Optimiertes Rechenzentrum in der Übersicht


    Zusammenfassung

    Ein Optimiertes Rechenzentrum steht im Zentrum der IT-Strategie jedes größeren Unternehmens. Dabei muss das Rechenzentrum, unabhängig von den aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, drei Hauptanforderungen erfüllen:

    1. Es muss sich flexibel an neue geschäftliche Szenarien anpassen und im Idealfall proaktiv verbesserte Geschäftsprozessen anbieten,
    2. es muss die IT-Servicelevel und die Umsetzung von Compliance-Anforderungen verbessern und
    3. es muss zu sinkenden IT-Kosten beitragen.

    Ein umfassendes Konzept berücksichtigt dafür zunächst das „klassische“ Rechenzentrum vor Ort, das durch die Optimierung der Kern-Infrastruktur (Core Infrastructure Optimization, Core IO) abgedeckt wird. Je nach geschäftlicher Anforderung kommen dazu Cloud-Lösungen als Private Cloud und/oder Public Cloud. Entsprechend der Anforderungen wird sich der Schwerpunkt Ihres Konzeptes zwischen diesen Aspekten verschieben – beteiligt sind bei einer umfassenden Optimierung aber alle Aspekte. Mehr dazu finden Sie unter dem Stichwort Optimierte Rechenzentrums-Dienste mit Cloud Computing.

    Um ein Optimiertes Rechenzentrum auf der Basis Ihrer bestehenden Ressourcen zu realisieren, bietet Ihnen Microsoft die erforderlichen Technologien, Software und Best Practices sowie Solution Accelerators für Serverplattform, Serververwaltung und Serversicherung. Realisiert wird das Optimierte Rechenzentrum schließlich in folgenden Schritten:

    1. Eine skalierbare und zuverlässige Plattform stellt eine stabile und gesteuerte Umgebung für geschäftskritische Anwendungen bereit, mit denen Servicelevels vereinbart und eingehalten werden können. Technologien wie Server Virtualisierung sorgen für mehr Flexibilität und eine Senkung der Hardware- und Betriebskosten.
    2. Standardisierte physische und virtuelle Umgebungen erleichtern die Verwaltung und nutzen die gesamte Leistungskraft der Server Virtualisierung. Bereitstellung und Betrieb von virtuellen Umgebungen werden dadurch erheblich erleichtert. Sie erhalten dadurch mehr Kontrolle über Ihre IT-Infrastruktur und profitieren von den Effizienz- und Flexibilitätsvorteilen der Virtualisierung.
    3. End-To-End-Service-Management: Die Verwaltung über den gesamten Lebenszyklus eines Services ermöglicht Ihnen, die Bereitstellung, Überwachung, Verwaltung, Sicherung/Backup und Außerbetriebsstellung für verschiedene Umgebungen zentralisiert durchzuführen. Sie können dadurch erforderliche Servicelevels sicherstellen, die Systemkomplexität reduzieren und die Kosten durch Ausfallzeiten senken.
    4. Ein Optimiertes Rechenzentrum integriert Sicherungs-, Zugriffs- und Identitätstechnologien, um Informationen zu jedem Zeitpunkt gleichzeitig zu schützen und verfügbar zu halten. Bei Bedarf können Sie die Technologien auch auf Zweigstellen und Remotebenutzer mit verschiedensten Geräten ausweiten sowie Partner und Kunden einbinden.

    Optimierung der Kern-Infrastruktur (Core IO)

    Das Ziel einer Core IO mit Microsoft ist die Entwicklung der IT vom Kostenfaktor zum strategischen Aktivposten. Dabei werden Datacenter-, Client-, Identity- und Security-Services sowie IT-Prozesse betrachtet. Für jede dieser Leistungen wird im Rahmen der Optimierung der Ist- und Ziel-Zustand über 4 Entwicklungsstufen definiert:

    1. Basis: manuelle, lokale Prozesse ohne nennenswerte zentrale Kontrolle
    2. Standardisiert: Standards und Richtlinien kontrollieren das Management von Desktops, Servern und mobilen Geräten
    3. Rationalisiert: Kosten für Management maximal gesenkt, Prozesse und Richtlinien sind optimiert
    4. Dynamisch: Vollautomatisches Management und dynamische Ressourcen-Nutzung macht die IT zum strategischen Aktivposten im Unternehmen

    Microsoft Virtual Academy

    Die Microsoft Virtual Academy (MVA) ist eine cloudbasierte Lernumgebung mit Lerninhalten rund um die Themen Cloud Services und Virtualisierung. Sie können kostenlos auf eine Vielzahl von Schulungsmaterialien online zugreifen. Wählen Sie einen Kurs, bearbeiten Sie die Materialien und testen Sie zum Abschluss Ihr Wissen.


