Die Microsoft-Bildungsinitiative "Schlaumäuse - Kinder entdecken Sprache" hat sich zum Ziel gesetzt, die Sprachentwicklung von Vorschulkindern spielend zu fördern. Rund 7.000 Kitas arbeiten bereits mit der mehrfach ausgezeichneten Schlaumäuse-Lernsoftware. In den kommenden Monaten wird die Test- und Einführungsphase der neuen Schlaumäuse-Version von Studenten der Universität Erfurt wissenschaftlich begleitet.

Jeder fünfte Schüler in Deutschland kann nicht richtig lesen

Die Beherrschung der deutschen Sprache ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Schulkarriere und das Fundament einer beruflichen Zukunft. Sprachtests beweisen aber, dass rund 10 bis 15 Prozent aller deutschen Erstklässler so gravierende Verständnis- und Ausdrucksschwierigkeiten haben, dass sie dem Unterricht nur schwer folgen können. Bei Kindern mit Migrationshintergrund liegt der prozentuale Anteil sogar bei bis zu 30 Prozent. Die Folge: In Deutschland kann jeder fünfte Schüler im Alter von 15 Jahren nicht richtig lesen - das geht aus einer Studie hervor, die die Europäische Kommission im Juli 2011 in Brüssel vorgestellt hat.

Vorschüler entdecken die deutsche Sprache spielerisch am Computer

Um die frühkindliche Sprachförderung zu unterstützen und die Startchancen in der Schule zu verbessern, hat Microsoft im Rahmen der 2003 gegründeten Bildungsinitiative "Schlaumäuse - Kinder entdecken Sprache" eine Lernsoftware entwickelt, mit der Vorschulkinder die deutsche Sprache spielerisch entdecken können. Im Herbst 2012 erscheint bereits die dritte Version der mehrfach preisgekrönten Software.

Die Schlaumäuse zählen zu den besten Lernprogrammen

Die Einführungs- und Testphase wird dabei von Professor Dr. phil. Gerd Mannhaupt und 18 Studenten der Universität Erfurt wissenschaftlich begleitet. "Durch die pfiffige Aufbereitung der Schlaumäuse gehört die Software sicherlich zu den führenden Lernprogrammen im Vorschulbereich", erklärt Professor Mannhaupt, Experte für Grundschulpädagogik und Kindheitsforschung.

Studenten besuchen regelmäßig Test-Kitas und Grundschulen

Die spannende Aufgabe des Expertenteams: Gemeinsam mit den Entwicklern der neuen Software arbeiten die angehenden Pädagogen in einem mehrtägigen Blockseminar verschiedene Aufgabenstellungen heraus, die ebenfalls Bestandteil ihrer Examensarbeit sind. In den kommenden Monaten besuchen die Studenten regelmäßig Test-Kitas und Grundschulen, um dort zu prüfen, wie die Kinder mit der neuen Schlaumäuse-Software zurechtkommen. "In spezifischen Untersuchungen wollen wir herausfinden, wie wirksam die Schlaumäuse tatsächlich sind", beschreibt Gerd Mannhaupt die Testvorgänge. Die Studenten werden dafür in einem Wirkungstest den aktuellen Sprachstand der Kinder ermitteln. Nach einer Übungsphase mit den Schlaumäusen wird der Sprachstandstest erneut absolviert. Das Ergebnis zeigt anschließend auf, inwieweit die Lernsoftware die Sprachkompetenz der einzelnen Kinder beeinflusst hat. Bevor die neue Schlaumäuse-Lernsoftware dann im Herbst auf dem Markt erscheint, finden eine umfangreiche Auswertung der Testergebnisse sowie eine Überarbeitung der Schlaumäuse-Lernmodule statt.

Eine Bildungsinitiative schreibt Erfolgsgeschichte

Zum Start des Pilotprojektes 2003 waren es 200 Kitas bundesweit, die ihren Vorschulkindern die Möglichkeit boten, ihre sprachlichen Kompetenzen beim Spielen mit der Schlaumäuse-Lernsoftware zu verbessern. Neun Jahre später sind es schon rund 7.000 Kindergärten in ganz Deutschland. Und jede Woche kommen neue Schlaumäuse-Kindergärten hinzu. Das Ziel der Schlaumäuse-Bildungsinitiative: Bis Ende 2012 sollen 10.000 Kitas von dem computergestützten Lernprogramm profitieren.