4 Maßnahmen gegen Onlinepiraterie durch Ihre Kinder

Veröffentlicht: 29. Sep 2006
Junge unter elterlicher Aufsicht am Computer

Als Onlinepiraterie wird das illegale Kopieren und Weitergeben urheberrechtlich geschützten Materials zu geschäftlichen oder privaten Zwecken bezeichnet.

Dabei kann es sich um Downloads von Musik, Spielen oder Software ohne die Genehmigung des Urheberrechtsinhabers handeln oder auch um die Weitergabe von Musik, Spielen oder Software, die Ihnen gehört.

Wenn Ihre Kinder Digitaldateien illegal herunterladen, können Ihnen hohe Geldbußen oder andere Strafen auferlegt werden. Außerdem ist Ihr Computer möglicherweise durch Viren, Spyware und andere unerwünschte Software gefährdet.

Mithilfe der folgenden 4 Schritte können Sie verhindern, dass Ihre Kinder illegale Downloads durchführen.

1. Warnen Sie Ihre Kinder vor den Risiken.

Piraterie ist schlicht und einfach Diebstahl. Je früher Ihre Kinder das verstehen, desto besser.

Wie Sie sicher selbst wissen, reicht es oft nicht aus, einem Kind zu sagen, dass etwas falsch ist. Vielleicht hilft es aber, über die Konsequenzen zu sprechen.

Hier einige der Strafen, die Ihnen oder Ihren Kindern auferlegt werden können, wenn sie illegal Musik herunterladen:

Nach Rechtslage in den USA drohen dafür Geldbußen von bis zu 30.000 Dollar. (Diese Summe kann von Land zu Land verschieden sein).

Ihr Privat-PC mit sämtlichen Dateien und Laufwerken könnte konfisziert werden.

Ihr Kind könnte Ihren Computer mit Viren infizieren.

Ihr Kind könnte Ihren Computer mit Spyware oder anderer unerwünschter Software infizieren.

2. Überwachen Sie die Aktivitäten Ihres Kindes am Computer.

Auch nachdem Sie Ihre Kinder über die Risiken der Piraterie aufgeklärt haben, sollten Sie ihre Aktivitäten weiter im Auge behalten. Folgende Tipps können Ihnen dabei helfen:

Stellen Sie den Computer möglichst zentral zu Hause auf. Geben Sie bestimmte Zeiten vor, zu denen Ihr Kind den Computer benutzen darf, und vergewissern Sie sich, dass Ihr Kind verstanden hat, was erlaubt ist und was nicht.

Ein Webdienst, über den Sie die Onlineaktivitäten Ihres Kindes verfolgen können, stellt zwar keinen Ersatz für elterliche Aufsicht dar, kann Ihnen jedoch helfen, den Überblick zu behalten.

Probieren Sie die im neusten Betriebssystem von Microsoft enthaltenen Windows Vista-Jugendschutzeinstellungen oder Windows Live-Einstellungen „Sicherheit für die Familie“ aus.

Tipp

Tipp: Lesen Sie die zehn wichtigsten Regeln für den sicheren Umgang mit dem Internet, um weitere Hinweise zur Onlinesicherheit Ihrer Kinder zu erhalten.

3. Richten Sie ein Standardbenutzerkonto für Ihr Kind ein.

In Windows Vista und Windows XP können Sie mehrere Benutzerkonten für Ihren Computer erstellen. Jeder Benutzer kann sich separat anmelden und erhält ein individuelles Profil mit eigenem Desktop und „Eigene Dateien“-Ordner.

Als Elternteil können Sie sich selbst ein Administratorkonto einrichten, mit dem Sie die Kontrolle über den gesamten Computer haben, und Ihren Kindern Standardbenutzerkonten mit gewissen Einschränkungen geben, um ihre Sicherheit zu gewährleisten.

4. Zeigen Sie Ihren Kindern, wie sie legal Material herunterladen können.

Es gibt verschiedene Orte im Internet, wo Sie und Ihre Kinder kostenlos oder zu geringen Preisen Software, Filme, Spiele und Musik herunterladen können.

Beispielsweise bietet MSN Music mehr als 1 Million Titel der größten Musik-Label sowie unabhängiger, neuer und unentdeckter Interpreten. Überlegen Sie, ob Sie Ihren Kindern ein bestimmtes Budget für Musik, Spiele oder sonstige Software zur Verfügung stellen möchten, damit sie nicht in Versuchung kommen, illegal Material herunterzuladen.



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