Schützen Sie Ihren Posteingang vor Spam

Veröffentlicht: 09. März 2004 | Aktualisiert: 26. März 2007
Darstellung eines Computers mit E-Mail-Nachrichten

Ihnen stehen leistungsfähige Tools zur Verfügung, mit denen Sie die Flut von Spam zurückhalten können.

Verwenden Sie ein E-Mail-Programm mit integrierter Spamfilterung

Microsoft SmartScreen ist eine intelligente Spamfilterungslösung, die in alle Microsoft-E-Mail-Plattformen integriert ist:

Microsoft Office Outlook 2007

MSN Hotmail

Windows Live Mail

Windows Live Mail Desktop

Windows Mail

Über SmartScreen-Technologie wird festgelegt, wie legitime E-Mail-Nachrichten anhand von umfassenden Benutzerdaten von Hunderttausenden von MSN Hotmail- und Windows Live Mail-Benutzern von Spam unterschieden wird.

Das führt dazu, dass Sie mehr legitime E-Mails erhalten und über 95 % an Spam blockiert wird. Weitere Informationen zum Schutz vor Spam mit Microsoft Office Outlook 2007 finden Sie unter Microsoft Office System 2007: Neue Sicherheitsfunktionen

Blockieren Sie Bilder

Ähnlich wie ein Leuchtturm Nachrichten per Lichtsignal übermittelt, können Bilder in E-Mail-Nachrichten, die auch als „Web-Bugs“ bezeichnet werden, so angepasst werden, dass sie Nachrichten unbemerkt zurück an den Absender senden. Spammer nutzen die Informationen, die von diesen Bildern zurückgesendet werden, um aktive E-Mail-Adressen ausfindig zu machen. Die Bilder können auch eingebetteten gefährlichen Code enthalten, so dass die Spam-Nachricht trotz Filter empfangen wird.

Sie können sich am besten vor Web-Bugs schützen, wenn Sie das Herunterladen der Bilder stoppen, bis Sie die Nachricht gelesen haben. In MSN Hotmail und Microsoft Outlook 2003 ist diese Einstellung automatisch für E-Mails festgelegt, die von Adressen empfangen werden, die sich nicht im Adressbuch befinden. In Outlook Express wird der Schutz vor Web-Bugs zusätzlich erhöht, wenn Sie Windows XP Service Pack 2 verwenden.

Aktualisieren Sie Ihre Filter

Spam ist ein Katz-und-Maus-Spiel, bei dem Spammer unermüdlich versuchen, Filter zu überlisten. Tragen Sie Ihren Teil zum Schutz bei, indem Sie Ihre Filter für Junk-E-Mails ständig aktualisieren. Wenn Sie Outlook 2003 verwenden, gehen Sie zu Microsoft Update, und folgen Sie den Anweisungen auf dem Bildschirm. Weitere Informationen zu Microsoft Update finden Sie unter Verwenden Sie Microsoft Update, um Ihren Computer auf dem neuesten Stand zu halten.

Teilen Sie nicht jedem Ihre E-Mail-Adresse oder Ihre Adresse für Sofortnachrichten mit

Geben Sie Ihre Haupt-E-Mail-Adresse nur an Personen weiter, die Sie auch kennen. Vermeiden Sie den Eintrag Ihrer E-Mail-Adresse in umfangreichen Internetadressenverzeichnissen und Job-Websites. Geben Sie Ihre E-Mail-Adresse auch nicht auf Ihrer Website an (es sei denn, Sie maskieren diese wie im Folgenden beschrieben).

Richten Sie eine nur für Webtransaktionen bestimmte E-Mail-Adresse ein. Verwenden Sie einen kostenlosen E-Mail-Dienst, um Ihre Haupt-E-Mail-Adresse zu schützen. Wenn Sie zu viele Spam-E-Mails erhalten, können Sie diese E-Mail-Adresse einfach aufgeben und eine neue erstellen.

Verwenden Sie einen E-Mail-Namen, der schwer zu entschlüsseln ist. Versuchen Sie es mit einer Kombination aus Buchstaben, Zahlen und anderen Zeichen, z. B. Don2Funk9@beispiel.de oder J0e_Y0ng@beispiel.de (wobei Sie eine Null statt des Buchstabens "O" verwenden). Studien haben ergeben, dass Personen mit derartigen E-Mail-Adressen weniger Junk-E-Mails erhalten.

Verschlüsseln Sie Ihre E-Mail-Adresse, wenn Sie diese in Newsgroups, Chaträumen, auf schwarzen Brettern oder anderen öffentlichen Webseiten verwenden, z. B. SairajUdin AT beispiel PUNKT de. Ihre Adresse kann somit von einer Person korrekt gelesen werden, was mit den von Spammern verwendeten automatisierten Programmen nicht immer möglich ist.

