Microsoft tritt Weltorganisation zum Schutz geistigen Eigentums (WIPO) bei

Illegale Downloads und Raubkopien schädigen die Industrie auf der ganzen Welt nachhaltig. Nach einer Studie der internationalen Industrie- und Handelskammer ICC aus dem Jahr 2011 belaufen sich die sozialen sowie wirtschaftlichen Belastungen durch Fälschungen und Softwarepiraterie bis 2015 auf weltweit rund 1,7 Billionen US-Dollar. Der Diebstahl geistigen Eigentums gefährdet damit jedes Jahr mehr als 2,5 Millionen Arbeitsplätze in den G-20-Staaten.

Sieben Millionen Internetnutzer laden illegale Daten aus dem Internet herunter

Auch in Deutschland ist die Wertschätzung vor der geistigen Leistung anderer gering. Das ist das Resultat einer aktuellen Umfrage im Auftrag des IT-Branchenverbandes BITKOM. Danach gaben 14 Prozent der deutschen Internetnutzer an, schon einmal Musik, Filme oder Software aus dem Internet heruntergeladen zu haben, ohne für die Nutzungsrechte zu bezahlen. Das entspricht sieben Millionen Bundesbürgern. Vor allem bei jüngeren Internet-Nutzern spielen Urheberrechte eine immer geringere Rolle. So hat jeder dritte Anwender von 18 bis 29 Jahren nach eigenen Angaben bereits Erfahrung mit illegalen Downloads.

Schutz von Ideen und Innovationen

Die Weltorganisation zum Schutz des geistigen Eigentums, World Intellectual Property Organization (WIPO), erinnert seit 2000 jedes Jahr am 26. April Unternehmen, Regierungen und Konsumenten daran, sich verstärkt für einen nachhaltigen Schutz von Ideen und Innovationen zu engagieren. In diesem Jahr ist Microsoft offiziell der WIPO beigetreten. "Verbraucher und Unternehmen erwarten von uns, die Risiken gefälschter Software zu reduzieren. Wir stehen dabei zu 100 Prozent auf ihrer Seite", betont David Finn, der als Associate General Counsel bei Microsoft zuständig für den weltweiten Kampf gegen die Softwarepiraterie ist. "Microsoft investiert hohe Summen in Technologie, Schulungen und Strafverfolgung, um Softwarefälschungen zu erschweren. Und wir werden uns auch weiter dafür einsetzen, den Schutz des geistigen Eigentums zu stärken - im Sinne von Endkunden und Unternehmen", so David Finn weiter.

Microsoft schützt die Anwender vor gefälschter Software

Auch die Anwender fordern Anbieter und Regierungen auf, stärker gegen Softwarepiraterie vorzugehen. Bei einer Microsoft-Umfrage aus dem vergangenen Jahr verlangten mehr als drei Viertel der Befragten, besser vor den Risiken gefälschter Software geschützt zu werden. An der Studie nahmen etwa 38.000 Kunden aus 20 Ländern teil. Drei von vier Befragten waren der Meinung, dass gefälschte Software weniger sicher sei als Originalsoftware. Sie fürchten vor allem Datenverluste, Virenattacken und Identitätsmissbrauch.

Schutz geistigen Eigentums sind der Antrieb für Fortschritt

Ein stärkerer Schutz geistigen Eigentums fördert nicht nur die Innovationskraft, er trägt auch zur Verbesserung der Lebensqualität bei. So würde nach einer Studie der Business Software Alliance bei einem Rückgang der weltweiten Piraterie um zehn Prozent in den nächsten vier Jahren das globale Wachstum um 142 Mrd. US-Dollar steigen. Auf diese Weise, schätzt der Branchenverband, könnte eine halbe Million zusätzlicher Jobs allein in der High-Tech-Industrie entstehen.