Weniger als die Hälfte der Nutzer berücksichtigen die langfristigen Auswirkungen ihrer Internetaktivitäten und beschädigen damit oft den eigenen guten Ruf. Das zeigt eine Umfrage im Auftrag von Microsoft anlässlich des am 28. Januar stattfindenden Europäischen Datenschutztags.

Für alle Welt sichtbar: die Meinung über eine Person im Internet

Ob spontane Kommentare oder das Hochladen unüberlegter Fotos in Facebook, Twitter und Co: Jeder kann das Medium Internet nutzen, um Inhalte über sich selbst und über Dritte zu veröffentlichen. Längst entstehen Urteile über andere nicht mehr in der persönlichen Umgebung, sondern durch die Informationssuche im Netz. Die Gefahr: nur wenigen Nutzern ist bewusst, dass die digitalen Spuren, die sie im Internet hinterlassen, entscheidend zur Meinungsbildung über die betreffende Person beitragen.

5000 Nutzer wurden in einer Studie zur Online-Reputation befragt

Weniger als die Hälfte der Internetnutzer bedenken die langfristigen Folgen ihrer Web-Aktivitäten auf die Reputation einer Person. Dies zeigt eine Umfrage im Auftrag von Microsoft anlässlich des am 28. Januar stattfindenden Europäischen Datenschutztags. Die Studie zeigt die unterschiedlichen Online-Verhaltensweisen und -Gewohnheiten von 5000 Internetnutzern aus Deutschland, Irland, Spanien und Kanada auf und untersucht die daraus resultierenden allgemeinen Auswirkungen auf Online-Profile und das Image einer Person im Web.

Deutschen Usern wurde der Arbeitsplatz gekündigt

Während 95 Prozent der deutschen Internetnutzer angeben, mehrere Vorkehrungen zu ergreifen, um ihre Online-Profile zu verwalten, berücksichtigen lediglich 49 Prozent der Erwachsenen und 39 Prozent der Kinder und Jugendlichen die langfristigen Auswirkungen ihrer Web-Aktivitäten auf die Online-Reputation.16 Prozent der deutschen User gaben an, dass sie bereits negative Konsequenzen durch das Verhalten anderer im Internet erfahren haben. Die Folgen: 37 Prozent von ihnen erhielten eine Kündigung, 31 Prozent verloren ihre Krankenversicherung, 28 Prozent haben einen Job nicht bekommen und 15 Prozent wurde ein Kredit nicht gewährt.

Bewusster Umgang und Eigenverantwortung stärken

"Kein vernünftiger Mensch würde nackt auf den Marktplatz gehen, das ‚digitale Entblößen‘ aber scheint weit verbreitet zu sein und die Folgen oftmals unterschätzt, das zeigen auch die Ergebnisse der Microsoft-Studie", sagt Dr. Jo Groebel, Direktor des Deutschen Digital Instituts. "Soziale Netzwerke und andere digitale Plattformen werden zu einem der bestimmenden Faktoren für die Eindrucksbildung über Menschen. Sehr häufig entstehen Urteile über andere nicht mehr in der persönlichen Umgebung, sondern durch die Informationssuche im Netz. Solche Eindrücke können weitreichende Folgen für die berufliche und private Zukunft haben. Daher ist es umso wichtiger, dass die Nutzer sich darüber klar werden, dass nicht nur einzelne Informationen, sondern auch die Kombination aus Spuren, die im Netz hinterlassen werden, zur gesamten Eindrucksbildung beitragen. Hier besteht ein enormer Aufklärungsbedarf.”

Microsoft setzt sich für eine bessere Aufklärung der Nutzer ein

Zwar ist den Internet-Nutzern die Bedeutung der Online-Reputation bekannt, jedoch benötigen viele von ihnen Hilfe bei der Kontrolle und Management ihrer digitalen Profile. "Die Menschen wollen leicht verständliche Privatsphäre-Optionen", sagt Ralph Haupter, Vorsitzender der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland. "Microsoft setzt sich daher für bessere Aufklärung über Risiken im Internet und die Stärkung der Eigenverantwortung der Nutzer ein. Viele Gesetzmäßigkeiten, Regeln und Denkweisen der analogen Welt gelten nicht mehr in der digitalen Zeit, neue Technologien verändern unseren Alltag und unsere Kommunikation grundlegend", erklärt Haupter. "Im Sinne einer Corporate Technical Responsibility übernehmen wir daher die besondere Verantwortung, die wir als IT-Unternehmen für die gesellschaftlichen Folgen unserer Innovationen haben."

Tipps und Infos zum Schutz der eigenen Online-Reputation

Das Web vergisst nichts. Deshalb lautet die oberste Regel: Jeder Internet-User sollte sich höflich und mit Respekt anderen gegenüber verhalten. Darüber hinaus gibt es viele weitere nützliche Tipps und Informationen zum Schutz der Online-Reputation, die Microsoft auf der Internetseite "Safety & Security Center" zusammengestellt hat.

Jeder zweite Nutzer unterschätzt die langfristigen Auswirkungen seines Verhaltens im Internet