    Hier finden Sie beispielsweise auch Kurse und Informationen zur Rechenzentrumsplanung.

    Cloud Computing und Optimierte Rechenzentrums-Dienste


    Nutzung von Cloud-Technologien

    Die Entwicklung der Infrastruktur vom Kostenfaktor zum Aktivposten wird durch den Einsatz von Cloud Computing begünstigt und beschleunigt. Je nach geschäftlichen Anforderungen kommt dabei eine oder mehrere der folgenden Formen der Bereitstellung zum Einsatz:

    • Private Cloud: die Cloud-Lösung wird im eigenen Rechenzentrum für den Einsatz im Unternehmen implementiert und betrieben
    • Hosted Private Cloud: die Cloud-Lösung wird im Rechenzentrum eines Hosting-Partners betrieben und unternehmensintern genutzt
    • Public Cloud: Die Lösung wird in Rechenzentren von Microsoft bereitgestellt und steht auch für die Kooperation mit Kunden und Partnern außerhalb des Unternehmens zur Verfügung.

    Bei jedem dieser Cloud-Lösungsansätze werden IT-Leistungen als Service zur Verfügung gestellt. Dadurch kommen jederzeit die Ressourcen zum Einsatz, die auch tatsächlich gebraucht werden – was sowohl die Nutzung der vorhandenen Investitionen effizienter macht, als auch die Kapitalrendite (Return on Invest, RoI) für neue Investitionen steigert.


    Der Vorteil des Cloud-Konzepts von Microsoft

    Von der Private Cloud über Hosted Private Cloud bis zu Public Cloud bietet das Konzept von Microsoft eine durchgehende, gewohnte Plattform-Erfahrung. Gemeinsame Werkzeuge für die Verwaltung der Systeme und Identitäten, sowie Entwickler-Werkzeuge sorgen für

    • mehr Flexibilität und Kontrolle: Einstieg und Ausbau Ihrer Cloud-Lösung erfolgt mit einem gemeinsamen Tool-Set, das Ihnen jederzeit die Kontrolle über Management und Zugriff sichert.
    • mehr Effizienz und Flexibilität: Die Cloud-Lösungen nutzen die Fähigkeiten, die Ihre Mitarbeiter in der Windows Server-Umgebung gewonnen haben.
    • mehr Fokus auf hochwertige Nutzung Ihrer Mitarbeiter: durch Reduktion der Wartung Ihrer Kern-Infrastruktur werden so Ressourcen für gewinnbringende Aktivitäten frei.

    Bei einer Private Cloud mit den Technologien von Microsoft werden die Services über Ressourcen implementiert, die Ihrer Organisation fest zugeordnet sind und sich im Netzwerk oder bei einem Hosting-Partner befinden. Sie erzielen dadurch viele der Vorteile von Public Clouds wie Self-Service für dedizierte Mitarbeiter, Skalierbarkeit und Flexibilität. Gleichzeitig erreichen Sie durch die dedizierten Ressourcen mehr Kontrolle und Anpassungsmöglichkeiten.

    Windows Azure ist eine Platform-as-a-Service von Microsoft für die Bereitstellung von Anwendungen in einer Public Cloud. Sie wird in Rechenzentren von Microsoft betrieben, als Service bereitgestellt und automatisiert verwaltet. Dadurch können Sie sich voll auf die Anwendung und ihren geschäftlichen Mehrwert konzentrieren. Sie haben weder Aufwand noch Kosten für die Infrastruktur und ihre Verwaltung wie Konfiguration, Update und Patching von Betriebssystemen und Datenbanken oder die Einrichtung von Failover- und Skalierungsmechanismen. Die Windows Azure-Plattform ermöglicht Ihnen so mehr Innovation zu geringeren Kosten.

    Data Center Management

    IT-Verantwortliche sind beim Data Center Management mit 3 grundlegenden Herausforderungen konfrontiert: Sie sollen den Betrieb durch Automatisierung kosteneffizienter organisieren, Dienste auch bei schwankender Auslastung zuverlässig bereitstellen und auf neue geschäftliche Anforderungen schnell und flexibel eingehen.

    Das IO-Konzept von Microsoft und der Einsatz der unterschiedlichen Cloud-Ansätze unterstützen Sie dabei, Leistungs- und Kosten-Aspekte gleichermaßen zu berücksichtigen. Durch die Erweiterung des klassischen Rechenzentrums durch geeignete Cloud-Computing-Modelle können Sie die Agilität Ihrer IT steigern und gleichzeitig die Kosten reduzieren.

