Die Energieversorgung umwelt- und klimaschonend zu gestalten ist eine zentrale Herausforderung unserer Zeit. Green-IT eröffnet eine Vielzahl an Möglichkeiten, mit intelligenten IT-Lösungen, die immer knapper werdenden Ressourcen effizienter und bedarfsgerechter einzusetzen.

Warum gewinnt der Einsatz von Green-IT zunehmend an Bedeutung? Wie kann der Stromverbrauch von Rechenzentren verringert werden? Und welche Energiespartipps sind am Arbeitsplatz ohne großen Aufwand umsetzbar? Auf der Webplattform www.green-it-wegweiser.de erhalten Unternehmen und Organisationen wertvolle Informationen und Handlungsempfehlungen. Die neu gestaltete und inhaltlich überarbeitete Internetseite wurde vor zwei Jahren vom High-Tech Verband BITKOM und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie ins Leben gerufen.

Wegweiser Green IT gibt Unternehmen Energiespartipps

„Der Wegweiser Green IT gibt konkrete Energiespartipps und Handlungsempfehlungen für Unternehmen und informiert unter anderem über Initiativen und Förderprogramme. Er ist das wichtigste Informationsportal, wenn es um Fragen und Handlungsbeispiele rund um grüne IT geht“, sagt Isabel Richter, Umweltexpertin beim BITKOM. Unterstützt wird das Informationsangebot der Webplattform durch Broschüren, Videobeiträge und zahlreiche Studien. Darüber hinaus hat der BITKOM Empfehlungen für die umweltfreundliche Beschaffung und Nutzung von IT-Geräten sowie einen Leitfaden zur Energieeffizienz von Rechenzentren veröffentlicht.

Cloud-Serverplattform verbraucht deutlich weniger Energie

Dass sich mithilfe von Green IT deutliche Steigerungen der Energieeffizienz erzielen lassen, wird durch praktische Erfahrungsberichte deutlich. Die HanseVision GmbH aus Hamburg tauschte beispielsweise ihre veraltete Server-Struktur gegen die Cloud-optimierte Serverplattform Windows Server 2012 aus. Das Ergebnis: Vier moderne Server mit neuester Stromspartechnologie sind so leistungsstark, dass sie sieben alte Maschinen ersetzen. Der Energieverbrach wurde dadurch deutlich reduziert. Das neue System arbeitet nicht nur sehr effizient, es produziert außerdem so wenig Abwärme, dass die neue Klimaanlage des Hamburger IT-Dienstleistungsunternehmens nur halb so groß sein muss wie zuvor. Dieses Beispiel beweist: Wer im Unternehmen den Umweltschutz ernst nimmt, spart nicht nur Energie, sondern hat auch Geld für neue Investitionen.