Vernetzte Städte mit „Microsoft CityNext“

Die Städte der Welt wachsen unaufhaltsam. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen werden im Jahr 2050 fast 70 Prozent der Weltbevölkerung, das entspricht rund 6,3 Milliarden Menschen, in urbanen Ballungszentren leben. Diese Entwicklung stellt die Metropolen vor große Herausforderungen. Hochentwickelte Informations- und Telekommunikationstechnologien sind unverzichtbar, um den wachsenden Anforderungen der Daseinsvorsorge und den steigenden Erwartungen der Bevölkerung gerecht zu werden. Wichtige Aufgabe der Städte ist es zunächst, veraltete Infrastrukturen zu modernisieren und Verwaltungsprozesse so zeitgemäß zu gestalten, dass sie den Interessen der Bürger entsprechen.

Moderne Technologien für eine moderne Verwaltung

Mit der Initiative „Microsoft CityNext – Gemeinsam für die Stadt von morgen“ unterstützt das Unternehmen die Teilnehmer dabei, ihre Städte mithilfe von komplexen IT-Lösungen noch lebenswerter zu machen. „Städte werden künftig noch stärker als bisher der Motor unserer ökonomischen, gesellschaftlichen und politischen Entwicklung sein", sagte Christian P. Illek, Vorsitzender der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland anlässlich der ersten CityNext-Konferenz, die am 28. Januar in Hamburg stattfand. „Moderne ITK-Technologien liefern konkrete Lösungen für die erforderliche Modernisierung des öffentlichen Sektors. Dabei verfolgen wir mit Microsoft CityNext einen Ansatz, der weit über IT-Infrastrukturen hinaus geht und die Stadt als modernen Dienstleister für die Interessen seiner Bürger in den Mittelpunkt rückt.“ Neben Städten wie Moskau, Buenos Aires oder Barcelona hat sich Hamburg als weltweit zehnte Stadt der Initiative angeschlossen.

Hamburg und Barcelona tauschen eGovernment-Erfahrungen aus

Im Fokus der CityNext-Konferenz standen die urbanen eGovernment-Lösungen von Hamburg und Barcelona. Über 160 Teilnehmer aus dem kommunalen und städtischen Umfeld, Verbände sowie Microsoft-Partner diskutierten die Herausforderungen und Lösungen für die Stadt von morgen. „Wir sind überzeugt, dass Zusammenarbeit und Erfahrungsaustausch helfen“, erklärte Jörn Riedel, Leiter Informationstechnologie der Stadt Hamburg. „Man kann sowohl von Erfolgen als auch von weniger gut gelungenen Projekten der CityNext-Partner lernen, schließlich sind die Herausforderungen großer Städte in vielen Fragen ähnlich“.

Hansestadt setzt mit Transparenzgesetz ein neues Zeichen

In Sachen eGovernment liegt die Freie und Hansestadt Hamburg weit vorne. Vor allem mit dem 2012 verabschiedeten Transparenzgesetz sorgte die Elbmetropole auch international für Aufsehen. Der Kern des Gesetzes ist ein über das Internet öffentlich zugängliches Informationsregister. Darin sollen alle Hamburger Behörden und vom Land kontrollierte Unternehmen aktiv Daten, Dokumente und Verträge veröffentlichen - ein Novum in der deutschen Politik.

E-Umlaufmappe beschleunigt die Entscheidungsprozesse in Hamburg

Ein weiteres hanseatisches Erfolgsbeispiel ist die 2011 eingeführte elektronische Umlaufmappe, die effektive und transparente Arbeitsprozesse ermöglicht. Die E-Umlaufmappe wird zentral auf dem Cloud-basierten Microsoft-SharePoint-Server verwaltet. „Nach Beendigung des Entscheidungsprozesses können die darin befindlichen Dokumente direkt von der Plattform in die elektronische Akte transferiert und in einem für die Langzeitaufbewahrung geeigneten Format gespeichert werden“, erläutert Jörn Riedel. Wichtige Entscheidungsvorgänge können so auf wenige Minuten reduziert werden – die bisherigen Gitternetzmappen, in denen die abstimmungsrelevanten Dokumente von Büro zu Büro gereicht wurden, gehören damit der Vergangenheit an.

Barcelona beeindruckt durch Big Data-Vorzeigeprojekt

Auch die katalanische Microsoft CityNext-Partnerstadt Barcelona gab auf der Konferenz exemplarische Arbeitseinblicke. So gilt das „City Dashboard“ als weltweites Vorzeigeprojekt. Hier laufen zum Beispiel alle vorhandenen Systeme im Bereich Verkehr und Transport zusammen. Gleichzeitig können Bürger über eine Webapplikation eigene Hinweise geben und vorhandene Daten abrufen. Mit Hilfe dieser Open Data-Lösungen kann nicht nur der Verkehr besser gesteuert, sondern auch der CO2-Ausstoß reduziert werden.

„Neustadt digital” ist ein Teil von „CityNext“

Mit dem Onlineprojekt „Neustadt digital” verdeutlicht Microsoft Deutschland bereits seit 2012 seine Vision einer modernen Stadt, in der alle Verwaltungsprozesse digitalisiert sind und damit effizienter und bürgernäher verlaufen. Im Zentrum steht hier eine offene Verwaltungsstruktur, die alle entscheidenden Akteure miteinander vernetzt. Bürger können über mobile Anwendungen Schadensfälle direkt an zuständige Verwaltungsstellen melden oder über Online-Plattformen an kommunalen Projekten teilnehmen. Bildungseinrichtungen bieten Schülern und Mitarbeitern Cloud-Lösungen zum orts- und plattformunabhängigen Lernen, und auch Gesundheitseinrichtungen sind über effektive Kooperations-Plattformen miteinander und mit den Patienten vernetzt. So werden Doppeluntersuchungen vermieden, Kosten gesenkt und die Behandlungsqualität erhöht. Als Bestandteil der „Microsoft CityNext“-Initiative bietet „Neustadt digital” auch in Zukunft Orientierungshilfen für innovative kommunale Lösungen. Die Initiative wird mit einem Stand auf der CeBIT 2014 vertreten sein.

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