Ein neues Kompetenz-Zentrum für Technical Computing

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*Mit dem Microsoft Innovation Center Rapperswil, Technical Computing wollen wir auch kleineren und mittleren Unternehmen einen Zugang zum Technical Computing ermöglichen.*

Prof. Dr. Henrik Nordborg
HSR Hochschule für Technik Rapperswil

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Microsoft, Fujitsu und die GIB-Solutions AG gründen zusammen mit der Hochschule für Technik Rapperswil (HSR) das Microsoft® Innovation Center Rapperswil, Technical Computing.


High Performance Computing (HPC) stand bis vor Kurzem für supergrosse, superteure und superkomplizierte Computer. Mit dem Aufkommen von Clusterlösungen wurde das Hochleistungs-Computing zwar erschwinglicher, aber noch nicht wirklich einfach, denn die Linux-basierten Cluster stellten sehr hohe Anforderungen an Systembetreuer und Benutzer. Erst Microsoft® Windows® HPC Server machte HPC erschwinglich und gleichzeitig einfach. Um das grosse Potenzial des Technical Computing auf der Basis von Windows® HPC Server 2008 R2 in Wirtschaft und Wissenschaft aufzuzeigen und konkrete Unterstützung bei der Umsetzung von HPC-Lösungen zu bieten, haben Microsoft, Fujitsu und der Fujitsu-Partner GIBSolutions AG gemeinsam mit der Hochschule für Technik Rapperswil (HSR) das Microsoft Innovation Center Rapperswil, Technical Computing ins Leben gerufen.

High Performance Computing – auch Technical Computing genannt – wird überall dort eingesetzt, wo sehr hohe Rechenleistungen erforderlich sind. In der Wissenschaft für die Decodierung von Gensequenzen oder die Erarbeitung von Klimamodellen, im Ingenieurwesen für statische Berechnungen und Crashtests, in der Finanzindustrie für hochkomplexe Risikoanalysen oder in Filmstudios
für Render- und Animationsaufgaben. In der Vergangenheit wurden für solche hoch anspruchsvollen Rechenaufgaben meist teure und technisch komplexe Supercomputer eingesetzt. Technical Computing blieb damit fast ausschliesslich grossen Unternehmen und Universitäten mit entsprechenden finanziellen und personellen Ressourcen vorbehalten.

Ein neuer Ansatz: Clustering

Fortschritte in der Software-Technologie haben in den letzten Jahren das Terrain für einen neuen Ansatz beim Hochleistungs-Computing geebnet. Durch die Verbindung mehrerer handelsüblicher Server zu sogenannten Clustern und durch die orchestrierte Verteilung der einzelnen Arbeitsschritte auf die einzelnen Rechner kann zu einem Bruchteil der Anschaffungs- und Betriebskosten die Rechenleistung eines Supercomputers erreicht werden. In der Fachsprache redet man von «Commodity HPC Cluster».

Windows HPC Server 2008 R2 – das ideale HPC-Betriebssystem

Mit Windows HPC Server 2008 R2 steht ein leistungsfähiges, sehr einfach bedienbares und verwaltbares Betriebssystem zur Verfügung, mit dem Bildungseinrichtungen und Unternehmen zu günstigen Kosten eine HPCInfrastruktur errichten können. Windows HPC Server 2008 R2 ermöglicht unter anderem hochkomplexe Berechnungen und Analysen in Microsoft® Excel® 2010, indem Berechnungen parallel auf mehrere Rechner im Cluster verteilt werden. Bestehende Windows® 7 Workstations können ebenso angebunden werden, um in Zeiten geringer Auslastung für den Cluster genutzt zu werden, wie zusätzliche Rechenkapazitäten aus der Cloud (Windows ® Azure™).

