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Cyberkriminalität auf der Spur

Cyberkriminalität auf der Spur

Artikel vom 04.12.2013

In einem streng gesicherten Bereich auf dem Microsoft-Firmengelände im amerikanischen Redmond befindet sich das neue Cybercrime Center. Die ultramoderne Schaltzentrale zur Erforschung und Bekämpfung von Angriffen im Internet gleicht einem Drehort für eine spannende Krimi-Serie.

An den Wänden der gläsernen Büros befinden sich riesige Touchscreens mit animierten Landkarten. Auf großen Bildschirmen werden Nachrichtenausschnitte und Fallstudien zu Cyber-Verbrechen eingeblendet.

Cybercrime-Team besteht aus hochqualifizierten Mitarbeitern

Ein langer Gang führt direkt zum forensischen Labor. Dahinter erläutert Donal Keating, Senior Forensics Manager bei Microsoft, die Aufklärung eines aktuellen Falles. Ein Hardware-Hersteller hatte 3.600 Laptops, die mit einem besonderen Aktivierungscode ausgestattet waren, als gestohlen gemeldet und die Digital Crime Unit (DCU) um Unterstützung gebeten. Keating erstellte innerhalb von nur zehn Minuten eine Online-Karte, die es ermöglichte, die Orte der entwendeten Rechner ausfindig zu machen. „Das sind Momente, die großen Spaß bringen“, erklärt der IT-Experte aus Irland. Er ist nur einer von vielen forensischen Analysten und Forschern im Cybercrime-Team, die auf die Bekämpfung von Internetkriminalität spezialisiert sind. Ehemalige Polizisten, Staatsanwälte, Wirtschaftsfachleute und Wissenschaftler zählen ebenfalls zu den digitalen Detektiven, die im Einsatz der Sicherheit im Cybercrime Center auf virtuelle Spurensuche gehen.

Cyberverbrechen kosten Verbraucher jedes Jahr 83 Milliarden Euro

„Es gibt jedes Jahr fast 400 Millionen Opfer von Cyberverbrechen, die die Verbraucher jährlich rund 83 Milliarden Euro kosten“, erklärt David Finn, der juristische Leiter der DCU. Ausgestattet mit modernsten Technologien hat das Top-Team bereits sieben sogenannte Botnetze aufgedeckt. Von Botnetzen spricht man, wenn eine sehr große Anzahl von PCs mit Schadprogrammen infiziert, per Fernsteuerung zusammengeschlossen und auf Befehl wie ein Roboter zu bestimmten Aktionen missbraucht wird. Welche enormen Schäden durch kriminelle Botnetze verursacht werden können, zeigt ein besonders spektakulärer Fall.

FBI arbeitet erfolgreich mit Microsoft zusammen

„Im letzten Jahr wurden fünf Millionen Computer in 90 Ländern mit Malware infiziert und von Osteuropa aus gesteuert. Innerhalb kürzester Zeit spionierten die Cyberkriminellen wichtige Passwörter, Sozialversicherungs- und Kreditkartennummern aus. Der Schaden der betroffenen Privatpersonen und Unternehmen belief sich dabei auf mehr als 330 Millionen Euro“, beschreibt Richard McFeely, Executive Assistant Director im Bereich Cyber-Kriminalität beim FBI. „In Zusammenarbeit mit den Cyber-Experten von Microsoft ist es uns gelungen, rund 90 Prozent der betroffenen Computer ausfindig zu machen“, so McFeely weiter. Alle Anwender wurden umgehend informiert und erhielten entsprechende Hinweise und Hilfestellungen, um ihre Computer von der gefährlichen Malware zu befreien.

Microsoft PhotoDNA filterte über 17 Millionen illegaler Abbildungen

Doch nicht nur organisierte kriminelle Netzwerke können mithilfe innovativer Microsoft Technologien aufgedeckt werden. Zum Einsatz kommt ebenfalls die Microsoft PhotoDNA, die aus einem Bild die biometrischen Daten und Informationen auslesen und so beispielsweise kinderpornografische Fotos ausfindig machen kann. Allein im Jahr 2011 wurde durch die Spezialsoftware 17,3 Millionen illegaler Abbildungen erkannt und aussortiert.

Strafverfolgungsbehörden profitieren vom Cybercrime Center

Strafverfolgungsbehörden profitieren vom Cybercrime Center

Noboru Nakatani von Interpol ist von der erfolgreichen Zusammenarbeit mit dem Cybercrime Center überzeugt: „Strafverfolgungsbehörden arbeiten häufig nicht mit den neuesten Technologien. Cyberkriminelle nutzen dagegen für ihre Straftaten stets die modernsten Techniken. Mit der Hilfe von Microsoft können Polizeiorganisationen genau diese Anwendungen einsetzen, um den Tätern auf die Spur zu kommen.“