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Der Microsoft Computing Safety Index belegt, dass Verbraucher ihr Verhalten trotz der zahlreichen Gefahren im Internet kaum ändern

05.02.2013

Globaler Index verdeutlicht Notwendigkeit für stärkeren Schutz von persönlichen Daten auf Heimrechnern und mobilen Geräten.


Durchgeführt wurde die Studie* in diesem Jahr unter Beteiligung von 20 Ländern bzw. Regionen**, und erstmals auch in Afrika und Asien.

 

Dabei ist der weltweite MCSI-Durchschnitt im Jahr 2012 mit 34 Punkten (erreichbar sind insgesamt 100 Punkte) identisch mit dem aus dem ersten Jahr. Verdeutlicht wird damit, dass Verbraucher sich in punkto Sicherheit im Netz immer noch so verhalten wie im vergangenen Jahr, obwohl sie sich zunehmend über die vorhandenen Risiken im Klaren sind und sich auch stärker auf den Schutz der Privatsphäre konzentrieren. Insgesamt zeigt die Studie, dass deutlich Spielraum für die Verbesserung der proaktiven Sicherheitsmaßnahmen durch Verbraucher vorhanden ist.

 

Der MSCI-Wert für Deutschland liegt mit 29 in etwa auf dem Vorjahresniveau von 32. Verbraucher in Deutschland berichten über einen leichten Anstieg der potenziellen Online-Risiken. Demnach sagen die Befragten aus, dass sie Emails erhalten, in denen sie aufgefordert werden, persönliche Daten preiszugeben (55 Prozent im Jahr 2012 gegenüber 37 Prozent im Jahr 2011). Zudem durchsuchten Anbieter von Email- oder Webdiensten die Emails der Befragten nach Schlüsselwörtern (32 Prozent im Jahr 2012 gegenüber 22 Prozent im Jahr 2011).

 

Deutschland gehört neben Belgien und Frankreich zu einer Ländergruppe, in der Verbraucher proaktiv Basissicherheitsmaßnahmen durchführen. Ein noch besserer Schutz könnte erzielt werden, würden Verbraucher weitere technische und verhaltensspezifische Sicherheitsmaßnahmen ergreifen. Insgesamt geben die Befragten an, online auf weniger Probleme zu stoßen, sind sich aber im Klaren über die Gefahren, denen sie im Internet begegnen können.

 

Gesamt-MCSI 2012 pro Land

 

 

 

Anhand des MCSI-Indexes wird die Akzeptanz der Verbraucher gegenüber erprobten Online-Tools sowie das Online-Verhalten gemessen. Der Index spiegelt einen gewichteten Wert wider, der auf drei Aktivitätsebenen basiert. Jede Ebene besteht aus unterschiedlichen Maßnahmen, die Verbraucher ergreifen, um sich und ihre Familie online zu schützen. Je mehr Schritte sie unternehmen, desto höher ist der Zähler; 100 ist der höchstmögliche Wert.

 

1. Basissicherheitsmaßnahmen – insgesamt 30 Punkte: Aktivitäten in diesem Bereich sind Basissicherheitsmaßnahmen, die entscheidend  sind, um PC, Laptop und andere Geräte zu schützen. Zu den Aktivitäten gehören die Verwendung neuerer Betriebssysteme, die Aktualisierung von Antivirensoftware und Antispyware, das Einschalten und die Aktivierung von Firewalls sowie die Durchführung von automatischen Updates.

2. Technische Sicherheitsmaßnahmen „+” – insgesamt 40 Punkte: Aktivitäten in diesem Bereich basieren auf einem höheren Verständnis über die Technologie und verstärktem Bewusstsein über Sicherheitspraktiken. Zu den Aktivitäten gehören das Verbergen der PC-ID, die aktive Verwaltung von Online-Informationen, die Einrichtung von Datenschutzeinstellungen und die Einschränkung der Informationen, die Benutzer weitergeben.

3. Verhaltensspezifische Sicherheitsmaßnahmen – insgesamt 30 Punkte: Aktivitäten in diesem Bereich erfordern eine hohe Aufmerksamkeit der Benutzer, um Gefahren in sozialen Netzwerken abzuwehren. Zu den Aktivitäten gehören das Erstellen von sicheren Passwörtern, der Zugriff auf seriöse Webseiten und der selbständige Zugriff auf Informationen, beispielsweise über Online Reputation Management oder Identitätsdiebstahl.

 

Auswertung des MCSI

0 – 19Zurück zum Wesentlichen – Ein Wert in diesem Bereich verdeutlicht, dass der Benutzer nicht einmal die grundlegendsten und häufig kostenlosen Schutzmaßnahmen ergreift.

