Was unsere Kunden sagen: Die wichtigsten Unternehmenstrends 2014

Was unsere Kunden sagen: Die wichtigsten Unternehmenstrends 2014
Auf meinen Reisen unterhalte ich mich mit verschiedenen Kunden aus verschiedenen Branchen und Regionen – von produzierenden Unternehmen in Europa über Einzelhändler in Asien zu Hoteliers in Lateinamerika. Ende 2013 ergaben sich während dieser Gespräche einige wesentliche Punkte, die sowohl über die zukünftigen Bedürfnisse der Kunden als auch über die Trends der Technologiebranche Aufschluss geben. Welche Trends kann Ihr Unternehmen daher im neuen Jahr erwarten? Im Folgenden werden ein paar Beispiele genannt, die im kommenden Jahr eine Rolle spielen werden:
Das Internet der Dinge wird Realität. Wir sind alle mit der Herausforderung von Big Data und der überwältigenden Menge, Geschwindigkeit und Vielfalt an Daten vertraut. Studien bestätigen die Schlussfolgerung, zu der viele von Ihnen bereits selbst gekommen sind: Mit jeder Sekunde werden mehr Daten über das Internet übertragen als dort vor 20 Jahren insgesamt existierten. Da Kunden nun mehr Sensoren und Geräte in jedem Teil ihres Geschäfts bereitstellen, hat die Datenexplosion gerade erst begonnen. Dieses Konzept des „Internets der Dinge‟ ist während meiner Kundengespräche ein heißes Thema. Viele Unternehmen arbeiten effizienter, da sie aufgrund der Vernetzung von Geräten präzisere Entscheidungen treffen können. Ein großartiges Beispiel dafür ist das führende deutsche Siloah St. Trudpert Klinikum. Um die Patientenversorgung zu verbessern, wurde ein System eingerichtet, das OP-Geräte, Maschinen und Datenquellen integriert. Es ist ebenso wichtig sicherzustellen, dass Unternehmen die richtigen Datensätze analysieren, einige Daten in Echtzeit verarbeitet werden und andere Daten wiederum auf dem jeweiligen Gerät verbleiben. Auch ein Datenaustausch zwischen einzelnen Maschinen sollte in Betracht gezogen werden. Mit dieser Strategie, die das Verständnis dafür voraussetzt, welche Daten verarbeitet und welche Daten ignoriert werden sollten, kann das „Internet der Dinge‟ Realität werden. Dies wird 2014 eine große Sache.
Die Umkehrung von BYOD. Viele haben bereits die Erfahrung gemacht, wie ein mobiler Arbeitsplatz die Grenze zwischen Privat- und Berufsleben verschwimmen lassen kann. Heute sind Geschäftsleute nicht mehr an einen PC in einer traditionellen Büroumgebung gebunden. Sie arbeiten während ihrer Arbeitszeiten auf mehreren Geräten und erwarten, dass ein Zugriff auf ihre Einstellungen, Daten und Anwendungen ermöglicht wird. Forrester schätzt, dass fast 80 Prozent der Arbeitskräfte zumindest einen Teil ihrer Arbeitszeit außerhalb des Büros verbringen. 29 Prozent der weltweiten Arbeitskräfte können zudem als sogenannte Informationsarbeiter charakterisiert werden, die von überall aus zu jeder Zeit einsatzbereit sind. Dieser Trend wurde als „Bring Your Own Device‟ oder BYOD bezeichnet. Jetzt ist jedoch eine Umkehrung festzustellen. Während der Kundengespräche erfuhr ich, dass geschäftsfähige, sichere Geräte mittlerweile so gut sind, dass Unternehmen dazu übergehen, selbst Mobilitätslösungen bereitzustellen, die sowohl für effektives Arbeiten als auch für die Freizeit geeignet sind. Ein Beispiel dafür ist Delta Airlines, die ihren Flugbegleitern 19.000 Nokia Lumia 820-Geräte bereitgestellt und 11.000 Piloten mit Surface-Geräten ausgestattet hat, um die elektronischen Pilotenkoffer zu ersetzen. Delta erwartet sich damit Einsparungen von 11 Millionen US-Dollar pro Jahr. Es ist ein spannender Zeitpunkt, um 2014 mobil zu werden.
