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Moderne IT-Arbeitsplätze für die Landespolizei

Die sehr gute Zusammenarbeit mit Microsoft trug maßgeblich dazu bei, dass die Umstellung auf das neue System so reibungslos verlief.

Burkhard Kölzsch, Projektmanager/Mitarbeiter im Dezernat Infrastruktur des LPBK Mecklenburg-Vorpommern

Logo des Kunden
Land
Mecklenburg-Vorpommern
Branche
Öffentlicher Sektor
Mitarbeiter
5.500
Arbeitsplätze
ab 500 PCs
Projektdauer
14 Monate

Kundenprofil

Das Landesamt für zentrale Aufgaben und Technik der Polizei, Brand- und Katastrophenschutz (LPBK) ist zentraler Dienstleister der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern und unter anderem für den Betrieb des Landes-Polizei-Informationssystem (LAPIS) zuständig.

Ausgangslage

In den Polizeidienststellen in Mecklenburg-Vorpommern wurde seit 2003 als Standard-Client-Betriebssystem Microsoft Windows XP 32-Bit und Microsoft Office 2007 als Bürosoftware eingesetzt.

Eingesetzte Software und Services

  • Microsoft Application Virtualization
  • Microsoft Consulting Services
  • Microsoft Office
  • Microsoft System Center
  • Microsoft Windows 7

Lösung

Im Zuge des Modernisierungsprojektes NEPAL (Neuer polizeilicher Arbeitsplatz der Landespolizei) wurden die Client-Systeme in enger Zusammenarbeit mit Microsoft Consulting auf Windows 7 64-Bit und Microsoft Office 2010 umgestellt.

Verbesserungen

Der neue 64-Bit Standard-Client läuft wesentlich stabiler als das vorherige System. Mehrere Sprachpakete (Polnisch, Russisch und Englisch) kommen zum Einsatz. Alle Polizei-Notebooks wurden zusätzlich mit Microsoft BitLocker verschlüsselt.

Das Landesamt für zentrale Aufgaben und Technik der Polizei, Brand- und Katastrophenschutz Mecklenburg-Vorpommern (LPBK) versorgt rund 5.500 Mitarbeiter der Landespolizei mit IT-Technik und setzt dazu seit Jahren auf Lösungen der Firma Microsoft. Bereits 2008 migrierte das in Schwerin ansässige LPBK seine rund 150 Server in enger Zusammenarbeit mit Microsoft Consulting auf Microsoft Windows Server 2008 und begann mit Microsoft Hyper-V eine Virtualisierungsstrategie. Dadurch sparte das Land Rechenzentrums-kapazitäten, verringerte seinen Administrations-aufwand und kann schnell auf neue Anforderungen reagieren. Es wurde ein hochverfügbarer Hyper-V Cluster aufgebaut.

Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen dem LPBK und Microsoft Consulting fand Mitte 2011 ihre Fortsetzung auf Client-Seite, als im LPBK das Modernisierungsprojekt „Neuer polizeilicher Arbeits-platz der Landespolizei“ (NEPAL) gestartet wurde. „Bei NEPAL ging es darum, die Arbeitsplatzrechner und Notebooks im Landes-Polizei-Informationssystem (LAPIS) der Polizeimitarbeiter flächendeckend von Windows XP 32 Bit auf die 64-Bit-Version von Windows 7 zu migrieren”, erklärt Burkhard Kölzsch, zuständiger Projektleiter beim LPBK. Dazu musste ein neues Standard-Image für die Polizeirechner erstellt und mit Microsoft System Center Configuration Manager 2007 R3 ausgerollt werden. Das Image sollte auch Microsoft Office 2010 Professional und aktuelle Versionen verschiedener anderer notweniger Standardsoftware enthalten.

Den Auftrag für die Umsetzung erhielt der Landes-dienstleister für die Polizei Mecklenburg-Vorpommern, das Datenverarbeitungszentrum Mecklenburg-Vorpommern (DVZ). „Nicht nur die Testumgebung für NEPAL war direkt bei uns vor Ort, sondern auch ein Großteil der für die Migration zuständigen DVZ-Kollegen. „Joachim Oberhauser, Berater für IT-Architektur und zuständig für die Qualitätssicherung im Umsetzungsprojekt, war an drei Tagen pro Wochen anwesend, um uns zu beraten”, beschreibt Herr Kölzsch die Konstellation. So waren die Entscheidungs-wege kurz. Alle Beteiligten lobten die dadurch gelebte sehr gute Kommunikation.

