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"Apps für Deutschland" Wettbewerb

Microsoft engagierte sich als Hauptsponsor in dem unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums des Innern ausgerichteten Wettbewerb "Apps für Deutschland". Hier wurden innovative Ideen und Anwendungen gesucht, die auf Datensätzen der öffentlichen Verwaltung beruhen. Zudem war eine Preiskategorie für die besten eingereichten Daten aus dem öffentlichen Sektor ausgelobt. Damit stellt der Wettbewerb einen entscheidenden Schritt zur praktischen Umsetzung von Open Government in Deutschland dar: Daten des öffentlichen Sektors sind einfach und besser zugänglich, und erhöhen somit nicht nur die Transparenz der Verwaltung sondern ermöglichen auch Kooperationen mit dem Bürger durch neue Formen der Beteiligung. Der "Apps für Deutschland" Wettbewerb endete mit über 300 eingereichten Datensätzen, mehr als 100 Ideen und rund 75 fertig programmierten Anwendungen. Die Gewinner werden am 6. März auf der CeBIT 2012 durch Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich mit Preisen im Gesamtwert von insgesamt 18.000 € geehrt.

Öffentliche Daten wie Informationen über die Luftqualität oder die Verwendung der Steuergelder, welche per se nicht personenbezogen sind, bergen ein enormes Potenzial für unsere Gesellschaft, um in gegenseitiger Zusammenarbeit Lebensqualität und Miteinander zu verbessern. Ihre Bereitstellung in der Cloud hilft der Verwaltung in erheblichem Umfang Kosten zu sparen. Zudem bergen öffentliche Daten ein enormes Wirtschaftspotential. So spricht zum Beispiel EU-Kommissarin Neelie Kroes von einem Wachstumsschub von 40-Mrd.-€ pro Jahr.

Ausgerichtet wurde der Wettbewerb vom Open Data Network, dem Government 2.0 Netzwerk Deutschland und der Open Knowledge Foundation. Durch Microsofts Engagement und die Zusammenarbeit mit den ausrichtenden zivilgesellschaftlichen Vereinen konnte ein entscheidender Beitrag dazu geleistet werden, Microsoft als Vordenker im zunehmend an Bedeutung gewinnenden Thema Open Government zu etablieren.

Unter den zahlreichen eingereichten Anwendungen des "Apps für Deutschland" Wettbewerbes erschienen der Redaktion des Portals für die öffentliche Verwaltung als besonders interessant und preisverdächtig:

