Software-Fälschern auf der Spur

Mehr als 240.000 Software-Programme hat der Produktidentifikationsservice (PID-Service) in den vergangenen zehn Jahren kostenlos auf ihre Echtheit getestet. Davon erwiesen sich 93 Prozent als illegal. "Wie alle anderen Schritte, die Microsoft zur Bekämpfung von Fälschungen unternimmt, dient auch der PID-Serivce dem Schutz des Verbrauchers", sagt Dr. Swantje Richters, Rechtsanwältin bei Microsoft Deutschland. "Mit diesem Angebot helfen wir Kunden, die von Fälschern getäuscht wurden."

Schaden in Milliardenhöhe

Wie groß der Bedarf nach einer Prüfstelle dieser Art ist, beweist die seit Jahren hohe Zahl der Einsendungen. Zwar seien die professionellen Fälschungen weniger geworden, so die Beobachtungen der PID-Service-Mitarbeiter, aber dafür gäbe es mehr trickreiche Manipulationen. Das heißt, Softwarepiraten mischen echte Bestandteile von Programmen mit gefälschten. Die Folge: Die Nutzung illegaler Software kann große Sicherheitslücken und Datenverluste verursachen. Auch die wirtschaftlichen Schäden, die gefälschte Software auslöst, sind enorm hoch. Eine von der Business Software Alliance (BSA) in Auftrag gegebene IDC-Studie ermittelte im Mai 2009, dass die Piraterierate in Deutschland bei 27 Prozent liegt, was einem Umsatzverlust von 1,55 Milliarden entspricht. Dabei sind entgangene Steuereinnahmen und Arbeitsplatzverluste noch nicht mitgezählt.

Keine Chance für Fälscher

In der Vergangenheit gelang es dem PID-Service in Kooperation mit Ermittlungsbehörden, viele global agierende Fälscherbanden aufzudecken. Laut des im Oktober veröffentlichten BSA Reports sind jedoch aktuell noch 41 Prozent aller weltweit auf Computern installierten Softwareprogramme illegal. Würde es allein in Deutschland gelingen, die Raubkopierate auf 17 Prozent zu senken, würden bundesweit 12.300 Arbeitsplätze geschaffen und 1,9 Milliarden US-Dollar zusätzliche Steuereinnahmen generiert werden.