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Einführung in die Produktlizenzierung

Das Microsoft-Produktportfolio ist umfangreich. Neben Desktop-Anwendungen wie Office und Desktop-Betriebssystemen wie Windows bietet Microsoft eine große Anzahl an Serverlösungen. Diese Vielzahl an Softwareprodukten, mit unterschiedlichen Einsatzszenarien, erfordert pro Produkt ein dem Nutzungszweck entsprechendes Lizenzmodell.

Die Microsoft-Softwareprodukte lassen sich in neun (9) verschiedene Lizenzmodellkategorien einteilen. Produkte, die bei einer Softwarelösung häufig gemeinsam eingesetzt werden, unterliegen in der Regel dem gleichen beziehungsweise einem vergleichbaren Lizenzmodell.

Umfassende und verbindliche Informationen zur Produktlizenzierung können Sie immer den Produktbenutzungsrechten (Product Use Rights; PUR), den Bestimmungen für Onlinedienste (OST) und der Produktliste entnehmen, die fester Bestandteil aller Volumenlizenzverträge sind und diese ergänzen. Diese drei zentralen Dokumente sind für alle Volumenlizenzprogramme weltweit identisch und in deutscher Sprache verfügbar.

Neun Lizenzmodelle: Erfahren Sie mehr über die Lizenzmodelle von Microsoft

Desktop-Anwendungen: pro Gerät

Jedes Gerät, von welchem aus Sie die Software nutzen — entweder lokal, remote oder über ein Netzwerk, muss für die spezifische Desktop-Anwendung lizenziert sein.

Die Volumenlizenz der Desktop-Anwendungen berechtigt Sie zusätzlich, eine beliebige Anzahl von Kopien und jegliche frühere Version der Software auf dem Gerät zu installieren beziehungsweise weitere Kopien auf einem Netzwerkserver für den Zugriff durch das lizenzierte Gerät (remote oder via VDI) bereitzustellen.

Desktop-Betriebssystem: pro Kopie & pro Gerät

Sofern Sie für das Windows Enterprise Software Assurance erwerben, erhalten Sie damit das Recht vier weitere Kopien oder Instanzen während der Laufzeit Ihrer Software Assurance auf dem Gerät virtuell einzusetzen und zu nutzen.

Erfahren Sie mehr zu den flexiblen Nutzungsrechten durch Software Assurance für das Windows Desktop-Betriebssystem .

Developer Tools: pro Nutzer

Jeder Nutzer, dem Sie den Zugriff auf die Software oder deren Verwendung erlauben, muss über eine Lizenz für die entsprechenden Developer Tools verfügen. Der lizenzierte Nutzer ist damit berechtigt, eine beliebige Anzahl von Kopien auf einer beliebigen Anzahl von Geräten zu installieren. Es muss sich hierbei um Geräte handeln, die er dazu nutzt, um Programme zu entwerfen, zu entwickeln, zu testen und vorzuführen. Nur lizenzierte Nutzer sind berechtigt, auf die auf diesen Geräten installierte Software zuzugreifen.

Online Services: Nutzer-Abonnementlizenz oder Add-on-Abonnementlizenz

Lizenzen für Microsoft Online Services bieten den lizenzierten Nutzern beziehungsweise Geräten den Zugriff auf den von Microsoft gehosteten Service. Die Lizenzierung nach diesem Modell besteht in einem oder mehreren der folgenden Lizenztypen:

  • Nutzer-Abonnementlizenz (Nutzer-AL): Bei Angeboten, die diese Lizenztypen beinhalten, werden Nutzer-ALs für jeden Nutzer benötigt, der auf die Onlinedienste zugreift
  • Geräte-Abonnementlizenz (Nutzer-AL): Bei Angeboten, die diese Lizenztypen beinhalten, werden Geräte-ALs für jeden Nutzer benötigt, das auf die Onlinedienste zugreift.
  • Dienst-Abonnementlizenz (Dienst-AL): Bei Angeboten dieses Lizenztyps bezieht sich die Lizenz auf die Nutzung der Onlinedienste durch die gesamte Organisation. Nutzer-, Geräte- oder Add-On-ALs sind möglicherweise je nach Dienstangebot ebenfalls erforderlich.
  • Add-On-Abonnementlizenz (Add-on-AL): Diese Lizenz wird manchmal an Stelle von Nutzer-ALs, Geräte-ALs und Dienst-ALs oder zusätzlich dazu genutzt. Ihr Zweck ist unterschiedlich. Sie kann beispielsweise für eine spezifische Anzahl von verbrauchten Einheiten, wie die Gigabytes Speicherplatz, oder für einen einzelnen Server gelten, auf den externe Nutzer zugreifen. Add-On-Abonnementlizenzen sind nicht immer erforderlich.

