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Windows Server 2012

Mit Windows Server 2012 erhalten Sie eine optimale Betriebssystemplattform für Ihr Rechenzentrum sowie Ihre Private Cloud-Lösung. Und nicht nur dies: Mit Microsoft Azure profitieren Sie von einem Betriebssystem in der Cloud. Sie haben hierdurch die Möglichkeit, Ihre Infrastruktur in die Cloud zu schieben oder Ihre bestehende Betriebssystemplattform um eine optimal abgestimmte Cloud-Lösung zu erweitern.

Die vier Editionen von Windows Server 2012

Windows Server 2012 ist in vier Editionen verfügbar:

Windows Server 2012 Datacenter

Hohe
Virtualisierungs-anforderungen

Windows Server 2012 Standard

Geringe
Virtualisierungs-anforderungen

Windows Server 2012 Essentials

Für kleine
Unternehmen mit bis zu 25 Nutzern bzw. 50 Geräten

Windows Server 2012 Foundation

Für kleine
Unternehmen mit bis zu 15 Nutzern

  • Windows Server 2012 Standard und Windows Server 2012 Datacenter gelten als die beiden Haupteditionen und richten sich an mittlere und größere Unternehmen sowie Unternehmen mit Virtualisierungsanforderungen.

  • Windows Server 2012 Essentials sowie Windows Server 2012 Foundation richten sich ausschließlich an kleine Unternehmen mit 15 beziehungsweise 25 Nutzern ohne Virtualisierungsanforderungen.

Sämtliche Funktionalitäten von Windows Server 2012 Standard und Windows Server 2012 Datacenter sind identisch. Das heißt, mit beiden Editionen können dieselben Einsatzszenarien abgebildet werden.

Sie unterscheiden sich lediglich in den Virtualisierungsrechten. Während Windows Server 2012 Standard dazu berechtigt, zusätzlich zwei virtuelle Instanzen einzusetzen, kann pro Windows Server 2012 Datacenter eine unbegrenzte Anzahl von virtuellen Instanzen genutzt werden.

Windows Server 2012 Essentials ist ein Cloud-verbundener Server mit eingeschränkten Funktionalitäten im Vergleich zu den Haupteditionen. Der Einsatz von Windows Server 2012 Essentials ist limitiert auf zwei Prozessoren und Zugriffe von bis zu 25 Nutzern beziehungsweise 50 Geräten.

Windows Server 2012 Foundation ist ein „Allround-Server“, der die Basisfunktionen eines Serverbetriebssystems abdeckt. Der Einsatz von Windows Server 2012 Foundation ist limitiert auf einen Prozessor und Zugriffe von bis zu 15 Nutzern. Windows Server 2012 Foundation ist nicht unter Volumenlizenzprogrammen verfügbar und kann ausschließlich als vorinstallierte OEM-Lizenz erworben werden.

Wie gestaltet sich das Lizenzmodell von Windows Server 2012?

Windows Server 2012 Standard und Datacenter

Das Lizenzmodell von Windows Server 2012 Datacenter und Standard ist identisch. Beide Editionen werden im Prozessor/CAL-Lizenzmodell lizenziert:

  • Serverlizenzierung: Prozessorbasiertes Lizenzmodell
    Die Serversoftware von Windows Server 2012 Datacenter und Standard wird pro Prozessor lizenziert. Maßgebend für die Lizenzierung ist die Anzahl der physischen Prozessoren im Server. Jede Lizenz deckt bis zu zwei physische Prozessoren ab. Hat ein Server mehr als zwei physische Prozessoren, muss dem Server die entsprechende Anzahl von Lizenzen zugewiesen werden.

  • Zugriffslizenzierung: Lizenzierung der Zugriffe durch Zugriffslizenzen (Client Access License, CAL) Für den Zugriff auf Windows Server 2012 Datacenter und Standard sind Windows Server 2012 CALs erforderlich. Windows Server 2012 CALs erlauben den Zugriff auf beliebig viele Instanzen von Windows Server im Unternehmensnetzwerk, und zwar in der Version 2012 oder auch einer früheren Version.

    Windows Server 2012 CALs sind in zwei Versionen verfügbar:

    • Nutzer-CAL: Mit einer Nutzer-CAL kann ein Nutzer von einem beliebigen Gerät auf die Serversoftware zugreifen. Eine Nutzer-CAL ist die beste Wahl, wenn ein Mitarbeiter mehrere Geräte verwendet, beispielsweise neben dem Firmen-PC, ein Smartphone, Tablet oder auch seinen Heim-PC, um auf Windows Server 2012 zuzugreifen.

    • Geräte-CAL: Mit einer Geräte-CAL kann ein beliebiger Nutzer von dem lizenzierten Gerät auf die Serversoftware zugreifen. Die gerätebasierte Lizenzierung der Zugriffe ist immer dann die geeignete Wahl, wenn sich mehrere Mitarbeiter einen Computer teilen, z.B. im Schichtbetrieb, und die entsprechenden Mitarbeiter nicht zusätzlich von weiteren Geräten auf die Serversoftware zugreifen.

