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Intelligenter Wohnen

Intelligenter Wohnen

Artikel vom 02.04.2013

Ihre Erfindung ist so winzig wie eine Ameise. Eingebaut in eine Lüsterklemme, die an einen Lego-Stein erinnert, vernetzt der smarte digitalSTROM-Chip des deutsch-schweizerischen Unternehmens aizo AG alle elektrischen Geräte in einem Gebäude über bestehende Stromleitungen.

Ob individuelle Lichteinstellungen, das Anschalten der Waschmaschine oder das Vorheizen der Sauna: Sämtliche Anwendungen lassen sich über Schalter oder virtuell mit PC und Smartphone steuern.

Geräte speichern Daten und Abläufe

Der Clou der smarten Vernetzung: Mithilfe der Klemmen von digitalSTROM können die Geräte bestimmte Daten und Abläufe speichern. So gehen beispielsweise bei einem Einbruch im ganzen Haus die Lichter an und alle Jalousien fahren nach oben. Die Heizung senkt die Temperatur, sobald der letzte Bewohner das Haus verlässt, und der Feuermelder konfiguriert sich automatisch und alarmiert im Notfall die notwendigen Dienststellen und Angehörigen. Auf diese Weise werden unzählige Funktionen wie Licht, Sicherheit oder Energieeffizienz mittels Lichttaster, Internet und Smartphone bedienbar.

Microsoft-Cloud eröffnet neue Geschäftsfelder

Auf der CeBIT 2013 in Hannover präsentierte aizo AG gemeinsam mit Microsoft die Weiterentwicklung der intelligent vernetzten Wohn- und Lebenswelt. Das Ergebnis: Die chipbasierte Lüsterklemme vernetzt die Schalteinheit im Sicherungskasten eines Smart Homes direkt mit der Microsoft-Cloud. Eine Verbindung, die nicht nur den Wohnkomfort steigert, sondern auch enorme Chancen für die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle bietet.

Unternehmen sind mit den Bewohnern über eine App verbunden

Auf dem virtuellen Marktplatz haben die Unternehmen die Möglichkeit, sich mit ihren Services zu etablieren, die sie über spezielle Apps mit den Bewohnern und ihren Bedürfnissen verbindet. „Teil unseres Geschäftsmodells ist es, unterschiedliche Branchen aus den Bereichen Pflege und Sicherheit, Wetterdienste oder auch den Gärtner zu beteiligen. Diese können über verschiedenste Kontaktpunkte vom simplen Anruf bis zur eigenen App individuelle Dienste für ihre Kunden vor Ort anbieten“, erklärt Martin Vesper, Geschäftsführer der aizo AG.

Dienstleistungen aus der Wolke erleichtern den Alltag

In der Alltagsorganisation bedeutet die neue Servicewelt eine wertvolle Unterstützung. Vor allem Senioren und pflegebedürftige Menschen sind durch die intelligente Wohntechnologie in der Lage, selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden zu leben. Sturzmelder, Telemonitoring, Notruf in jedem Raum oder am Körper, automatisches Nachtlicht, Einkaufshilfe oder Biodaten-Transfer sind nur einige der möglichen Serviceleistungen, die über die digitalSTROM-Plattform angeboten werden können.

Offene Plattform kann ständig um Services erweitert werden

Die Microsoft-Cloud trägt entscheidend dazu bei, die intelligente Wohnkultur weiter voranzutreiben. „Der offene Plattformansatz, der unseren Kunden und Geschäftspartnern die Möglichkeit gibt, fortwährend von neuen Smart Home Services zu profitieren, haben wir auf Microsoft Azure gefunden“, so Vesper weiter. „Eine Anbindung an Microsoft fordert nicht, dass wir unsere Systeme anpassen müssen, sondern Microsoft passt sich hundertprozentig unseren Gewohnheiten an.“

Smart Homes – Starker Wachstumsmarkt in Deutschland

Laut einer aktuellen Studie der englischen Organisation BSRIA (Building Services Research and Information Association) ist Deutschland mit einem Anteil von 48% am gesamten europäischen Markt der größte Hersteller als auch der größte Abnehmer von Lösungen für intelligente Wohngebäude. Nach Schätzungen der BSRIA erreichte der europäische Markt für Smart-Home-Lösungen allein im Jahr 2011 über 600 Millionen Euro.