Serverbetriebssysteme: Prozessor/CAL (Prozessorlizenz + CAL + optionaler externer Connector)

Bei Windows Server-Betriebssystemen müssen Sie die physischen Prozessoren eines Servers, auf welchem Sie Instanzen der Serversoftware ausführen, lizenzieren.

Für zwei physische Prozessoren auf dem Server ist jeweils eine Lizenz erforderlich. Sofern in den Produktbenutzungsrechten nichts anderes beschrieben ist, benötigen alle Server-Betriebssystem-Produkte eine Zugriffslizenz (Client Access License, CAL) für alle Nutzer oder Geräte, die auf die Serversoftware zugreifen. Es gibt zwei Typen von CALs: Geräte-CALs und Nutzer-CALs. Sie können zwischen den beiden Lizenztypen wählen, die Wahl muss jedoch zum Zeitpunkt des Lizenzerwerbs oder der Verlängerung von Software Assurance feststehen.

  • Geräte-CAL: Eine Geräte-CAL lizenziert ein spezifisches Gerät für die Verwendung durch eine Vielzahl von Nutzern, die über dieses Gerät auf Instanzen der Serversoftware zugreifen können.
  • Nutzer-CAL: Eine Nutzer-CAL berechtigt einen bestimmten Nutzer zur einer Vielzahl von Geräten, um damit auf Instanzen der Serversoftware zuzugreifen.

CALs sind versions- und funktionsspezifisch. Ihre Version muss die gleiche oder eine spätere als die Version der Serversoftware sein, auf die zugegriffen wird.

Die CALs eines Kunden erlauben den Zugriff auf Server, die von diesem Kunden oder seinem verbundenen Unternehmen (gemäß der Definition in dem Lizenzvertrag des Kunden) lizenziert wurden. Sie gestatten nicht den Zugriff auf Server, die von einer anderen Institution lizenziert wurden.

Management-Server: Management-Lizenz

Sie müssen jedem Gerät beziehungsweise Server, welcher durch System Center 2012 verwaltet wird, eine Management-Lizenz zuweisen. Diese beinhaltet bereits das Nutzungsrecht der Server-Management-Software.

Management-Lizenzen sind in zwei Varianten verfügbar:

  • Server-Management-Lizenz sowie
  • Client-Management-Lizenz.

Serveranwendungen: Serverlizenz + Client Access License, CAL

Die meisten Server-Anwendungen wie SharePoint Server 2013 oder Exchange Server 2013 werden im Server/CAL-Lizenzmodell lizenziert.

Hierbei müssen Sie jedem Server, auf welchem die Server Software ausgeführt wird, eine Serverlizenz zuweisen. Sie sind berechtigt, diese Instanz auf diesem Server in einer physischen oder virtuellen Betriebssystemumgebung auszuführen.

Für Nutzer oder Geräte, die auf eine Instanz der Serversoftware zugreifen müssen Sie sogenannte Zugriffslizenzen (Client Access License, CAL) erwerben. Diese sind in zwei Kategorien verfügbar: Geräte-CALs und Nutzer-CALs.

Sie können zwischen diesen beiden Varianten wählen, die Wahl muss jedoch zum Zeitpunkt des Lizenzerwerbs oder der Verlängerung von Software Assurance feststehen.

  • Geräte-CAL: Eine Geräte-CAL lizenziert ein spezifisches Gerät für die Verwendung durch eine Vielzahl von Nutzern, die über dieses Gerät auf Instanzen der Serversoftware zugreifen können.
  • Nutzer-CAL: Eine Nutzer-CAL berechtigt einen bestimmten Nutzer zur einen Vielzahl von Geräten, um damit auf Instanzen der Serversoftware zuzugreifen.

CALs sind versions- und funktionsspezifisch. Ihre Version muss die gleiche oder eine spätere als die Version der Serversoftware sein, auf die zugegriffen wird.