Enterprise Social gewinnt an Bedeutung. Vor zwei Jahren hätten mir Kunden noch gesagt, dass sie angesichts sozialer Netzwerktechnologien Bedenken hätten, da zu viele Risiken bestanden und der Nutzen nicht erkennbar gewesen wäre. Heutzutage wird bei fast jedem Treffen über Enterprise Social gesprochen. Die Abgrenzung von der Konkurrenz liegt für viele Kunden in der Fähigkeit, auf veränderte Kundenstimmung in sinnvoller Weise schnell zu reagieren. Dies erfordert jedoch, dass Mitarbeiter aller Unternehmensebenen für einen sich verändernden Geschäftsrhythmus sensibilisiert und mit Tools ausgestattet werden, die eine intensivere Vernetzung untereinander und mit den Kunden ermöglichen. Viele von uns sind bereits in irgendeiner Form in soziale Netzwerke über Facebook, LinkedIn oder Twitter eingebunden. Was nun, wenn Unternehmen Mitarbeiter- und Kundennetzwerke erfolgreich nutzen, um geschäftliche Einblicke zu gewinnen und sich dadurch von Mitbewerbern abgrenzen? Es ergeben sich enorme Chancen. Ein Beispiel hierfür ist Red Robin, eine amerikanische Fast Food-Kette, die Gourmet-Burger vertreibt. Mit der Bereitstellung der Yammer-Plattform konnte das Kundenfeedback über die Mitarbeiter der einzelnen Restaurants schneller an die Unternehmenszentrale weitergeleitet werden. Der Abbau interner Kommunikationshürden kann zu Kosteneinsparungen beitragen, die Reaktionsfähigkeit von Unternehmen erhöhen und schnelle Richtungswechsel ermöglichen. Einige Unternehmen stellen sogar eine deutlich verbesserte Arbeitsmoral fest, wenn Kommunikation offen und breit gefächert ist. Soziale Netzwerke gehören zum fixen Bestandteil der heutigen Interaktion. Unternehmen, die rechtzeitig auf diesen Trend setzen, werden ihre Fähigkeiten weiter ausbauen und herausragende Geschäftsergebnisse erzielen können.
Neue Geschäftsmodelle durch die Cloud entwickeln. Gespräche rund um das Thema Cloud Computing drehen sich heute nicht mehr darum, ob ein Einstieg in die Cloud sinnvoll ist, sondern wann ein solcher erfolgen sollte. Viele Unternehmen wollten zunächst mit Cloud Computing Kosten senken und nicht geschäftskritische Arbeitslasten wie Messaging und Datenspeicherung in ein kosteneffizienteres, cloudbasiertes Modell auslagern. Allerdings profitieren Kunden weitaus mehr von der Cloud, wenn sie neue, cloudbasierte Umsatzmodelle erkennen und ausbauen. Die Cloud ermöglicht eine einzigartige und nachhaltige Form von Wachstum, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit – die alle zu den geschäftskritischen Komponenten eines globalen Markts zählen, der den Unternehmen erhöhte Mobilität, Flexibilität und bessere Qualität über alle Bereiche hinweg abverlangt. Ein großartiges Beispiel dafür ist Atea, ein führender Anbieter von IT-Infrastruktur in Nordeuropa und im Baltikum. Dank Windows Azure konnte eine neue Geschäftsmöglichkeit mit minimalen Vorabinvestitionen genutzt werden.
Unvergessliche Momente für Kunden schaffen. Abgesehen von diesen neuen Trends, die die Technologie- und Geschäftsbranche verändern und definieren, möchten Unternehmen wissen, wie sie diese Informationen, Daten und Technologien am besten nutzen können, um sich mit Kunden besser zu verständigen und in langfristige Geschäftsbeziehungen zu investieren. Kunden sind heutzutage weitaus besser informiert und vernetzt und verfügen über sofortigen Zugriff auf Informationen und soziale Kanäle. Unternehmen müssen deshalb eine ebenso verbesserte Service- und Supportleistung bieten, um den wachsenden Bedürfnissen der anspruchsvollen Kunden zu entsprechen. Erfolgreiche Unternehmen wie Pandora sind imstande, Technologie so zu nutzen, um Kunden unvergessliche Momente zu bieten – eine Philosophie, die sich von den Einzelhändlern, die ihre Ware verkaufen, bis zu den Kunden, die sie kaufen, erstreckt.
Unternehmen, die bereit sind, sich den wichtigsten Trends von morgen anzunehmen, können sich erfolgreich positionieren, indem sie auf Veränderungen frühzeitig reagieren und neue Technologien für optimierte Geschäftsergebnisse nutzen. Ich sehe dem Jahr 2014 optimistisch entgegen. Ich bin auch gespannt, wie sich Kunden von Microsoft diese Technologie-Trends weiterhin für den Geschäftserfolg zunutze machen.