Das Dreiergespann aus LPBK, DVZ und Microsoft Consulting musste die vielschichtigen Abläufe und Anhängigkeiten im Projekt NEPAL exakt planen, da über 3.400 Clients an 70 Standorten auf Windows 7 umzustellen waren. Die Notebookumstellung wurde so vorbereitet, dass die Umstellung selbstständig durch die Servicepunkte des LPBK realisiert werden können. Die zentrale Umstellung wurde auf Grund fachlicher Abhängigkeiten auf maximal vier Wochen festgelegt. So konnten die Auswirkungen auf die polizeiliche Arbeit gering gehalten werden.
Bild zum Text des Kunden

Luftaufnahme des Gebäudes


Die größte Herausforderung lag darin, die Lauf-fähigkeit aller 102 Anwendungen der Landespolizei unter Windows 7 sicherzustellen. Das betraf insbesondere die drei Hauptanwendungen der Polizei Mecklenburg-Vorpommern, den elektronischen Vorgangsassistenten (EVA), das Täterlichtbild System (TLBS) und das System Polizeiliche Information und Auswertungen (PIA). „Zudem fehlten dem LPBK die Zugriffsrechte für einige Sonderapplikationen“, berichtet Kölzsch. „In solchen Fällen mussten wir beispielsweise sehr eng mit dem Landeskriminalamt zusammenarbeiten.“ Joachim Oberhauser ergänzt: „Neben der Überführung der Anwendungslandschaft war die Sicherstellung der Dokumentenkompatibilität wie auch die Funktionsfähigkeit der neu definierten Peripherielandschaft ein Schwerpunkt im Projekt. So konnten wir mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen!“

Im Juni 2012 startete das LPBK eine rund sechs-wöchige Pilotphase, um die Lauffähigkeit der 102 Anwendungen zu testen. Dazu bestückte man in kleineren Polizeidienststellen im Umkreis von Schwerin die Hälfte der Rechner mit dem neuen Betriebssystem-Image. Während der Testphase gab es mit der Projektleitung rege Kommunikation über das Für und Wider zum neuen System. Vorbehalte konnten dadurch frühzeitig abgebaut werden. Im Anschluss daran erstellte das Team um Herrn Kölzsch den finalen Client und begann im August 2012 mit dem Rollout.

Die Umstellung erfolgte je nach Verfügbarkeit der einzelnen Dienststellen. „Wir mussten lediglich sicherstellen, dass alle PCs eingeschaltet waren. Alles Weitere hat der Microsoft Configuration Manager übernommen”, erklärt Burkhard Kölzsch das Prozedere. Parallel zur Clientmigration wurde auch die Serverlandschaft von Windows Server 2008 auf Windows Server 2008 R2 angehoben. Im September 2012 war die Umstellung pünktlich abge-schlossen und lief bis auf einige wenige Hardware-Defekte oder Zugangsprobleme reibungslos ab. Um den Mitarbeitern die Arbeit mit dem neuen System zu vereinfachen, wurden multimediale Schulungs-unterlagen im Intranet der Landespolizei bereitgestellt.

Seit der Umstellung auf das neue Client- und Serversystem arbeiten alle Mitarbeiter der Landespolizei auf der modernsten Client-Server-Plattform, die der Polizei bundesweit zur Verfügung steht. Burkhard Kölzsch verbucht NEPAL als vollen Erfolg: „Wir konnten unsere PC-Landschaft durch das Update auf ein 64-Bit-System flächendeckend modernisieren. Der neue Windows-7-Client mit Microsoft Office 2010 läuft deutlich stabiler als das alte System.“ Der neue Arbeitsplatz enthält zudem Microsoft Lync, dessen Präsenzinformationen und Messenger-Funktionen oft von den Mitarbeitern genutzt werden und den einen oder anderen Mail-Wechsel überflüssig machen.