Eine CAL erlaubt den Zugriff auf Server, die von Ihnen oder einem Ihrer verbundenen Unternehmen (gemäß der Definition in Ihrem Lizenzvertrag) lizenziert wurden. Sie gestatten nicht den Zugriff auf Server, die von einer anderen Institution lizenziert wurden.

Sie sind berechtigt, Netzwerk-Architekturen zu verwenden, die Hardware oder Software für die Reduzierung der Anzahl von Geräten oder Nutzern einsetzen, die direkt auf die Software auf einem Server zugreifen. Dies wird als Multiplexing oder Pooling bezeichnet. Mittels Multiplexing und Pooling wird zwar die Anzahl der direkten Zugriffe reduziert, nicht aber die Anzahl der erforderlichen CALs. Eine CAL wird für alle Geräte oder Nutzer benötigt, die an die Multiplexing-/Pooling-Front-End-Software oder Hardware angeschlossen sind.

Werden Anwendungsserver, die im Server/CAL-Lizenzmodell lizenziert werden, in einem Internet- bzw. Extranetszenario eingesetzt, so sind für externe Nutzer keine CALs erforderlich.

Externe Nutzer sind Nutzer, die weder Angestellte von Ihnen oder Ihren verbundenen Unternehmen sind noch Vertragspartner oder Erfüllungsgehilfen vor Ort von Ihnen oder Ihren verbundenen Unternehmen.

Server: pro Core (Core-Lizenz)

SQL Server Enterprise sowie SQL Server Standard 2014 werden pro Core lizenziert.

Sie sind hierbei berechtigt, entweder nach physischen Cores auf einem Server oder nach einzelner virtueller Betriebssystemumgebungen zu lizenzieren.

Im Falle der Lizenzierung nach physischen Cores entspricht die Anzahl der erforderlichen Lizenzen der Anzahl physischer Cores auf dem lizenzierten Server multipliziert mit dem anwendbaren Core-Faktor

Im Falle der Lizenzierung nach einzelner virtueller Betriebssystemumgebungen entspricht die Anzahl der erforderlichen Lizenzen der Anzahl von virtuellen Cores in jeder virtuellen Betriebssystemumgebung, in der Sie die Serversoftware Ausführen, unter Berücksichtigung einer Mindestanforderung von vier Lizenzen pro Virtueller OSE.

Server: Spezialserver (Serverlizenz)

Im Falle von Spezialservern, wie beispielsweise Windows Server 2012 Essentials, Groove Server 2010 oder Microsoft Dynamics CRM Workgroup Server 2011 müssen Sie jede Lizenz einem einzelnen Server zuweisen. Sie sind damit berechtigt, für jede Lizenz eine ausgeführte Instanz der Serversoftware auf dem lizenzierten Server entweder in einer physischen oder in einer virtuellen Betriebssystemumgebung auszuführen.

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Weitere Links & Ressourcen:

  • Factsheet Produktlizenzierung

    Mit diesem Factsheet verschaffen Sie sich einen kurzen Überblick über die Microsoft-Produktlizenzierung.

  • Produktbenutzungsrechte

    Die Produktbenutzungsrechte (Product Use Rights, PUR) legen fest, wie Microsoft Software-Produkte, die unter einem Volumenlizenzvertrag erworben wurden, eingesetzt und genutzt werden dürfen.

  • Online Services Terms (OST)

    Die OST enthalten Bestimmungen, die für die Nutzung von Onlinediensten durch den Kunden, gelten.

  • Produktliste

    Sichten Sie die monatlich erscheinenden Informationen zu aktueller Produktverfügbarkeit, -einstellungen, Angeboten, Migrationspfaden und Software Assurance Services.

  • Video zur Microsoft Produktlizenzierung

    Im 13-minütigen Video erklären wir die Microsoft Produktlizenzierung im Rahmen der Volumenlizenzierung.

  • Video zu Dokumenten der Volumenlizenzierung

    Erfahren Sie im Video mehr über die Dokumente die Microsoft im Rahmen der Volumenlizenzierung zur Verfügung stellt.

  • Produktsuche (engl.)

    Sie suchen die Nutzungsrechte für ein bestimmtes Produkt? Wählen Sie Ihr Produkt und erhalten Sie die Lizenzbedingungen, -konditionen und zusätzliche Informationen.

  • Häufig gestellte Fragen zur Produktlizenzierung

    Lesen Sie die meistgestellten Fragen zur Produktlizenzierung, die unser Microsoft-Support-Team erreicht haben.