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Windows Azure im Dienste der Verkehrssicherheit

Windows Azure bietet uns einen agilen und hochverfügbaren Betrieb und wir können die Services auf Knopfdruck unserem Bedarf anpassen.

Josua Stiegler, Verlagsleiter Verlag Heinrich Vogel

Logo des Kunden
Land
Deutschland
Branche
Medien und Kultur
Mitarbeiter
140000
Arbeitsplätze
ab 500 PCs
Projektdauer
6 Monate

Kundenprofil

Der Verlag Heinrich Vogel ist ein führender Anbieter für B2B-Fachinformationen rund um Automotive, Verkehr und Logistik. Zudem ist er Marktführer im Spezialsegment Fahrschule und Hauptlieferant von Print- und elektronischen Medien zur Vorbereitung auf die theoretische Prüfung.

Ausgangslage

Der Verlag Heinrich Vogel betreibt eine innovative Online-Plattform, wo sich seit 2008 1 Million Fahrschüler angemeldet haben. Für dieses Angebot suchte der Verlag eine leistungsfähige Plattform, auf der sich Ressourcen schnell hinzuschalten lassen.

Eingesetzte Software und Services

  • Microsoft SQL Azure
  • Microsoft Windows Azure

Lösung

Das IT-Team entschied, den Betrieb der Website auf Windows Azure auszulagern. Das Frontend wird in Windows Azure Compute als Web Role gehostet, für die Microsoft SQL-Datenbank kommt Windows Azure SQL Database zum Einsatz.

Verbesserungen

Das IT-Team muss die Webplattform nicht selbst verwalten und kann Instanzen bedarfsgerecht ein- und ausschalten. Bezahlt wird nur nach Nutzung. Die Georedundanz sichert die Daten und die Windows Azure Media Services sorgen für ein leistungsfähiges Streaming der Videos.

Wer hierzulande den Führerschein macht, lernt die Theorie wahrscheinlich mit einem Medium aus dem Heinrich Vogel Verlag – mehr als 60 Prozent der Unterrichtsmaterialien für Fahrschulen stammen von dem Münchner Unternehmen. „Darüber hinaus bekommen Fahrschulen von uns alles, was sie brauchen – bis auf das Fahrzeug“, erläutert David Selendic, Marketing-Leiter Verlag Heinrich Vogel. „Das reicht vom Dachschild und Außenspiegel über Möbel und Rechner bis hin zur Verwaltungs-software.“

Alle Angebote zielen auf eine professionelle Ausbildung, die mehr Verkehrssicherheit schaffen soll – ganz nach dem Vorbild des Gründers Heinrich Vogel, der bereits 1950 die Verkehrswacht in Bayern gegründet und einen Schülerlotsendienst initiiert hat. „So haben wir auf www.fahren-lernen.de mit „Fahren Lernen Max“ eines der fortschrittlichsten Online-Trainings aufgebaut“, erläutert Selendic. „Die Aufgaben skalieren von leicht nach schwierig und Fragen, die falsch beantwortet wurden, mischt das System immer wieder unter.“

Fahrschulen und Fahrschüler besser vernetztHinter dem Webangebot steckt System: Hat der Fahrschüler geübt, schickt die Webseite die Ergebnisse an die Verwaltungslösung seiner Fahrschule. Diese bereitet die Daten so in Statistiken auf, dass die Fahrlehrer sehen, wie weit ihre Schüler sind und welche Punkte sie im theoretischen Fahrschulunterricht verstärkt unterrichten sollten. Selendic: „Das Training bieten wir auch als mobile App mit Animation und seit Juli 2008 haben sich über eine Million Fahrschüler angemeldet.“

Diese intensive Nutzung erfordert einige Ressourcen. „Im Backend der Website arbeitet eine Microsoft SQL-Datenbank, die in Containern die Übungsdaten der Nutzer speichert“, erklärt Theo Rudholzner, Abteil-ungsleiter Technik im Verlag Heinrich Vogel. „Diese Daten müssen wir stets performant verfügbar halten, Flexibilität und Skalierbarkeit sind enorm wichtig.“

