Als Verbraucher tätigen wir Käufe, aber auch Verkäufe in wachsendem Maße über das Internet. Dies wirft zwangsläufig die Frage danach auf, wie es um den Verbraucherschutz im Internet bestellt ist. Keine Frage, die Rechte des Verbrauchers müssen gerade im digitalen Raum umfassend gewahrt bleiben. Wenig sinnvoll wäre es wiederum, die im Internet sich bietenden Chancen für Verbraucher und Unternehmen durch unnötige Überregulierung zu ersticken. Vielmehr sollten die Handlungsautonomie sowie die Fähigkeit des Verbrauchers zur selbständigen Wahrnehmung seiner Rechte und Verantwortung gestärkt werden. Denn eins steht fest, Informationstechnologien und Internetdienste entwickeln sich schneller, als jeder Gesetzgeber agieren und reagieren kann.

Cornelia Kutterer, Senior Regulatory Policy Manager bei Microsoft in Brüssel diskutierte dieses Themenspektrum und mögliche Ansätze mit Mitarbeitern von Abgeordneten und Fraktionen des Deutschen Bundestages in Berlin. Dabei wurde schnell klar, sowohl Technologien als auch Dienste kennen längst keine nationalen oder politischen Grenzen mehr. Daher gerade auf Unternehmen eine große Verantwortung zu.

Microsoft legt größten Wert auf Transparenz. Wir gestalten unsere Produkte und Datenschutzbestimmungen so, dass der Verbraucher selbst entscheiden kann, welche Informationen er - zum Beispiel bei der Onlinesuche mit dem Internet Explorer 9 – weitergibt, und welche nicht. Gleichzeitig bleibt der Appell an die Verbraucher, diese Möglichkeiten auch in Anspruch zu nehmen und sich die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) des jeweiligen Anbieters durchzulesen. Denn, der Schlüssel für einen starken Verbraucherschutz liegt nicht in immer neuen Gesetzen, sondern in der Stärkung des Verbrauchers, seiner Medienkompetenz und Gestaltungsmöglichkeiten. Microsoft wird die Diskussion über digitalen Verbraucherschutz weiter vorantreiben und hier auch den Schulterschluss mit weiteren Akteuren suchen.