20 –79:  Bitte weitermachen - Ein Wert in diesem Bereich verdeutlicht, dass der Benutzer die grundlegenden Schutzmechanismen verwendet, sich aber noch über neue und entstehende Gefahren, vor allem im Bereich der sozialen Netzwerke, informieren sollte.

80 – 100Auf Kurs bleiben – Ein Wert in diesem Bereich verdeutlicht, dass der Benutzer sehr gut informiert ist über die verschiedenen Gefahren - sowohl über die bestehenden, als auch die neuen und zudem die notwendigen Schritte ergreift, um sich gegen diese Gefahren zu wappnen.

 

 

 


Neu: Der Mobile Microsoft Computing Index (Mobile MCSI)

Ergänzt wurde die Studie um eine neue mobile Komponente, dem sogenannten Mobile MCSI. Untersucht wird damit die Akzeptanz der Verbraucher gegenüber den erprobten Online-Tools sowie das Online-Verhalten, vor allem bei der Benutzung von Mobilgeräten (Smartphones, Laptops, Tablets etc.). Wie MCSI ist auch Mobile MSCI ein gewichteter Wert auf Basis von drei Aktivitätsebenen. 

 

Mobile MCSI 2012 für Deutschland – 34 Punkte

 

1. Basissicherheitsmaßnahmen – insgesamt 30 Punkte: Aktivitäten in diesem Bereich sind Basissicherheitsmaßnahmen, die entscheidend sind, um Mobilgeräte zu schützen. Dazu gehören Aktivitäten wie die Verwendung einer PIN-Nummer zum Sperren des Gerätes, die Installation von Softwareaktualisierungen und Implementierung von aktueller Antivirensoftware.

2. Technische Sicherheitsmaßnahmen „+” – insgesamt 40 Punkte:  Aktivitäten in diesem Bereich basieren auf einem höheren Verständnis über die Technologie und verstärktem Bewusstsein über Sicherheitspraktiken. Dazu gehören Aktivitäten wie das Vermeiden von offenen WI-FIs, die kontrollierte Benutzung von Ortungsdiensten und das Herunterladen von ausschließlich vertrauenswürdigen Apps.

3. Verhaltensspezifische Sicherheitsmaßnahmen – insgesamt 30 Punkte: Aktivitäten in diesem Bereich erfordern eine hohe Aufmerksamkeit der Benutzer, um Gefahren in sozialen Netzwerken abzuwehren. Zu diesen Aktivitäten gehören das intelligente Verhalten in sozialen Netzwerken, das Vermeiden der Nutzung von fragwürdigen Links und eine generelle Achtsamkeit beim Umgang mit Mobilgeräten.

Verbraucher kennen die für Mobilgeräte erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen

Der Mobile MCSI für Deutschland lag 2012 bei 34. Demzufolge sind sich Verbraucher darüber im Klaren, wie sie ihre Mobilgeräte schützen, könnten allerdings ihre Sicherheitsvorkehrungen weiter optimieren.

 

Studienteilnehmer in Deutschland nutzen am häufigsten folgende Sicherheitsvorkehrungen

·         Verhaltensspezifische Sicherheitsmaßnahmen: 34 Prozent selektieren genau, wem sie ihre Mobilfunknummer geben

·         Basissicherheitsmaßnahmen: 28 Prozent verwenden eine PIN zum Sperren des Gerätes

·         Basissicherheitsmaßnahmen: 28 Prozent installieren Antivirensoftware auf dem Mobilgerät und führen regelmäßig Updates durch

·         Verhaltensspezifische Sicherheitsmaßnahmen: 26 Prozent selektieren genau, an wen sie SMS-Nachrichten versenden

Sicherheitsvorkehrungen ergreifen

Der Safer Internet Day ist ein Anlass, um das eigene Verhalten im Internet zu überprüfen und die Sicherheitsmaßnahmen zu verbessern. 

·         Über Microsoft Computing Safety Index Survey kann das eigene Sicherheitsverhalten getestet werden.

·         Eltern und Pädagogen können Teenager ermutigen, am Safer Online Teen Challenge teilzunehmen.

·         Informationen über die Sicherheit im Netz und Unterstützung für andere Benutzer sind verfügbar im Digital Citizenship in Action Toolkit.

·         Eine Diskussion über die Sicherheit im Netz erfolgt online unter: Facebook, Twitter und YouTube.  

* Detaillierte Informationen über die für die MCSI Studie verwendete Methodik sind verfügbar unter http://aka.ms/MCSI2Method.

**Australien, Belgien, Brasilien, Kanada, China, Ägypten, Frankreich, Deutschland, Indien, Indonesien, Japan, Korea, Malaysia, Mexiko, Russland, Singapur, Spanien, Türkei, Großbritannien und USA.

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