Achten Sie auf standardmäßig aktivierte Kontrollkästchen. So mancher Onlinehändler fügt seinen Formularen bereits aktivierte Kontrollkästchen hinzu, die Ihr Einverständnis damit bestätigen, dass Ihre E-Mail-Adresse an Dritte weitergegeben oder verkauft werden darf. Deaktivieren Sie derartige Kontrollkästchen, wenn Sie nicht kontaktiert werden möchten.

Tipp

Tipp: Lesen Sie beim Beantragen von webbasierten Diensten wie Banking, Shopping oder Newslettern sorgfältig die Datenschutzrichtlinien, bevor Sie Ihre E-Mail-Adresse preisgeben, so dass Sie sich nicht versehentlich damit einverstanden erklären, vertrauliche Daten freizugeben.

Aus den Datenschutzrichtlinien sollte hervorgehen, ob und inwiefern Ihre auf der Website angegebenen Daten weitergegeben werden. Wenn Sie auf einer Website keine Datenschutzrichtlinien finden, sollten Sie ggf. einen anderen Onlinehändler in Betracht ziehen.

Erhöhen Sie die Sicherheit Ihres Computers

Sie können das Risiko, von Hackern, Viren oder Würmern angegriffen zu werden, deutlich reduzieren, wenn Sie eine Firewall einsetzen, Ihre Windows- und Office-Software stets auf dem neusten Stand halten und Antivirensoftware installieren (und diese regelmäßig aktualisieren). Ausführliche Informationen und Anweisungen zum Schutz Ihres Computers mithilfe dieser Tools finden Sie im Abschnitt Schützen Sie Ihren PC.


Handhabung von Spam

Trotz aller Bemühungen haben Sie sicherlich schon einmal E-Mail- und Sofortnachrichten erhalten, die Sie nicht angefordert haben. Im Folgenden erhalten Sie Informationen, wie Sie mit solchen Junk-Mails umgehen können.

Ignorieren Sie Spam

Löschen Sie Junk-E-Mail-Nachrichten, ohne diese zu öffnen. In manchen Fällen werden lediglich durch das Öffnen der Spam-Nachrichten Spammer benachrichtigt oder der Computer gefährdet.

Antworten Sie nicht auf Spam, es sei denn, Sie sind sich sicher, dass die Nachricht von einer seriösen Quelle stammt. Dies schließt auch Nachrichten mit ein, die eine Option zum Entfernen aus der Verteilerliste enthalten. Kündigen Sie kein Abonnement, es sei denn die E-Mail stammt von einem Ihnen bekannten oder vertrauenswürdigen Absender.

Mit Windows Live Mail haben Sie die Möglichkeit, sich von E-Mails abzumelden, denen Sie vorher vertraut oder die Sie zuvor angefordert haben. Hiermit erhält der Absender die Aufforderung, Sie aus der Liste zu entfernen, und er wird gleichzeitig automatisch Ihrer Liste blockierter Absender hinzugefügt.

Aktualisieren Sie Ihr Junk-E-Mail-Programm und Ihren E-Mail-Filter regelmäßig. Spammer versuchen ständig neue Tricks, um Antispamtechnologien zu umgehen. Der Junk-E-Mail-Filter von Outlook setzt die Microsoft SmartScreen-Technologie ein, mit der verhindert wird, dass Spam Ihren Posteingang überflutet.
Updates sind über Office Update und Microsoft Update erhältlich und können automatisch heruntergeladen werden, so dass Sie stets über den aktuellsten Schutz vor Spam und Phishing verfügen.

Übermitteln Sie keine persönlichen Daten in E-Mail- oder Sofortnachrichten. Es könnte sich um einen Trick handeln. Die meisten seriösen Unternehmen fragen nicht per E-Mail nach Ihren persönlichen Daten.

Wenn Sie von einem vertrauenswürdigen Unternehmen wie Ihrer Bank per E-Mail nach persönlichen Daten gefragt werden, erkundigen Sie sich am besten bei der entsprechenden Organisation nach der Legitimität der Anfrage. Rufen Sie das Unternehmen unter der Nummer an, die Sie auf der Rückseite Ihrer Kreditkarte, einer Rechnung oder im Telefonbuch finden, jedoch auf keinen Fall unter der Nummer, die in der E-Mail-Nachricht genannt wird. Wenn es sich um eine seriöse Anfrage handelt, sollte Ihnen der Kundendienst des Unternehmens behilflich sein können.

