Der Trend weist in die falsche Richtung: Die Anzahl der High-Tech-Gründungen ist in Deutschland weiter auf Abwärtskurs. Während im Vorjahr noch ein leichter Positivtrend zu erkennen war, der durch die neue Rechtsform der Unternehmergesellschaft ausgelöst wurde, ging die Gründungstätigkeit um zwei Prozent zurück. Damit befindet sich die Anzahl der Neugründungen im High-Tech-Bereich mit rund 14.100 Gründungen deutlich unter dem Niveau der zweiten Hälfte der 90er Jahre mit 18.500 Neugründungen pro Jahr.

Für die deutsche Wirtschaft kann dies gravierende Folgen haben. Denn wie die Forschungsergebnisse des ZEW beweisen, gehören High-Tech-Gründer zu den wichtigsten Impulsgebern des Landes. So beschäftigen sie in den ersten fünf Jahren ihrer Geschäftstätigkeit im Durchschnitt doppelt so viele Mitarbeiter wie Gründer aus anderen Industriezweigen. Darüber hinaus gelten High-Tech-Gründer als treibende Kraft bei der Entwicklung von Innovationen, ohne die die deutsche Wirtschaft auf dem Weltmarkt nicht konkurrenzfähig wäre.

Cloud-Technologie als Wachstumschance

"Es ist wichtig, High-Tech-Start-ups in Deutschland besonders zu fördern. Neben der finanziellen Förderung durch VC-Geber und Business-Angels ist es unerlässlich, auch technologisch die nötigen Rahmenbedingungen für Start-ups zu verbessern", sagt Microsoft-Geschäftsführer Ralph Haupter. Vor allem im Bereich Cloud Computing sieht der Vorsitzende der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland große Potenziale für die IT-Industrie und für Start-ups, um schnell von der Investitions- in die Gewinnzone zu wechseln. "Die Cloud kann Start-ups erfolgreich machen", so Haupter.

Trotz der sinkenden Zahlen im High-Tech-Gründerbereich sei es eine spannende Zeit, die es zu nutzen gelte, so Haupter. Denn Cloud Computing, mobile Kommunikation oder App-Entwicklung besitzen eine starke Wachstumsdynamik, die sich erst in den kommenden Jahren vollständig entfalten wird. Bis 2015 sollen laut dem Centre for Economics and Business Research (Cebr) aus London in Deutschland 820.000 neue IT-Arbeitsplätze entstehen.

ZEW-Studie: Anzahl der High-Tech-Gründungen in Deutschland ist rückläufig
Starke Hilfe für Erfolg versprechende Neueinsteiger

Um die Innovationskraft Deutschlands zu stärken, unterstützt Microsoft die High-Tech-Gründerlandschaft seit Jahren mit verschiedenen Initiativen. So nutzen rund 1200 junge Unternehmen den kostenfreien Zugang zu Cloud- und anderen Entwicklertechnologien über das Programm BizSpark. Über dieses Programm erhalten sie überdies technischen Support und den Zugang zu Kunden- und Partnernetzwerken: "Mit der Cloud-Anwendung Windows Azure konnten wir auf eine bestehende und gut ausgereifte Infrastruktur und IT-Systeme zurückgreifen und diese an unser schnell wachsendes Unternehmen anpassen", erklärt Boje Holtz, Geschäftsführer von MobileBits, dessen Start-up von Microsoft unterstützt wird. Sein Unternehmen hat eine neue Plattform auf Basis von Windows Azure entwickelt, mit der Programmierer Smartphone-Spiele für verschiedene Betriebssysteme gleichzeitig schreiben können.

In die Zukunft investieren heißt, erfolgversprechende Start-ups fördern, um damit die Innovationskraft Deutschlands zu stärken.