Das Internet bietet eine ausgezeichnete Plattform zum Teilen von Informationen und Inhalten. Doch bei weiterhin zunehmender Anzahl von Internetnutzern steigt auch die Komplexität von Cyberattacken und deren Fähigkeit, vertrauliche Daten zu erfassen, wichtige Vorgänge zu unterbrechen und zu betrügen. Schadprogramme wie Viren, Würmer oder Trojaner, auch Malware genannt, sind längst zu einem weltweiten Problem geworden. Schätzungen über den jährlich entstehenden globalen Schaden erreichen bis zu dreistellige Milliardenbeträge.

Cyberkriminelle nutzen Sorglosigkeit der Anwender aus

Sicherheitsexperten bei Microsoft beobachten weltweit die Tendenz, dass Cyberkriminelle immer öfter Social-Engineering-Methoden einsetzen und die Sorglosigkeit der Anwender gezielt ausnutzen. Insbesondere in verlockenden Downloads verberge sich die trügerische Malware. Das berichtet das Microsoft Malware Protection Center (MMPC) in seinem 13. Microsoft Security Intelligence Report. Cyberkriminelle profitieren dabei illegal vom Wunsch der Internet-User, an günstige oder kostenlose Online-Angebote wie beispielsweise Musik, Filme oder Spiele zu kommen.

Auf der Jagd nach „Schnäppchen“ tappen Internet-User in die Falle

„Die typische Betrugssituation beginnt, wenn Nutzer im Internet nach Schnäppchen suchen“, erklärt Dennis Batchelder, Program Manager des MMPC. „Sie geben dann beispielsweise 'Lady Gaga', 'Maroon 5' oder aktuelle Filmtitel ein und tappen auf vermeintlich günstige Angebote, hinter denen sich getarnte Schadprogramme verbergen." Die trügerischen Download-Angebote sind aber nicht die einzige Möglichkeit, wie ein Schadprogramm auf den Computer gelangt. Ein anderer Weg ist die Suche nach sogenannten Keygens. Hinter diesen Lizenzschlüssel-Generatoren steht in den meisten Fällen die Absicht, illegal Softwarelizenzen zu erweitern oder zu erwerben. Aus dem aktuellen Sicherheitsbericht geht hervor, dass 76 Prozent aller Systeme, auf denen die Keygens installiert waren, auch Schadprogramme enthielten.

Aktivierung automatischer Updates kann Internet-User schützen

Die Aktivierung automatischer Sicherheitsfunktionen könnte nach Angaben der Experten viele Cyberangriffe abwehren. So werden mit Hilfe der Microsoft Update-Funktion sämtliche Programme, Daten und Einstellungen automatisch auf den Computer installiert. Microsoft empfiehlt Internetnutzern daher, die automatischen Updates regelmäßig zu aktivieren, um sich vor der sich ständig wandelnden Bedrohungslage zu schützen.

Microsoft Security Intelligence Report erscheint zweimal im Jahr

Microsoft veröffentlicht den Security Intelligence Report zweimal im Jahr. Neben wichtigen Sicherheitsinformationen erhalten die Benutzer Anleitungen zum Schutz ihrer Netzwerke. Die aktuelle Ausgabe des Sicherheitsberichts umfasst die zwischen Januar und Juni 2012 ausgewerteten Daten und Analysen von mehr als 600 Millionen Systemen in über 100 Ländern weltweit. Ausführliche Informationen über den dreizehnten Microsoft Security Intelligence Report (SIRv13) stehen hier zur Verfügung.