Gamescom 2013: Computerspielebranche im Aufwind

Computerspiele gehören laut Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) zum Alltag der meisten Menschen. So ergab eine BITKOM-Umfrage , dass 80 Prozent der Deutschen zwischen 14 und 29 Jahren täglich auf ihrem Smartphone oder Computer spielen. Bei den 30 bis 49-Jährigen ist es jeder Zweite. Im Schnitt spielen 36 Prozent der Bevölkerung, das entspricht 25 Millionen Deutschen.

Wie hoch das Interesse an Computerspielen ist, bewies auch die weltgrößte Messe für Computer- und Videospiele gamescom. Mehr als 340.000 Besucher informierten sich bei 635 Ausstellern aus 40 Ländern in Köln über die Trends der Branche. Das sind 23 Prozent mehr Besucher als im Vorjahr. Zu den herausragenden Besuchermagneten zählte die Xbox One. Das Publikum konnte die neue Generation der Unterhaltung als Europapremiere im Publikumsbereich selbst ausprobieren.

Branche digitaler Spiele und Konsolen boomt
Die Zahlen drücken sich auch in den Umsätzen aus. Nach Schätzungen des Beratungshauses PricewaterhouseCoopers (PwC) wird der Markt in diesem Jahr die Umsatzmarke von 2 Milliarden Euro überschreiten. Bis 2016 dürfte der Markt laut PwC auf rund 2,4 Milliarden Euro anwachsen. Das entspreche im Schnitt einem Zuwachs von 3,9 Prozent im Jahr.

„Mit dem Rekord von 340.000 Besuchern hat die gamescom 2013 eindrucksvoll die steigende gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung der Games-Branche unter Beweis gestellt“, so Shelley McKinley, Leiterin Recht und Politik und Mitglied der Geschäftsführung der Microsoft Deutschland GmbH.

Die Gaming-Branche wird zukünftig weitere wichtige Impulse für die deutsche Wirtschaft geben und ihr Wachstums- und Innovationspotenzial ausweiten. Bezogen auf die Transformation der Branche und vor dem Hintergrund der sehr erfolgreichen gamescom 2013 kommt Shelley McKinley daher zu dem Schluss, dass verstärkt über die politischen Rahmenbedingungen diskutiert werden muss. „Die Bandbreite der zu behandelnden Themen reicht dabei vom Datenschutz über den Schutz von Urheberrechten bis hin zur länderübergreifenden, regionale Besonderheiten berücksichtigenden Anpassung von Jugendschutzsystemen.“

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