  1. "LISA" - Windows Phone und Web-Applikation
    LISA - Lokale Information, Suche und Aggregation. Die Attraktivität einer Stadt ist eine sehr subjektive Beurteilung, die je nach Alter und Lebensumständen auf unterschiedlichen Kriterien basiert. Oft ist es schwierig, individuelle Vorstellungen mit örtlichen Gegebenheiten in Einklang zu bringen. Auch gibt es ganz unterschiedliche Gesichtspunkte, die bei der Beurteilung eine tragende Rolle spielen können. LISA ist bislang nur eine Demo, die 3 Fallbeispiele zeigt. Die Beispiele veranschaulichen, wie die fertige App Nutzern eine Entscheidungshilfe beim Umzug in eine neue Stadt sein soll. LISA ist eine Webanwendung, die Informationen über Städte und einzelne Stadtteile aus mehreren Datenquellen aggregiert und aufbereitet. Durch Anpassung von Bewertungsindikatoren (z.B. Mietspiegel, Entfernung zur Schule) kann Familie Schmidt die Suchergebnisse nach den persönlichen Vorlieben priorisieren. Da für Mutter Petra beispielsweise ein Kindergarten in der Nähe sehr wichtig ist, werden Wohnungsadressen, für die das zutrifft, zuerst angezeigt. Außerdem werden auf einer Karte alle Regionen hervorgehoben, die nach den Kriterien besonders attraktiv sind.
  2. Bibliotheken in Bremen - Windows Phone
    Die App wurde für Windows Phone 7 Smartphones entwickelt und ermöglicht es dem Nutzer sich z.B. den kürzesten Weg zu der nächsten geöffneten Bibliotheken anzeigen zu lassen. Außerdem kann er sich über die Bibliotheken und ihren Bestand informieren oder diese direkt aus der App heraus per Telefon oder E-Mail kontaktieren.
  3. "e11" - Web-Applikation
    Wir zeigen auf unserer Karte alle Kraftwerke Deutschlands und versuchen zu veranschaulichen, was passiert, wenn man z.B. in Deutschland alle Atomkraftwerke abschaltet werden!
  4. Kita Finder NRW - Web-Applikation
    Kitas können beginnend mit der Umkreissuche zum Wohnort gesucht werden, die Webapp bietet zudem eine GPS-Ortung des Standortes. Die Suchergebnisse werden aufgelistet und in Karten-Darstellung mit Standortmarkierungen für Kindertageseinrichtungen, Familienzentren und sonstige Einrichtungen angezeigt.
  5. "waswohin.info" - Web-Applikation
    Mit "waswohin.info" wird die sachgemäße Entsorgung, die Wiederverwendung und das Recycling in Deutschland einfach und angenehm. Über eine einfache Suchleiste erfährt der Benutzer wohin mit seinem Sondermüll. Dabei sollen nicht nur Altglascontainer, Wertstoffhöfe und andere Entsorgungsstellen in der Nähe berücksichtigt werden, sondern auch Stellen wie die Möbelabgabe der Diakonie, falls die Gegenstände noch benutzbar sind. Ist der gesuchte Gegenstand nicht bekannt, kann der Benutzer diesen über Fragen in eine Kategorie einordnen. Mit "waswohin.info" wird die sachgemäße Entsorgung, die Wiederverwendung und das Recycling in Deutschland einfach und angenehm.

Neben einem Ideenwettbewerb der Bremer Wirtschaftsförderung wurden von der Freien Hansestadt Bremen drei Preise in Höhe von 1000 und zweimal 500 Euro für Prototypen von Apps ausgelobt, die Bremer Daten verwenden. Insgesamt wurden 17 Beiträge eingereicht. Eine Jury bestehend aus einem Vertreter der Senatorin für Finanzen, der Wirtschaftsförderung und des Institut für Informationsmanagement bremen (ifib) hat sich einstimmig auf drei Kandidaten für diese Preise verständigt. Nominiert wurden in alphabetischer Reihenfolge die drei folgenden Apps:

  1. Bibliotheken in Bremen: Diese von Frank Luttmann für Windows 7 Smartphones entwickelte App ermöglicht es dem Nutzer, sich jederzeit den kürzesten Weg zu den gerade geöffneten Bibliotheken von den insgesamt 16 öffentlich zugänglichen Bibliotheken in Bremen anzeigen zu lassen.
  2. Nette-Toilette-Navigator: Diese für Android entwickelte App von Andreas Bruns zeigt dem Nutzer die jeweils nächsten öffentlich zugänglichen Toiletten in Bremen, von denen sich die meisten in Gaststätten befinden, mit denen die Stadt entsprechende Vereinbarungen getroffen hat.
  3. Spielplatz-App: Bernd Burhoff aus Münster hat für Mac IOS eine App entwickelt, die nicht nur amtliche Daten über öffentliche Spielplätze in Bremen anzeigt. Sondern und es Eltern zusätzlich erlaubt, Informationen über die Spielplätze hinzuzufügen. Sie kann bereits unentgeltlich aus dem Apple App-Store heruntergeladen werden.

Die Preisübergabe erfolgte durch die Senatorin für Finanzen, Karoline Linnert am Montag, dem 5. März, um 16 Uhr in Bremen. Der Bremer Preis ist auch als Spezialpreis in den Wettbewerb Apps4Deutschland eingebunden.
Hier finden Sie alle Preisträger des Wettbewerbs Apps für Deutschland auf einen Blick: http://apps4deutschland.de/preistraeger/.