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Vernetztes Lernen in der Wissensgesellschaft: Das Bündnis für Bildung (BfB) engagiert sich für eine zentrale Bildungsplattform – Interview mit Dr. Marianne Janik, Senior Director Public Sector und Mitglied der Geschäftsleitung Microsoft Deutschland

Auf der didacta 2012 wurde das Bündnis für Bildung offiziell vorgestellt. Welche Ziele verfolgt die Initiative?

Die Gründungsmitglieder haben es sich zur Aufgabe gemacht, eine nachhaltige und messbare Verbesserung von Lehr- und Lernumgebungen durch eine länderübergreifende IT-Infrastruktur zu ermöglichen. Ziel des gemeinnützigen Vereins ist es, eine zentrale Cloud-basierte Bildungsplattform zu definieren, auf die jeder Teilnehmer zu jeder Zeit und von jedem Endgerät aus zugreifen kann.

Was genau finden Lernende und Lehrende auf der zentralen Bildungscloud?

Mithilfe der Bildungscloud soll eine stetig wachsende Bildungsbibliothek entstehen. Dies wird durch eine offene Technologieplattform möglich. Die Bildungscloud stellt also aktuelle Lehr- und Lerninhalte länderübergreifend bereit. Die jeweiligen Unterrichtskonzepte lassen sich in der Schule, zuhause am PC oder von unterwegs per Smartphone oder Tablet-PC in vollem Umfang nutzen. Die Bildungscloud trägt so entscheidend zum Erfolg von IT-gestütztem Unterricht bei. Durch die Vernetzung von Lehrkräften mit Lernenden sowie den ortsunabhängigen Zugriff auf Inhalte entsteht eine richtungsweisende und perfekt aufeinander abgestimmte Lernumgebung, von der alle Beteiligten profitieren.

Welche Anforderungen muss ein zukunftsorientiertes Bildungssystem heutzutage erfüllen?

Der Erfolg unserer heutigen Wissensgesellschaft beruht auf ständiger Weiterentwicklung und Verbesserung der beruflichen Qualifikation. Ein modernes Bildungssystem muss unserer vernetzten Informationsgesellschaft Rechnung tragen und immer einen Schritt voraus sein. Wir brauchen gut ausgebildete Nachwuchskräfte mit einer hohen IT- und Medienkompetenz. Die Grundlage hierfür wird bereits in der Schule gelegt. Daher ist es wichtig, dass wir mit allen beteiligten Akteuren im Bildungswesen, also Lehrkräften, Bildungsexperten, Vertretern aus Politik und Wirtschaft, zusammen arbeiten und gemeinsam Strukturen und Inhalte definieren, die es unseren Schülern erlauben, erfolgreich zu lernen. Obwohl in vielen Schulen IT längst kein Fremdwort mehr ist, wird sie vielerorts nicht konstant in Unterricht und Verwaltung integriert. Fehlende IT-gestützte Lernkonzepte sind ein Grund dafür. Hinzu kommt, dass die Bildungshoheit bei den einzelnen Ländern liegt. Das heißt, jedes der 16 Bundesländer nutzt eigene Lehrpläne und individuelle Insellösungen. Durch die zentrale Bildungsplattform können zukünftig über regionale Grenzen hinaus IT-gestützte Unterrichtsmaterialien ausgetauscht und abgerufen werden – mit jedem internetbasierten Gerät.

Warum engagiert sich Microsoft für das Bündnis für Bildung?

IT-Kompetenz zählt zu den zentralen Schlüsselkompetenzen für den Beruf und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Gleichzeitig eröffnen moderne Informationstechnologien neue Möglichkeiten individueller Wissens-vermittlung für alle Altersgruppen. Als IT-Unternehmen versteht es Microsoft als Teil seiner Verantwortung, Bildungseinrichtungen und –Projekte mit IT-Expertise und gezielten Fördermaßnahmen zu unterstützen. Gemeinsam mit den 14 Gründungsmitgliedern des Bündnisses für Bildung möchte Microsoft dazu beitragen, die Vernetzung und den Ausbau der IT-Infrastrukturen im deutschen Bildungswesen voranzutreiben und qualitative Standards zu setzen. Auf der didacta 2012 haben wir gezeigt, wie spannend und vielfältig Lernen mit IT sein kann und welche Vorteile vernetzte Lernumgebungen haben. Dies soll nun in den Schulalltag gebracht werden.

Erhöht eine Initiative wie das Bündnis für Bildung den Innovationsgrad im deutschen Bildungssystem nachhaltig?

Eine vernetzte Informationsgesellschaft funktioniert nur dann erfolgreich, wenn die Lern- und Lehrumgebung nach denselben Regeln funktioniert – und zwar über örtliche, zeitliche und systembedingte Grenzen hinweg. Eine virtuelle Sammlung digital aufbereiteter und ständig aktualisierter Lerninhalte, die jedem Beteiligten immer und überall zur Verfügung steht, ist die notwendige Folge. Das Bündnis für Bildung engagiert sich deshalb bei der Konzeption von technologischen Verfahren für eine qualifizierte und sichere Bildungscloud und innovative Lernlösungen.

Microsoft macht sich seit Jahren für Bildung stark. Was ist das Besondere an den Förderprogrammen?

Möglichst viele Menschen sollen Zugang zu einer fundierten Bildung haben – das ist das Ziel von Microsoft. Gerade in unserer globalisierten Wissensgesellschaft ist Bildung die wichtigste Ressource unseres rohstoffarmen Landes: Wissen wird zunehmend als Wettbewerbsfaktor wahrgenommen und ist die zentrale Quelle von Produktivität und Wachstum. Lebenslanges Lernen wird somit zum wichtigsten Grundsatz für alle Berufsgruppen. Die speziellen Bildungsangebote von Microsoft starten im Kindergarten und gehen über die Grundschule bis hin zur Hochschule und zur beruflichen Weiterbildung. Alle Projekte sind dabei genau auf die Bedürfnisse der Teilnehmer zugeschnitten. Mit seiner weltweiten Initiative ‚Partners in Learning’ unterstützt Microsoft Schulen, Lehrer und Schüler beim Einsatz moderner Technologie im Unterricht. Das ‚Innovative Schools Program’ zeigt beispielsweise als Teil der Initiative ‚Partners in Learning’, wie neue Medien erfolgreich im Schulalltag eingesetzt werden können. Die Schüler werden zum selbstständigen Lernen mit Hilfe der digitalen Medien angeregt, und Schulen werden mit neuen Ideen und Netzwerken bei ihren Modernisierungsprozessen begleitet. Aktuell sind weltweit über 32.600 Schulen am ‚Innovative Schools Program’ beteiligt, davon rund 540 Schulen in Deutschland. Für uns ist dies ein wertvolles Zeichen dafür, dass unsere Hilfe gebraucht und erfolgreich angenommen wird.

Haben Sie Fragen oder Anmerkungen zu diesem Thema? Schreiben Sie uns einfach eine E-Mail an egovinfo@microsoft.com