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SQL Server 2012-Lizenzierung

SQL Server 2012-Editionen werden entweder nach dem Pro-Core- oder dem Server/Client Access License (CAL)-Lizenzmodell lizenziert. Grundsätzlich haben Sie die Wahl zwischen den drei Haupteditionen Standard, Enterprise, Business Intelligence:

Drei Haupteditionen

Lizenzmodelle

 

Server + Client Access License (CAL)

Core-Lizenzmodell

Enterprise

 

Business Intelligence

 

Standard

 

Serverlizenz

Für jede Serversoftwarelizenz, die Sie einem Server zuweisen, sind Sie berechtigt, gleichzeitig eine beliebige Anzahl von Instanzen der Serversoftware in einer physischen oder virtuellen Betriebssystemumgebung (Operation System Environment; OSE) auf dem lizenzierten Server auszuführen.

Zugriffslizenz (Client Access License, CAL)

SQL SErver 2012 CAL

Die Enterprise und die Standard Edition des SQL Server 2012 sind im Core-Lizenzmodell verfügbar.

Im Falle der Core-Lizenzierung müssen alle Cores des Servers lizenziert werden, mindestens jedoch vier (4) Cores pro physischen Prozessor des Servers. Zugriffe der einzelnen Nutzer bzw. Geräte müssen nicht extra lizenziert werden.

SQL Server 2012-Lizenzierung

Migration für Software Assurance-Kunden in das neue SQL Server 2012-Lizenzmodell

Kunden, die SQL Enterprise oder Datacenter Server 2008 R2 zum Zeitpunkt der Verfügbarkeit von SQL Server 2012 mit aktiver Software Assurance lizenziert haben, erhalten pro Prozessorlizenz, die folgende Anzahl an Core-Lizenzen.

Kunde hat

Kunde erhält

Standard Server/CAL

Standard Server/CAL

Enterprise Server/CAL

Enterprise Server/CAL
(Achtung: Das Lizenzmodell ist nur im Rahmen einer Software Assurance Erneuerung weiterführbar und auf Server mit maximal 20 Cores beschränkt)

Enterprise Server Prozessor

Enterprise Server Core-basierend
Anzahl der zum Vertragsende genutzten Cores, mindestens jedoch 4 Cores

Datacenter Server Prozessor

Enterprise Server Core-basierend
Anzahl der zum Vertragsende genutzten Enterprise Server Cores, mindestens jedoch 8 Cores

Was ist Multiplexing/Pooling?

Unter Multiplexing/Pooling versteht man den Einsatz von Netzwerk-Architekturen, die Hardware oder Software für die Reduzierung der Anzahl von Geräten oder Nutzern einsetzen, die dann allein direkt auf die Software auf einem Server zugreifen, während die Geräte oder Nutzer nur noch indirekt auf die Serversoftware zugreifen.

Greifen durch den Einsatz von Multiplexing-/Pooling-Software bzw. –Hardware Nutzer und Geräte nur indirekt auf die SQL Server - und Windows Server-Software zu, bleibt dadurch die Notwendigkeit einer CAL weiterhin bestehen. Das heißt, eine CAL wird für alle Geräte oder Nutzer benötigt, die über die Multiplexing-/Pooling-Front-End-Software oder -Hardware die Software direkt oder indirekt nutzen.

Multiplexing/Pooling

Im Rahmen des Server/CAL-Lizenzmodells sind die virtuellen Maschinen (VM) wie folgt zu lizenzieren:

  • Eine Server Lizenz für jede virtuelle Maschine (VM)

  • Eine Zugriffslizenz (Client Access License, CAL) für jeden Nutzer bzw. Gerät das auf den Server zugreift

SQL Server 2012-Lizenzierung

Im Rahmen des Core-Lizenzmodells sind die virtuellen Maschinen (VM) wie folgt zu lizenzieren:

  • Lizenzierung aller virtuellen Cores in jeder virtuellen Maschine (VM)

  • Lizenzierung von mindestens vier Core-Lizenzen pro virtueller Maschine (VM)

SQL Server 2012-Lizenzierung

Flexible Virtualisierungsrechte mit Software Assurance

Wird die SQL Server Enterprise Edition mit Software Assurance für alle physikalischen Cores erworben, so ist der Lizenznehmer berechtigt, eine uneingeschränkte Anzahl an virtuellen Maschinen (VM) auf der lizenzierten Hardware einzusetzen und zu nutzen.

Lizenzmobilität mit Software Assurance – Flexible Neuzuweisung einer Lizenz innerhalb einer Serverfarm

Normalerweise ist eine Neuzuweisung einer Lizenz nur nach Ablauf einer Frist von 90 Tagen zulässig. Unter bestimmten Voraussetzungen können Server- bzw. Core-Lizenzen innerhalb einer Serverfarm aber jederzeit einem neuen Server zugewiesen werden.

Was ist eine Serverfarm?

Eine Serverfarm besteht aus maximal zwei Rechenzentren, die physisch folgendermaßen angeordnet sind:

  • In einer Zeitzone, die maximal vier Stunden von der örtlichen Zeitzone des anderen Rechenzentrums entfernt ist (Koordinierte Weltzeit (UTC) und nicht DST), und/oder

  • innerhalb der Europäischen Union (EU) und/oder der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA).

Jedes Rechenzentrum darf nur zu einer Serverfarm gehören. Sie sind berechtigt, ein Rechenzentrum von einer Serverfarm einer anderen Serverfarm neu zuzuweisen, jedoch nicht nur kurzzeitig (d. h. nicht innerhalb von 90 Tagen nach der letzten Zuweisung).

Neuzuweisung von Lizenzen

Innerhalb einer Serverfarm können Sie Serverlizenzen, für die Volumenlizenzbestimmungen zur Lizenzmobilität gelten, so oft wie nötig neu zuzuweisen. Das Verbot der kurzzeitigen Neuzuweisung gilt nicht für Volumenlizenzen, die Servern innerhalb derselben Serverfarm zugewiesen werden.

Enrollment for Application Platform (EAP)

EAP ist ein flexibles und kosteneffizientes Lizenzprogramm zur Standardisierung von Microsoft-Anwendungsserversoftware im Unternehmen. Es kombiniert modernste Technologien und Tools, die Ihnen helfen, Ihre IT effizient zu gestalten mit den Mehrwerten einer „All-you-can-use“-Lösung.

Sie profitieren mit EAP von deutlichen Vergünstigungen gegenüber anderen Bezugsmodellen. Darüber hinaus können Sie für alle Lizenzen installierter Softwarekopien des gewünschten Produkts (so genanntes „Footprint“) z.B. SQL Server, Sharepoint Server oder Biztalk Server, die Sie bereits im Einsatz haben, zunächst direkt nur mit Software Assurance einsteigen, ohne dass vorab Lizenzkosten anfallen. Diese Footprint-Option besteht gänzlich unabhängig von der bereits lizenzierten Produktversion, dem Lizenzvertrag oder dem Lizenztyp (z.B. mit oder ohne Software Assurance).

Hier erfahren Sie mehr zu EAP: http://www.microsoft.com/de-de/licensing/licensing-options/enrollments.aspx und können sich über die Merkmale und Prozesse des EAP-Modells in einem dort verfügbaren Webcast informieren.

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