E-Energy, ein IKT-basiertes Energiesystem, in Deutschland einzuführen, ist erklärtesZiel der Bundesregierung. Microsoft beteiligt sich intensiv an der Umsetzung derso genannten Smart Grid-Aktivitäten.

Neben diverser Pilotprojekte und der Teilnahme an einem E-Energie-Arbeitskreis desBundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM)unterstützt das Unternehmen Energieversorger bei ihren Modernisierungsprozessenmit der Smart Energy Referenz Architektur (SERA) – einer Schritt für Schritt Anleitung,wie man sich vom traditionellen Energieanbieter in einen nationalen, Verbraucherorientierten und effizient agierenden Partner im E-Energiefeld verwandeln kann.

Energieversorger sind nicht auf Smart Grid eingestellt

Bei der Optimierung der Elektrizitätsversorgung und der Einführung intelligenterNetzwerke in Deutschland sind vor allem die Energieanbieter gefordert, ihre Strukturenzu modernisieren. So sollen sie im Zuge der Smart-Grid-Aktivitäten zukünftig inder Lage sein, Stromstände alle 15 Minuten abzumessen und den Verbrauchern dynamischeTarifmodelle anbieten zu können. "Wir haben eine weltweite Umfrage unter den Energieanbieterndurchgeführt und sie gefragt, ob sie tatsächlich in der Lage sind, Smart Grid zupraktizieren", sagt Frank Koch, Infrastruktur-Architekt bei Microsoft. Die Antwortenwaren ernüchternd: Nur neun Prozent von ihnen könnten den Anforderungen der Politikderzeitig nachkommen.

Mit SERA wächst Energie mit IT zusammen

SERA soll ihnen helfen, sich auf das Energiesystem der Zukunft einzurichten. Dasbeginnt bei der Umstellung der internen IT bis hin zur Verknüpfung der Hauszählerihrer Kunden.

Wie kann ich die alle 15 Minuten bei 100.000 Kunden gemessenen Stromstände verwaltenund verarbeiten? Oder: Wie verbinde ich mein Rechnungssystem mit der Strombörsein Leipzig, um aktuelle Preise berechnen zu können? Das sind alles Fragen, die SERAbeantwortet. Darüber hinaus bietet die Referenz-Architektur übergreifende Lösungenfür die Verbesserung der Schnittstellen zu Kraftwerken, Stromtransporteuren undVerteilern an. Denn noch immer gehen rund 50 Prozent der produzierten Energie aufdem Weg in die Haushalte verloren. "Auch zur Vermeidung dieser enormen Energieverlusteund die damit verbundene CO2-Produktion trägt SERA bei", erklärt Koch

Die Forderung an die Regierung: E-Energy muss ein Schwerpunktthema bleiben, dennDeutschland könne hier eine Vorreiterrolle in Europa übernehmen. "Noch immer gibtes keine offiziellen Standards. Statt sie von Nachbarländern übernehmen zu müssen,sollte Deutschland sie als erstes Land definieren. Mit den Aktivitäten rund um dieDKE wurden hier die richtigen Schritte eingeleitet", soKoch.

Das Interesse an Smart Energy Referenz Architektur ist groß. "Die Energieversorgermüssen sich den Richtlinien der Regierung anpassen und benötigen Unterstützung.Durch SERA wächst Energie mit IT zusammen", erläutert der IT-Experte.

Vom Konsumenten zum Prosumenten

Auch die Verbraucher erwarten einen optimierten Service von den Energieversorgern.Außerdem wollen sie die Möglichkeit erhalten, ihre Energiekosten zu reduzieren.Dazu müssen sie in der Lage sein, ihren Verbrauch besser kontrollieren und in denStunden nutzen zu können, in denen Strom billiger ist. Zukünftig werden immer mehrMenschen in der Lage sein, selber Energie zu erzeugen und zu konsumieren. Aus Konsumentenwerden Prosumenten. Dadurch wird es noch mehr Schnittstellen geben, die eine optimaleSteuerung der Netzwerke erfordern. Alles Aufgaben, die nur mit Hilfe von IKT gelöstwerden können.