    Effizienter Betrieb durch Automatisierung und Virtualisierung

    Virtualisierung alleine ist nicht immer der Schlüssel zu sinkenden Kosten. Besonders dann, wenn durch unüberschaubare Landschaften virtueller Serverinstanzen auch die Komplexität und dadurch die Betriebskosten angetrieben werden. Erst durch automatisierte und zentralisierte Management-Prozesse werden im operativen Betrieb und mit Blick auf die Compliance-Anforderungen die vorhandenen Einsparpotentiale tatsächlich realisiert.


    Zuverlässige Bereitstellung von Diensten

    Die zuverlässige Bereitstellung von Diensten steht noch immer im Zentrum der IT-Aufgaben. Je heterogener die Umgebung im Rechenzentrum und je verteilter die Standorte der Ressourcen sind, desto schwieriger wird auch die Überwachung und Steuerung. IT-Verantwortliche sind deshalb darauf angewiesen, einen umfassenden operativen Blick auf alle Rechenzentrums-Aspekte zu erhalten.


    Schnelle Reaktion auf Business-Anforderungen

    Die geschäftlichen Anforderungen in heutigen Unternehmen ändern sich schnell. Und die IT muss auf diese Anforderungen genauso schnell reagieren, ohne die Kosten unkontrolliert anwachsen zu lassen. Durch den Einsatz flexibler Cloud-Technologien können Sie auch auf unerwartete Anforderungen flexibel reagieren.


    Server Management

    System Center-Lösungen sind für Rechenzentren ein einheitliches, erweiterbares Verwaltungssystem für physische und virtuelle IT-Infrastrukturen. Damit senken Sie die Kosten, verbessern die Effizienz und erhöhen die Verfügbarkeit. Bei vielen anderen Verwaltungslösungen müssen Unternehmen häufig unterschiedliche Werkzeuge und Hilfsmittel für die Verwaltung der physischen und virtuellen Systeme einsetzen. Mit System Center verwalten Sie alle Systeme mit einer zentralen Konsole.

    Zudem verwaltet System Center auch heterogene IT-Umgebungen mit Linux, Unix oder VMware-Umgebungen und bindet verschiedene, mobile Betriebssysteme in die Verwaltung ein.

    Diese umfassenden Verwaltungsmöglichkeiten gehen über lokale vor-Ort-Lösungen hinaus und eignen sich gleichermaßen gut für Private- und Public-Cloud-Umgebungen. Unternehmen profitieren daher bei allen genutzten IT-Diensten von diesen standardisierten und bewährten Verwaltungswerkzeugen.  

    Server Virtualisierung und Optimiertes Rechenzentrum


    Die Basis für Private Cloud

    Bei der Server Virtualisierung werden Hardware-ungebundene „virtuelle Maschinen“ (VMs) erstellt, die die vorhandenen Hardware-Ressourcen besser ausschöpfen. Physische Systeme werden konsolidiert, um die Verwaltungs- und Energiekosten zu reduzieren und die Verfügbarkeit zu verbessern.

    Bei der Server Virtualisierung kommt Windows Server Hyper-V zum Einsatz. Virtuelle Maschinen können nach Bedarf bereitgestellt und wie physische Systeme einheitlich verwaltet werden. Damit ist auch ein wichtiger Schritt zur Realisierung einer Private Cloud getan: der effizienten, kostengünstigen und skalierbaren Bereitstellung grundlegender IT-Dienste als Service aus der eigenen, geschützten Cloud.

    Unternehmen mit Microsoft Windows Server, Windows Server Hyper-V und Microsoft System Center sind also bereits „Cloud-Ready“: Sie können die gewohnten Microsoft-Produkte und –Technologien als Basis zur Implementierung einer Private Cloud nutzen.

    Mehr zu Server Virtualisierung als Basis für Cloud Computing

    Private Cloud und Optimiertes Rechenzentrum


    Cloud-Vorteile nutzen ohne Kontrollverlust

    Als Private Cloud wird der Einsatz von Cloud Services auf dedizierten Ressourcen bezeichnet – entweder in Ihrem eigenen Rechenzentrum oder bei Ihrem Hosting-Partner. Sie vereint Vorteile der Public Cloud wie Flexibilität und Skalierbarkeit mit den Vorteilen dedizierter Ressourcen: stärkere Kontrolle und individuelle Anpassung an Ihre Anforderungen.

