Wie ernst ist es Microsoft mit Open Source?

In einem aktuellen Blogpost unternimmt Mary Joe Foley eine Beweisführung in 10 Punkten, um das tiefgreifende Alignment von Microsoft und Open Source auf den unterschiedlichsten Ebenen zu zeigen. Wir baten Hans Berndl, Manager Strategisches Marketing und Technology Evangelist bei Microsoft Österreich, darum, die “Proofpoints” zu kommentieren (in kursiv):

10: Encouraging the Open Source Ecosystem
Um die Öffnung von Microsoft und die rasante Entwicklung in diesem Bereich zu illustrieren, eignen sich am besten Zahlen. Open Source Software(OSS) Applikationen, die auf Windows laufen, wuchsen von 2009 auf 2010 um 400% (von 80.000 in 2009 auf +350.000 in 2010).

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9: Wheel-Reinventing Reduced
Unsere Cloud Computing Investitionen zeigen ganz klar, dass wir bestehende Open Source Lösungen unterstützen und diese auch in unsere bestehenden On-Premise-Lösungen integrieren. Am eindrucksvollsten zeigt sich diese Kooperation in unserer aktiven Mitarbeit bei der Definition und Weiterentwicklung von Standards. Microsoft arbeitet weltweit mit mehr als 150 Standardisierungsorganisationen in über 400 Arbeitsgruppen gemeinsam mit vielen anderen Herstellern und Interessensgruppen zusammen.

8: Facilitating With NuGet Package Manager
Ein weiterer Beweis für ein ehrliches Bestreben unseren Beitrag zu leisten im Open Source Software Eco-System.

7: Making Windows a great platform for open-source
23 der TOP 25 OSS Projekte laufen auf Windows. Wir erleichtern mit unserer Open Source Projektplattform “CodePlex” die Entwicklung und Zusammenarbeit für mehr als 300.000 Benutzer von mittlerweile 28.000 Open Source Projekten.

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6: Forking and Maintaining Ports
Wir haben vor Kurzem eine eigene Niederlassung – Microsoft Open Technologies Inc – gegründet, die sich auf Open Source Technologien fokussiert. Sie wird von Jean Paoli geleitet, den ich hier zitieren darf: “The (Open Technologies) subsidiary provides a new way of engaging in a more clearly defined manner. This new structure will help facilitate the interaction between Microsoft’s proprietary development processes and the company’s open innovation efforts and relationships with open source and open standards communities.”

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5: Supporting Apache, PHP and Ruby on Windows
4: Supporting open-source platforms in Azure
Die Unterstützung von Nicht-Microsoft Technologien auf Microsoft Technologie im eigenen Rechenzentrum und in unseren Cloud-Rechenzentren ist mittlerweile ein mehrjähriges Investment, wo wir heute die ersten Früchte dieser Bestrebung ernten können.

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3: Backing Hadoop
Die aus meiner Sicht beste und mit dem größten Weitblick getroffene (wenn auch sehr kostspielige) Entscheidung von Microsoft in den letzten Monaten. Wir haben 5-6 Jahre eigene Forschung und Softwareentwicklung in die Rundablage befördert für eine am Markt bereits etablierte und mit einer starken Community versehenen Lösung – Hadoop für BIG DATA Anwendungen.

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2: Becoming A Top-20 Contributor To The Linux Kernel
Unser Beitrag, Linux zu einem “first citizen” in unsere Virtualisierungstechnologie zu machen, zeigt wie ernst uns diese Zusammenarbeit mit der Open Source Software Community ist. Besonders in Bezug auf die so oft und gerne zitierte Aussage von Steve Ballmer vor über einer Dekade.

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1: Open Sourcing ASP.NET MVC4.0, WebAPI and Razor View Engine
Da wir wahrscheinlich die letzte Company auf dieser Welt sind, die Open Source nicht für ihren kommerziellen Erfolg einsetzen, begrüße ich diesen Schritt. Aus einer Mitbewerbsbetrachtung schließen wir nur mit anderen in der IT Branche auf, die Open Source für sich in den vergangenen Jahren instrumentalisiert haben. Wenn man die Herangehensweise und das Investment (Personen, Zeit und Geld) von Microsoft damit vergleicht, finde ich das wir hier einen ehrlicheren und transparenteren Weg verfolgen und das macht mich stolz.