Lassen Sie beim Öffnen von Anhängen oder Klicken auf Links in E-Mail- oder Sofortnachrichten Vorsicht walten, auch wenn Ihnen der Absender bekannt ist. Wenn Sie beim Absender keine Bestätigung der Echtheit und Virenfreiheit des Anhangs oder des Links einholen können, löschen Sie die Nachricht umgehend.

Wenn Sie einen Anhang öffnen müssen, der Ihnen verdächtig erscheint, speichern Sie den Anhang vor dem Öffnen auf Ihrer Festplatte, so dass Sie ihn mithilfe Ihrer Antivirensoftware vor dem Öffnen überprüfen können.

Tätigen Sie keine Käufe oder Spenden bei Organisationen, die über Spam Werbung machen. Spammer tauschen oder verkaufen häufig die E-Mail-Adressen von Kunden, so dass Sie noch mehr Spam erhalten, wenn Sie über Spam kaufen.

Darüber hinaus verdienen auch Spammer am Verkauf dieser Produkte - und nicht zu wenig. Widerstehen Sie der Versuchung, sich durch Spam zu Käufen verleiten zu lassen, und tragen Sie dazu bei, Spammern das Handwerk zu legen.
Kriminelle nutzen durch Spam die Gutmütigkeit und Hilfsbereitschaft anderer Personen aus. Wenn Sie eine E-Mail-Anfrage von einer wohltätigen Organisation erhalten, die Sie finanziell unterstützen möchten, verhindern Sie Spendenbetrug, indem Sie die Organisation direkt anrufen und in Erfahrung bringen, wie dort Spenden angenommen werden.

Leiten Sie keine Kettenbriefe weiter. Durch das Weiterleiten verlieren Sie nicht nur die Kontrolle darüber, wer Ihre E-Mail-Adresse erhält, sondern verbreiten unter Umständen auch einen Hoax oder Virus.

Außerdem sammeln Spammer Berichten zufolge gezielt E-Mail-Adressen mithilfe von Kettenbriefen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob es sich bei einer Nachricht um einen Hoax handelt, können Sie dies auf Sites wie Hoaxbusters schnell überprüfen.

Hinweis: Es ist äußerst unangenehm, Spam-Nachrichten zu erhalten, die vermeintlich vom eigenen Konto gesendet wurden. Die erste Vermutung hierbei ist, dass sich jemand in Ihr Konto eingeloggt hat, um Ihnen oder, schlimmer noch, anderen Personen E-Mails zu senden, die angeblich von Ihnen stammen.

Diese Vermutung entspricht höchstwahrscheinlich nicht der Realität. Es ist wahrscheinlicher, dass ein Spammer die Header (die Ihre E-Mail-Adresse enthalten) gefälscht hat, um der Junk-E-Mail Glaubwürdigkeit zu verleihen und E-Mail-Filter zu umgehen.

Melden Sie betrügerische und missbräuchliche E-Mails

Wenn Sie missbräuchliche, belästigende oder bedrohende E-Mails erhalten oder Ziel eines Phishing-E-Mail-Betrugs sind, melden Sie diesen Tatbestand. Sie können damit zumindest erreichen, dass andere Personen davon verschont bleiben.

Melden Sie missbräuchliche, belästigende oder bedrohende E-Mails bei Ihrem Internetdienstanbieter (ISP).

Melden Sie Phishingbetrug und andere betrügerische E-Mails bei dem Unternehmen, dessen Name zu diesem Zweck missbraucht wurde. Leiten Sie dazu nicht die E-Mail weiter, die Sie erhalten haben, sondern wenden Sie sich direkt an die Organisation. Das Unternehmen verfügt unter Umständen über eine spezielle E-Mail-Adresse für solche Fälle. Unter abuse@msn.com z. B. kann der der Missbrauch von MSN gemeldet werden.

Tipp

Tipp: Wenn Sie MSN Hotmail verwenden, können Sie Junk-E-Mails über die Schaltfläche Junk melden, ohne die Nachrichten öffnen zu müssen.

Leiten Sie Ihre Beschwerde an Systemadministratoren weiter, die weitere Schritte mit Unterstützung des Network Abuse Clearinghouse (auf Englisch) einleiten können.

Blockieren Sie unerwünschte Sofortnachrichten (Instant Messages; IM)(engl.)

Neben der gebotenen Vorsicht ist Ihre beste Verteidigung gegen IM-Spam (oder Spim, wie dieser mittlerweile bezeichnet wird) das Blockieren unerwünschter Nachrichten. Wenn Sie MSN Messenger oder Windows Messenger verwenden, erhalten Sie hier weitere Informationen, wie Sie Sofortnachrichten-Spam reduzieren können.


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