    Cloud Services werden in einer Private Cloud als Infrastructure as a Service (IaaS), Platform as a Service (PaaS) und Software as a Service (SaaS) bereitgestellt: Infrastuktur-Ressourcen wie Rechenleistung oder Speicher, die Plattform oder bestimmte Software stehen als Service zur Verfügung.


    IaaS, PaaS und SaaS in einer Private Cloud

    Auf der Basis von Windows Server Hyper-V, System Center und verwandten Produkten eine Private Cloud aufgebaut werden. Dieses auch als “Hyper-V Cloud” bezeichnete Konzept ermöglicht es Ihnen, eine dedizierte Cloud-Umgebung aufzubauen und so die Bereitstellung von IT-Services im Unternehmen zu verändern.

    Mehr zur Private Cloud

    Public Cloud und Optimiertes Rechenzentrum


    Skalierbare Palette vom klassischen Computing über Private bis zur Public Cloud

    Windows Azure ist das Cloud Betriebssystem von Microsoft für die Bereitstellung und den Betrieb von Cloud Services. Auf der Windows Azure Plattform lassen sich Cloud-Anwendungen und Services sehr flexibel global, hochverfügbar und beliebig skalierbar anbieten und betreiben. Sie garantiert Offenheit gegenüber verschiedenen Programmiersprachen (.NET, PHP, Ruby, Python oder Java) und Entwicklungstools (Visual Studio oder Eclipse).

    Eine Public Cloud auf Windows Azure wird mit leistungsstarken Tools für Identity, Development und Management betrieben. Das bietet Ihnen mehr Flexibilität bei Auf-/Ausbau von und Migration zur Public Cloud.

    Im Rahmen des Modells Optimiertes Rechenzentrum erreichen Sie so eine praktisch unbegrenzte Skalierbarkeit der Palette vom klassischen Computing über Private bis zur Public Cloud. Und Sie profitieren jederzeit mit maximaler Effizienz von genau dem Technologiemix, der Ihrer Anforderungen optimal erfüllt.

    Mehr zu Microsoft Cloud Services

    IT Prozessautomatisierung und Compliance


    Qualität sichern, Kosten senken

    Für die IT Prozessautomatisierung, Compliance, Sicherheit und Kompatibilität bietet Microsoft die System Center und Forefront Produktfamilien. Die Lösungen liefern einen flexiblen und automatisierten Ansatz für die Verwaltung von IT-Diensten, Unternehmensvorgaben und Sicherheit. Dadurch steigt die Qualität der IT-Dienste in Unternehmen, während die dafür anfallenden Kosten sinken. Die mit Microsoft System Center und dem Forefront-Portfolio erhältlichen Lösungen bieten folgende, jederzeit erweiterbare Möglichkeiten:

    • Automatisierung der IT-Diensteverwaltung und Compliance-Prozesse bei gleichzeitiger Verringerung der komplexen IT-Abläufe.
    • Mehr Effizienz, geringere Fehlerhäufigkeit dank automatischer Tests, kontinuierlichen Prüfungen und Korrekturen, wodurch die IT-Kosten gesenkt werden.
    • Verbesserte Sichtbarkeit des gesamten Compliance-Prozesses. Damit werden schnelle Reaktionen auf geänderte gesetzliche Bestimmungen, angepasste Technologien, Sicherheitsvorfälle, Gefahren und Veränderungen in einem Unternehmen möglich.

    Microsoft System Center

    Microsoft System Center umfasst die Produkte Configuration Manager, Operations Manager, Virtual Machine Manager, Service Manager, Data Protection Manager und Opalis (künftig: Orchestrator). Sie unterstützen Prozessautomatisierung und Compliance-Projekte in physischen und virtuellen Rechenzentren, mit Arbeitsplatzrechnern und Endgeräten. Mit einer leistungsfähigen Partnerstruktur, einem überzeugenden Lizenzierungs-Modell und günstigen Preisen senkt der Einsatz der System Center-Produkte die Betriebskosten und steigert die Kapitalrendite.


    Microsoft Forefront

    Forefront Unified Access Gateway 2010, Forefront Threat Management Gateway 2010, Forefront Identity Manager 2010, Forefront Server Produkte zum Schutz von Exchange, SharePoint und Lync sowie Forefront Endpoint Protection bieten End-to-End-Sicherheit und dabei Zugriff auf Informationen, die sich in IT-Infrastrukturen mit Microsoft Active Directory oder in heterogenen IT-Umgebungen befinden. Als Ergänzung zu anderen Sicher-heitstechnologien von Microsoft erhöht und automatisiert Forefront den Datenschutz und erleichtert die Verwaltung und von Compliance-Prozessen.