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Im Spannungsfeld zwischen Betrieb und Strategie

IT gilt in vielen Unternehmen nach wie vor als Hilfsmittel. Das Top-Management sieht sie meist noch nicht als integralen Bestandteil der Geschäftsstrategie an. Entsprechend liegt die Hauptaufgabe vieler IT-Verantwortlicher darin, einen reibungslosen, effizienten Betrieb der Computersysteme sicherzustellen. „In den Chef-Etagen wird der Beitrag der IT noch nicht genügend wahrgenommen“, stellt Christian Plath, Senior Managing Consultant bei Logica Deutschland, fest.

Damit fasst der Berater ein zentrales Ergebnis der Studie „Fit for the Future – Der CIO im Spannungsfeld zwischen Strategie und Betrieb“ zusammen. Logica hat die Untersuchung gemeinsam mit Pierre Audoin Consultants (PAC) durchgeführt. Die beiden Beratungshäuser befragten dazu 205 IT-Entscheider von Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern in Deutschland.

Laut der Studie verfolgen bislang nur die wenigsten Unternehmen eine IT-Strategie, die sich an den strategischen Herausforderungen des Geschäfts orientiert. Lediglich bei zehn Prozent der Studienteilnehmer liegt das Kernziel der IT darin, aktiv neue Geschäftsideen zu entwickeln und Geschäftsmodelle zu gestalten. Bei 79 Prozent der Befragten konzentriert sich die IT-Organisation dagegen in erster Linie auf operative Ziele wie die Senkung der Kosten oder die Steigerung der Effizienz.

Diese Rolle wird dem Beitrag, den die IT bereits heute in Unternehmen leistet, allerdings nicht gerecht. „In vielen Branchen steckt inzwischen IT in den Produkten selbst“, betont Logica-Berater Plath. „Außerdem unterstützt IT wesentliche Prozesse im Einkauf, in der Produktion, im Vertrieb und trägt auf diese Weise maßgeblich zur Wertschöpfung bei.“ Nur eine Geschäftsstrategie, die eng mit der IT-Strategie verzahnt ist, führe daher auf Dauer zum Erfolg. In wichtige unternehmerische Entscheidungen müssten IT-Verantwortliche zwingend eingebunden werden. Als Gegenbeispiel verweist der Consultant auf gescheiterte Fusionen in der Automobilindustrie: „Die verantwortlichen Manager konzentrierten sich darauf, dass die Produktionsstraßen zueinander passten, vernachlässigten dabei aber, dass die IT-Systeme nicht miteinander kompatibel waren.“

Um den Stellenwert der IT in den Unternehmen langfristig zu erhöhen, müsse ihr Beitrag zum Geschäft messbar gemacht werden, fordert Plath. Dazu seien standardisierte Kennzahlen erforderlich, die es ermöglichen, den Anteil der IT am Unternehmenserfolg nachvollziehbar zu bewerten. Auf dieser Basis lasse sich eine IT-Strategie entwickeln, die aktiv zur Umsetzung der Unternehmensstrategie beiträgt. Die Dienstleistungsbranche ist in dieser Hinsicht am weitesten fortgeschritten, wie die Studie von Logica und PAC zeigt.

Zugleich belegt die Untersuchung, dass die Mehrzahl der Unternehmen schon in Ansätzen damit begonnen hat, ihre IT-Strategie enger mit der Geschäftsstrategie zu verzahnen. Allerdings finden bei 46 Prozent der Unternehmen nur reine Abstimmungen zwischen IT und Geschäft statt. Eine kontinuierliche Messung anhand von Kennzahlen nehmen bislang nur 23 Prozent der Befragten vor. Andauernder Kostendruck, der Fokus auf operative Ziele und fehlende interne Erfahrung erschweren noch den Brückenschlag.

Die konsequente Ausrichtung der IT auf das Geschäft verändert langfristig aber die Art und Weise, wie IT-Ressourcen bereitgestellt werden. So werden Unternehmen, wie ein weiteres zentrales Ergebnis der Studie lautet, künftig verstärkt auf externe Dienstleister setzen. „Da sich Geschäftsanforderungen immer schneller verändern, muss die IT besser in der Lage sein, Ressourcen flexibel bereitzustellen“, erläutert Plath. Insbesondere die Wirtschaftskrise und der nachfolgende Boom, der in diesem Ausmaß für viele Branchen unerwartet gekommen sei, habe die Unternehmen vor Herausforderungen gestellt.

Der Untersuchung zufolge sind heute nur 30 Prozent der Befragten in ihrer IT so organisiert, dass sie flexibel auf solche Schwankungen reagieren können. Damit Ressourcen künftig nach Bedarf bereitstehen, werden sich Unternehmen immer häufiger dafür entscheiden, bestimmte IT-Services nicht mehr durch die eigene IT-Abteilung erbringen zu lassen. PAC und Logica erwarten, dass der durchschnittliche Anteil der extern erbrachten Dienstleistungen am IT-Budget von derzeit 29 Prozent in Zukunft weiter steigt. Einen wesentlichen Anteil daran werden Cloud-Services haben, prognostiziert Berater Plath. „Cloud Computing hilft Unternehmen durch das hohe Maß an Standardisierung, den Reifegrad ihrer IT zu verbessern.“

Die Studie zeigt, dass die meisten Unternehmen dem Sourcing-Prozess heute schon einen hohen Stellenwert beimessen. Allerdings steuern erst 62 Prozent der Befragten ihre Sourcing-Aktivitäten konsequent auf Basis einer ganzheitlichen Strategie.

Microsoft Dialog

Christopher Anton

Executive Engagement Program, Microsoft Enterprise Marketing

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