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Konsolidierung Wegbereiter für neue Services

Die Konsolidierung auf Exchange 2013 erleichtert die Administration und mit System Center Configuration Manager 2012 professionalisieren wir unseren IT-Betrieb.

Dr. Gerhard Hergenröder, Leiter des Regionalen Rechenzentrums Erlangen

Logo des Kunden
Land
Deutschland
Branche
Bildung
Mitarbeiter
51.000
Arbeitsplätze
ab 500 PCs
Projektdauer
entfällt

Kundenprofil

Die Friedrich Alexander Universität Erlangen-Nürnberg zählt zu den zehn größten Hochschulen in Deutschland. Rund 38.000 Studenten und 13.000 Mitarbeiter haben hier ihre wissenschaftliche Heimat in fünf Fakultäten und 24 Kliniken.

Ausgangslage

Das Regionale Rechenzentrum Erlangen musste zahllose Dienstleist-ungen für die Institute der Universität Erlangen-Nürnberg vorhalten. Die Infrastruktur war komplex geworden, der Aufwand für Administration hoch. Daher wurde eine umfassende Konsolidierung beschlossen.

Eingesetzte Software und Services

  • Microsoft Exchange Online
  • Microsoft Exchange Server
  • Microsoft Premier Support Services
  • Microsoft System Center

Lösung

Das IT-Team ersetzte zahllose E-Mail-Lösungen durch Exchange 2013. Auslaufende Betriebssysteme wurden auf zwei Linien - Windows und Linux - zurückgefahren und mit Configuration Manager 2012 lässt sich Universitäts-weit ein Basis-Client ausrollen.

Verbesserungen

Das Rechenzentrum muss nur noch das Know-how für eine E-Mail-Lösung und zwei Betriebssysteme vorhalten und spart einiges an Administration ein. Ein umfassender Campus-Lizenzvertrag treibt die Standardisierung voran, der Basis-Client hält die Rechner homogen.

Das Neue wird immer gefeiert. Geht ein Großrechner in Betrieb, lädt man den Bildungsminister ein. Leute einladen sollte man jedoch auch, wenn man alte Programme abschaltet. So sieht es jedenfalls Dr. Gerhard Hergenröder, der seit vier Jahren die IT-Infrastruktur des Regionalen Rechenzentrums Erlangen (RRZE) konsolidiert und hausintern eine „Kultur des Abschaltens“ fördert: „Gerade haben wir das letzte Stück ATM-Netz stillgelegt und gefeiert, dass wir dadurch Freiheit und Luft nach vorne bekommen.“

Zum Abschalten gab und gibt es einiges im RRZE. „Wir sind der IT-Dienstleister der Friedrich Alexander Universität Erlangen-Nürnberg und liefern den Instituten alle Dienste, die sie bestellen. Das reicht von Deployment und E-Mail bis hin zu Support“, erläutert Hergenröder. „Über die Jahre sind daraus zahllose Dienstleistungen hervorgegangen. Die Infrastruktur war komplex geworden, der Aufwand für die Administration stieg enorm.“

E-Mail kann doch jederIn dieser Situation beschloss der Leiter des RRZE, konsequent nicht genutzte Dienste wie Dial-In abzuschalten und Basisdienste ins Rechenzentrum zurückzuholen. „Nicht jeder Fachbereich muss dieselben Dienste betreiben“, erläutert Hergenröder. „Beispielsweise hatte in den 90-er Jahren fast jedes Institut begonnen, E-Mail bereitzustellen, und nun waren über 100 kleine Mail-Rechner im Einsatz sowie zahllose Versionen von Microsoft Exchange, Novell Groupwise, Mercury E-Mail oder Pegasus E-Mail-Client.“

Daher stellte das RRZE eine zentrale Maschine für die E-Mail-Verteilung bereit, damit konnten die Institute ihre Postrechner abschalten. Im nächsten Schritt bot es den Instituten Novell Groupwise als E-Mail-Client an. „Aber Novell Groupwise ließ sich damals mit keinem Handy vernünftig synchronisieren und wir hatten jede Menge Ärger“, berichtet Hergenröder. „Das ist fatal, denn will man zentralisieren, muss man etwas bieten.“

