Entwicklungsmodell, das Erweiterungen ohne grösseren Aufwand zulässt.
Partnerschaften
Der Erfolg von Microsoft basiert auf einem partnerschaftlichen Geschäftsmodell. Weltweit kooperiert Microsoft bei Entwicklung, Vertrieb und Einsatz von Produkten mit über 22.000 Technologiepartnern allein im Bereich der PC- und Software-Hersteller oder Lösungs-Anbieter. Zudem hat Microsoft auf der ganzen Welt über 650.000 Partner im Resale-Sektor. Hierzu zählen nicht nur Software-Händler und Hardware-Unternehmen kleinerer Grösse, sondern auch Wiederverkäufer, die Software an grosse Unternehmen vertreiben sowie Lösungs-Anbieter, die Programmpakete in Kombination mit kompetenten Consulting-Services anbieten. Der Erfolg von Microsoft und der Erfolg vieler Partnerunternehmen hängen eng zusammen: So generiert Microsoft ein Vielfaches seines eigenen Umsatzes sowie an Arbeitsplätzen in seinem Partnerumfeld.