Die Microsoft-Bildungsinitiative „Schlaumäuse – Kinder entdecken Sprache“ hat sich zum Ziel gesetzt, die Sprachentwicklung von Vorschulkindern spielend zu fördern. Rund 7.000 Kitas in Deutschland arbeiten seit 2003 mit der mehrfach ausgezeichneten Schlaumäuse-Lernsoftware. Im Herbst 2012 erscheint die dritte Version des Lernprogramms. Im Rahmen eines Fachseminars haben achtzehn Pädagogikstudenten der Universität Erfurt die die Test- und Einführungsphase der neuen „Schlaumäuse“-Software wissenschaftlich begleitet.

Ihre anspruchsvolle Aufgabe: den aktuellen Sprachstand von 120 Vorschulkinder in insgesamt 10 Kindertagesstätten ermitteln und durch spezielle Tests aufzeigen, wie sich der spielerische Umgang mit der neuen „Schlaumäuse“-Lernsoftware auf den Spracherwerb auswirkt. In den Abschlussarbeiten dokumentierten und werteten die jungen Experten ihre wissenschaftlichen Beobachtungen über die dritte „Schlaumäuse“-Version aus. Übereinstimmend stellten die Studenten fest, dass alle Kinder mit großem Spaß die Welt der Wörter entdecken und dabei spielend die deutsche Sprache erlernen.

Rund 53.000 Jugendliche in Deutschland haben keinen Schulabschluss

Nach Angaben der Stiftung Lesen e.V. haben 6,5 Prozent der Schülerinnen und Schüler im Jahr 2010 in Deutschland die Schule ohne Schulabschluss verlassen. Somit gingen 53.000 Jugendliche ohne berufliche und schulische Perspektive ihrer Zukunft entgegen. Frühkindliche Leseförderung kann nach Meinung der Experten diesem hohen Anteil an Schulabbrechern entgegenwirken. Die Beherrschung der deutschen Sprache ist dafür eine maßgebliche Voraussetzung.

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Das Lernprogramm ist selbsterklärend aufgebaut

„Besonders positiv ist mir aufgefallen, dass das neue ‚Schlaumäuse‘-Programm sehr stark mit dem Kind agiert und selbsterklärend aufgebaut ist. Es ist toll für die Kinder, wenn sie nicht immer jemanden brauchen, der ihnen Hilfestellung gibt“, schildert die 30-jährige Studentin Jessika Kristek ihre Untersuchungseindrücke. Besonders faszinierend sei es für sie gewesen, mit welcher Begeisterung die Kinder das neue Lernprogramm angenommen haben. „Es gab ein Mädchen in der Gruppe, das sehr schlecht Deutsch sprach. Sie war schüchtern und wirkte isoliert. Doch das änderte sich, als sie begann, mit den Schlaumäusen zu spielen“, erinnert sich Kristek. „Ihre Aufgabe bestand darin, den Anfangsbuchstaben eines Worts auszutauschen. Aus einem ‚Tisch‘ sollte ein ‚Fisch‘, aus einer ‚Dose‘ eine ‚Rose‘ werden. Das Mädchen hat dies zum Erstaunen der Erzieherinnen geschafft. Jede Antwort hat sie bestärkt, und sie hat sich immer mehr ins Spiel vertieft.“

Zusammenhalt und soziale Kompetenzen wachsen

Das Programm fördert jedoch nicht nur die Sprachentwicklung, sondern stärkt auch den Zusammenhalt. So haben die Studenten beobachtet, dass die Kinder gemeinsam miteinander am Computer spielen. Dabei motivieren sie sich gegenseitig und freuen sich mit den anderen über einen erfolgreichen Spielverlauf. Das Testurteil von Jessika Kristek lautet deshalb: „Die neuen ‚Schlaumäuse‘ erweitern den Sprachschatz, fördern das Selbstbewusstsein und machen spielend stark.“