Ob die Katalogisierung des Wetters, die Auswertung der Luftqualität oder eine Aufstellung über die Verwendung von Steuergeldern: in öffentlichen Daten steckt großes Potenzial für unsere Gesellschaft, weil sie Transparenz, Bürgerbeteiligung und neue Wirtschaftszweige fördern.

Gesucht: Apps, die auf offenen Daten der öffentlichen Hand basieren

Mithilfe des Wettbewerbs "Apps für Deutschland", der am 8. November von Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich gestartet wurde, sollen die nicht personenbezogenen Daten für die breite Öffentlichkeit nutzbar gemacht werden. Noch bis zum 1. Februar 2012 können neue Internet- oder mobile Applikationen, kurz Apps genannt, entwickelt und eingereicht werden, die auf offenen Daten (open Data) von Bund und Ländern basieren.

Behörden sind aufgerufen, Datensätze zur Verfügung zu stellen

Interessierte Teilnehmer finden auf der offiziellen Webseite www.apps4Deutschland.de bereits eine Auflistung von freigegeben Datensätzen, die für die Entwicklung der Applikationen zur Verfügung stehen. Je umfassender der Datenkatalog ist, desto vielfältigere Anwendungen und Geschäftsideen lassen sich entwickeln. Behörden aller Verwaltungsebenen sind deshalb aufgerufen, weitere Datensätze für den Wettbewerb freizugeben.

Welche Fortschritte gibt es im Bereich Open Government?

"Neben der Veranschaulichung des Nutzens von Open Data in Bezug auf Innovationen, Wirtschaftsförderung und Teilhabe der Bürger, geht es auch darum, öffentliche Stellen zu ermuntern, Daten zur Weiterverarbeitung und -verwendung bereitzustellen. Zudem soll gezeigt werden, dass bereits deutliche Fortschritte in der deutschen Verwaltung im Bereich Open Government und Open Data gemacht worden sind", erklärte das Bundesinnenministerium. Behörden, die am Wettbewerb in der Kategorie "Bester Datensatz" teilnehmen möchten, müssen ihre Daten bis spätestens 15. Dezember 2011 zur Verfügung stellen.

Microsoft unterstützt den Wettbewerb als Sponsor

Träger des bundesweiten Wettbewerbs "Apps für Deutschland" sind die Open Knowledge Foundation Deutschland, das Government 2.0 Netzwerk Deutschland und Open Data Network. Das Projekt wird u.a. unterstützt durch den Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom e.V.), die Landesinitiative "Projekt Zukunft" von Berlin sowie durch Microsoft Deutschland. Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich ist Schirmherr des Wettbewerbs. Die Prämierung der Gewinner wird auf der CeBIT im März 2012 durch eine Fachjury erfolgen.