Schließlich wechselte das RRZE auf Microsoft Exchange 2013. „Exchange 2013 ist weithin bekannt, es funktioniert einfach und bezieht alle mobilen Geräte bis hin zum iPhone ein“, berichtet Hergenröder. „Sobald jemand einen Termin verschiebt, wird dieser über Institutionen hinweg synchronisiert. Das war für die Universität ein Aha-Erlebnis, ich hab noch nie so viele positive Rückmeldungen bekommen.“
Bild zum Text des Kunden

Dr. Gerhard Hergenröder leitet seit 2000 das Regionale Rechenzentrum Erlangen.


Mittlerweile sind mehr als 5.000 Exchange-Konten für die Mitarbeiter aktiv. Lohn der Konsolidierung: „Heute muss ich nur noch das Know-how für eine E-Mail-Lösung vorhalten und das spart einiges an Administration ein.“ Diesen Nutzen will das RRZE in Form einer Community Cloud an befreundete Hochschulen und Institute weitergeben.

Starke Infrastruktur erleichtert KonsolidierungUm die Zentralisierung effizient umsetzen zu können, hat das RRZE auch in seine Infrastruktur investiert. So wurde Microsoft System Center 2012 Configuration Manager eingeführt, um neue Lösungen effizient und flächendenkend bereitstellen zu können. „Früher musste ein Techniker von PC zu PC laufen, um Software zu installieren“, erläutert Hergenröder. „Seit Ende 2013 bestücken wir mit Configuration Manager 2012 zum Beispiel die Rechner in unseren Pool-Räumen. Da sich die Universität auf 250 Gebäude in fünf Städten verteilt, sparen wir dadurch enorm an Zeit.“

Das IT-Team hat in Configuration Manager 2012 ein Basis-Image mit den Microsoft-Standardpaketen gebaut und ergänzt dieses etwa mit der Statistik-Software SPSS für die Geisteswissenschaften. Weitere Programme installieren die Fachbereiche dann nach Bedarf selbst. „Damit halten wir diese Rechner homogen und sind sehr flexibel“, berichtet Hergenröder. „Im wirtschafts-wissenschaftlichen Bereich beispielsweise werden am Wochenende oft Kurse mit Planspielen abgehalten, die wir konfigurieren müssen. Sonntagnacht reicht dann ein Knopfdruck, um den alten Zustand einzuspielen.“

Alles in einem VertragGrundlage für diese Konsolidierung ist ein einziger Vertrag. „Unsere Lizenzierung basiert auf einem umfassenden Campus-Vertrag zusammen mit Core Server Platform, einer Art Server-Flatrate“, erzählt Hergenröder. „Damit haben wir kein Klein-Klein, sondern alles in einem globalen Vertrag. Das unterstützt uns bei der Standardisierung und hilft uns, die Compliance zu sichern.“ Somit kann auch jeder Mitarbeiter der Uni den Education Desktop nutzen, der unter anderem Office Professional Plus

und Windows Upgrade sowie Virtual Desktop Acccess umfasst.

Um den Client weiter zu vereinfachen, bezieht das Konsolidierungsprojekt ebenso die Betriebssysteme ein. Auch in diesem Bereich kamen wie bei den E-Mail-Systemen über die Jahre verschiedenste Lösungen zum Einsatz. Geplant ist nun, auslaufende Systeme zu ersetzen und sich am Ende auf zwei Linien zu konzentrieren: „Wir haben 2011 begonnen, Novell, Solaris und diverse Unix-Derivate abzulösen und auf Windows und Linux zurückfahren“, erläutert Hergenröder. „Das setzt Kapazitäten für die Administration frei und dann werden wir hoffentlich in ein oder zwei Jahren feiern, dass wir kein Novell mehr benötigen.“