Das neueMicrosoft Innovation Center Rapperswil, Technical Computing

Um die faszinierenden Möglichkeiten des Technical Computing auf der Basis von Windows HPC Server 2008 R2 in Wirtschaft und Wissenschaft aufzuzeigen und konkrete Unterstützung bei der Umsetzung von HPCLösungen zu bieten, haben Microsoft, Fujitsu und der Fujitsu-Partner GIB-Solutions AG gemeinsam mit der Hochschule für Technik Rapperswil (HSR) das Microsoft Innovation Center Rapperswil, Technical Computing ins Leben gerufen. Das Microsoft Innovation Center Rapperswil, Technical Computing (MICTC) wird Unternehmen und akademische Partner bei der praktischen Nutzung moderner Simulationsmethoden und von Hochleistungsrechnern unterstützen:
  • Physikalisches Modellieren und Validieren
  • Numerische Algorithmen
  • Parallelisierung von Software
  • Unparteiische Beratung bezüglich
  • Simulationssoftware
  • Integration von Simulationstools in die bestehende IT-Infrastruktur
  • Empfehlungen und Konfiguration von Hardware
Am Microsoft Innovation Center Rapperswil, Technical Computing werden Windows Programmierer und Spezialisten für numerische Algorithmen und paralleles Programmieren eng miteinander zusammenarbeiten. Die Studenten der HSR werden am Microsoft Innovation Center Rapperswil, Technical Computing auch neue Hardware testen. Die Zusammenarbeit mit Fujitsu stellt sicher, dass die Hochschule stets Zugang zu den neusten Entwicklungen in diesem Bereich haben wird.

Ideale Plattform für die Software-Entwicklung

Der im neuen Microsoft Innovation Center Rapperswil, Technical Computing eingesetzte Cluster auf der Basis vonWindows HPC Server 2008 R2 ist auch eine ideale Plattformfür Softwareentwicklung und Forschung in den Bereichen Computational Engineering und High Performance Computing. Hier ist die HSR dabei, anerkannte numerische Bibliotheken aus der UNIX-Welt auf Windows zu portieren und zu optimieren. Die Bibliothek PETSc des Argonne National Laboratory wurde bereits auf Windows portiert, in Microsoft® Visual Studio® 2010 integriert und auf dem Cluster installiert. Somit wird es in Zukunft einfach, parallel Windows Software für numerische Berechnungen zu entwickeln.

Leistungsfähige Cluster-Infrastruktur

Das neue Microsoft Innovation Center Rapperswil, Technical Computing bildet eine flexible Lösung, basierend auf Windows HPC Server 2008 R2. Der Cluster hat 33 Rechenknoten mit 396 Kernen und 864 GB RAM und ist im Active Directory der HSR als normaler Windows Server integriert. Somit kann von allen PCs, Workstations und Laptops aus auf den Cluster zugegriffen werden. Mit einem schnellen Infiniband-Netzwerk und einer Rechenleistung von rund 2500 Gigaflops erlaubt der Cluster numerische Simulationen in absolut ausreichender Geschwindigkeit für die Bedürfnisse kleinerer und mittlerer Unternehmen.

Diese Fallstudie dient ausschließlich Informationszwecken. MICROSOFT GIBT IN DIESER ZUSAMMENFASSUNG KEINE AUSDRÜCKLICHEN ODER STILLSCHWEIGENDEN GARANTIEN AB.
Größe des Kunden: NA
Branche: Education; Other Services; Higher Education
Land oder Region: Switzerland
Lösungen:
  • Microsoft Dynamics AX
  • Microsoft Dynamics AX 3.0
Organisationsprofil: Die HSR Hochschule für Technik Rapperswil wurde 1972 als Interkantonales Technikum Rapperswil (ITR) eröffnet. Die HSR ist in den Bereichen Technik/Informationstechnologie sowie Bau- und Planungswesen tätig und unterrichtet rund 1200 Studierende in den Bachelorstudiengängen Elektrotechnik, Erneuerbare Energien und Umwelttechnik, Informatik, Maschinentechnik | Innovation, Bauingenieurwesen, Landschaftsarchitektur und Raumplanung sowie im Masterstudiengang «Master of Science in Engineering MSE».
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