Externe Nutzer: Lizenzierung der Zugriffe durch externe Nutzer

Zugriffe auf Windows Server 2012 Standard oder Datacenter durch externe Nutzer müssen lizenziert werden. Verantwortlich für den Erwerb der erforderlichen CALs für externe Nutzer ist der Lizenznehmer von dem Windows Server, auf den der Zugriff erfolgt. Das gilt auch dann, wenn die externen Nutzer bereits Windows Server CALs für die Server des eigenen Unternehmens haben, denn CALs berechtigen nur zum Zugriff auf die unternehmenseigenen Server (und nicht die eines Dritten).

Alternativ zu einzelnen CALs ist auch der Erwerb einer Windows Server External Connector-Lizenz möglich. Diese gestattet einer beliebigen Anzahl externer Nutzer den Zugriff auf die Serversoftware. Der Zugriff externer Nutzer auf die Unternehmensserver darf ausschließlich zugunsten des Lizenznehmers erfolgen

Downgraderecht

Die beiden Editionen Datacenter und Standard von Windows Server 2012 gewähren sowohl das Downgraderecht zum Verwenden einer früheren Version als auch das Downedition-Recht zum Verwenden einer niedrigeren Edition.

Hinweis:

  • Für den Zugriff auf die Windows Server 2012 Remote Desktop Services (RDS) sind zusätzlich Windows Server 2012 RDS CALs erforderlich.

  • Für den Zugriff auf die Windows Server 2012 Active Directory Rights Management Services (RMS) zum Schutz von Dokumenten müssen zusätzlich Windows Server 2012 AD RMS CALs erworben werden.

Windows Server 2012 Essentials und Windows Server 2012 Foundation

Bei diesen beiden Sondereditionen wird mit der Serverlizenz sowohl die Serversoftware als auch eine bestimmte Anzahl an Zugriffen lizenziert. Windows Server 2012 Foundation kann mit bis zu 15 Nutzerkonten, Windows Server 2012 Essentials mit bis zu 25 Nutzerkonten, verwendet werden.

Was ist bei der Virtualisierung von Windows Server 2012 zu beachten?

Das Lizenzmodell und sämtliche Funktionalitäten von Windows Server 2012 Datacenter und Standard sind identisch. Die beiden Editionen unterscheiden sich ausschließlich in den Virtualisierungsrechten.

Wie unter dem Abschnitt „Lizenzierung“ erläutert, wird die Serversoftware von Windows Server 2012 Datacenter und Standard pro Prozessor lizenziert. Jede Lizenz deckt hierbei bis zu zwei physische Prozessoren ab.

  • Windows Server 2012 Datacenter: Ist dem physischen Server die erforderliche Anzahl an Prozessorlizenzen zugewiesen, darf Windows Server auf diesem Server in beliebig vielen Betriebssystemumgebungen ausgeführt werden.

  • Windows Server 2012 Standard: Jede Lizenz deckt bis zu zwei physische Prozessoren ab. Hat ein Server mehr als zwei physische Prozessoren, muss dem Server die entsprechende Anzahl von Lizenzen zugewiesen werden. Auf dem lizenzierten Server darf für jede Lizenz eine Instanz in der physischen Betriebssystemumgebung und eine Instanz in bis zu zwei virtuellen Betriebssystemumgebungen ausgeführt werden.
    Werden beide erlaubten virtuellen Instanzen genutzt, darf die Instanz in der physischen Betriebssystemumgebung nur zum Hosten und Verwalten der virtuellen Betriebssystemumgebungen verwendet werden.
    Werden weitere virtuelle Instanzen benötigt, kann die Anzahl der virtuellen Instanzen erhöht werden, indem dem Server mehrere Windows Server 2012 Standard-Lizenzen zugewiesen werden. Es müssen somit alle physischen Prozessoren korrekt lizenziert sein und dem Server Lizenzen in der entsprechenden Anzahl zugewiesen sein, um die maximale Anzahl der genutzten virtuellen Instanzen abzudecken.

    Beispiel:
    Ein Server verfügt über zwei Prozessoren, gleichzeitig sollen auf diesem Server sechs virtuelle Instanzen von Windows Server 2012 Standard genutzt werden.
    Für die zwei physischen Prozessoren ist eine Windows Server 2012 Standard-Lizenz erforderlich. Da diese aber nur zum Einsatz von zwei zusätzlichen virtuellen Instanzen berechtigt, müssen dem Server zwei weitere Windows Server 2012-Lizenzen zugewiesen werden, um die Anzahl der virtuellen Instanzen auf die erforderlich Zahl von sechs zu erhöhen.

Bei wachsenden Virtualisierungsanforderungen kann die Anzahl der virtuellen Instanzen durch die Kumulierung von Windows Server 2012 Standard-Lizenzen auf dem physischen Server erhöht werden. Software Assurance-Kunden haben zusätzlich die Option, mittels einer Step-up-Lizenz auf Windows Server 2012 Datacenter zu migrieren.

Mit Microsoft Azure stellen Sie Websites, Webanwendungen, Webdienste und Speicherplatz einfach und skalierbar in Microsoft-Rechenzentren bereit.

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Microsoft Azure ist ein Cloud Service. Die Lizenzierung erfolgt damit nicht im selben Prozessor/CAL-Lizenzmodell wie Windows Server 2012.

Bei Microsoft Azure besteht die Wahl, entweder monatlich für das Kapazitätsvolumen zu zahlen, das Sie tatsächlich in Anspruch genommen haben, oder im Vorfeld eine Verpflichtung einzugehen, eine bestimmte Kapazität abzunehmen („Commitment“).