Da sich die IT-Abteilung mehr auf geschäftliche Innovationen als auf den Betrieb von Infrastruktur konzentrieren soll, beschloss Rudholzner, sich mehrere Cloud-Lösungen anzusehen und zu evaluieren. „Das Angebot von Microsoft überzeugte uns schließlich, da Windows Azure einen agilen und hochverfügbaren Betrieb mit klar definierten SLAs sicherstellt und auch unsere Datenbank mitsamt der darunter liegenden Infrastruktur einbezieht“, erläutert Rudholzner. Daher wurde beschlossen, die Website mitsamt Infrastruktur nach Windows Azure umzuziehen.
Bild zum Text des Kunden

Mit „Fahren Lernen Max“ können sich Fahrschüler am PC auf die Prüfung vorbereiten.


Das Frontend der Lernplattform besteht aus einem Flash-Client der auf einen ASMX-Service, also klassischen SOAP-Webservices zugreift. Die Services werden künftig in Windows Azure Compute als Web Role gehostet werden. Azure hält automatisch genügend Instanzen an virtuellen Maschinen bereit und Microsoft ist für Administration und Pflege des Betriebssystems zuständig. Auch die SQL-Daten-bank wird unter Windows Azure betrieben. „Durch den Windows Azure-Datenbankservice erhalten wir die gesamte darunter liegenden Infrastruktur als PaaS-Angebot“, sagt Rudholzner. „So nutzen wir immer die aktuelle Version von Windows Azure SQL Database, ohne uns um Betrieb oder Updates kümmern zu müssen.“

Die Migration startete mit dem österreichischen Portal. Dabei zeigte sich, dass die Seite, die für die On-Premise-Nutzung programmiert war, die Sessions am Backend nicht sauber auf mehrere Maschinen verteilen konnte. „Microsoft empfahl uns den Windows Azure Cache“, erläutert Rudholzner. „Hier teilen wir einen Prozentsatz des Arbeits-speichers, den wir für die Anwendungsrollen erhalten, dem Caching zu. Somit ist dieser Cache bereits im Preis enthalten.“

Nun läuft das Portal www.steigein-online.at ein-wandfrei in Österreich. „Heute kann ich per Knopfdruck einen Web- oder einen Datenbank-Server hinzubuchen“, erörtert Rudholzner. Das IT-Team nutzt dabei die Azure-Funktion AutoScale, die Anwendungen automatisch und dynamisch skaliert und mit Beginn eines neuen Tages auto-matisch wieder runterskaliert. Das sichert die Verfügbarkeit und optimiert die Kosten. „Unsere Berechnung zeigt: Betrachtet man die Gesamt-kosten, ist Azure günstiger als eine On-Premise-Lösung“, bestätigt Rudholzner.

Darüber hinaus kommen die Windows Azure Media Services zum Einsatz. Diese codieren die Videos des Lernsystems in jedes Format für verschiedene Gerätetypen und streamen sie. Das erspart einen

weiteren Arbeitsschritt und die IT kann den Server für Videoencodierung ablösen. „Wir nutzen das Streaming auch für unsere App und messen eine sehr gute Performance auf den Endgeräten“, berichtet Rudholzner.

Wichtig war Stiegler die Georedundanz. Die Daten werden stets in ein Rechenzentrum in einer anderen Region repliziert, um im Falle einer Störung aus-weichen zu können.

„Mit dieser Windows Azure-Plattform sind wir gut gerüstet. Wir migrieren gerade die ersten der aktuell drei Millionen Lernstatus-Container in den Blob Storage von Windows Azure, der große Binärdateien sicher und hochverfügbar vorhält“, erzählt Rudholzner. „Dann folgen die Services und mit dem Relaunch schließlich das Frontend der neuen Website, die im Februar 2014 online gehen soll.“