Weshalb Sie eine Firewall verwenden sollten

Veröffentlicht: 27. März 2007
Abbildung einer Steinmauer, die Flammen abhält

Hacker verwenden im Internet schädlichen Code wie Viren, Würmer und Trojaner, um ungeschützte Computer zu finden.

Manche Angriffe sind nichts weiter als ein Ärgernis, bei dem einfach ein Streich gespielt wird, hinter anderen steckt jedoch böswillige Absicht.

Zu diesen schwerwiegenderen Fällen zählen beispielsweise Versuche, Daten von Computern zu löschen, ihn zum Absturz zu bringen oder gar persönliche Daten wie Kennwörter oder Kreditkartennummern zu stehlen.

Zum Glück können Sie das Risiko einer Infektion mithilfe einer Firewall deutlich verringern.

Auswahl einer Firewall

Eine Firewall prüft eingehende Daten aus dem Internet ebenso wie Daten, die von Ihrem Computer ausgehen. Daten, die von riskanten Stellen kommen oder verdächtig erscheinen, werden dabei identifiziert und gestoppt.

Wenn Sie Ihre Firewall korrekt einrichten, können Hacker, die gefährdete Computer suchen, Ihren Computer nicht sehen.

Es gibt drei grundlegende Arten von Firewalls. Zunächst müssen Sie ermitteln, welche für Sie am geeignetsten ist. Zur Auswahl stehen:

Softwarefirewalls

Hardwarerouter

WLAN-Router

Beantworten Sie zunächst folgende Fragen, und halten Sie Ihre Antworten fest:

1.

Wie viele Computer sollen die Firewall verwenden?

2.

Welches Betriebssystem nutzen Sie? (Hier können Sie eine Version von Microsoft Windows, Apple Macintosh oder Linux angeben.)

So einfach ist das. Jetzt können Sie sich überlegen, welche Art Firewall Sie verwenden möchten. Es gibt verschiedene Möglichkeiten mit individuellen Vor- und Nachteilen.

Windows-Firewall (nur Windows Vista und Windows XP Service Pack 2)

Wenn Sie Windows Vista oder Windows XP Service Pack 2 (SP2) verwenden, verfügen Sie über eine integrierte Firewall, die standardmäßig aktiviert ist.

Weitere Informationen zur Windows-Firewall, die in Windows Vista und Windows XP SP2 enthalten ist, finden Sie unter Das Wichtigste zur Windows-Firewall.

Tipp

Tipp: Wenn Sie Service Pack 2 nicht heruntergeladen haben, können Sie im Abschnitt Schützen Sie Ihren PC nachlesen, wie Sie dazu vorgehen müssen.

Falls Sie Windows XP verwenden, aber Service Pack 2 nicht herunterladen möchten, können Sie immer noch auf die Internetverbindungsfirewall (ICF) zugreifen, die in Windows XP integriert ist, müssen diese jedoch erst einmal aktivieren.

Hinweis: Die Windows-Firewall und die Internetverbindungsfirewall sind nicht als eigenständige Produkte erhältlich. Außerdem sind sie nicht für andere Betriebssysteme (wie Apple Macintosh oder Linux) oder für andere Windows-Versionen außer Windows Vista und Windows XP erhältlich.

Windows Live OneCare

Windows Live OneCare ist ein umfassender Sicherheitsdienst mit zusätzlicher Firewall. Die Windows Live OneCare-Firewall funktioniert in beide Richtungen, d. h. sowohl eingehender als auch ausgehender Datenverkehr wird kontrolliert. Außerdem wird die Firewall laufend aktualisiert, um Sie zu schützen.

Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, lesen Sie 5 Gründe für die Nutzung von Windows Live OneCare zum Schutz Ihres Computers oder Testen Sie Windows Live OneCare 90 Tage lang kostenlos.

Softwarefirewalls

Softwarefirewalls eignen sich besonders für einzelne Computer und lassen sich problemlos mit Windows 98, Windows Me und Windows 2000 verwenden. (Windows Vista und Windows XP verfügen über eine integrierte Firewall - die Installation einer weiteren Firewall ist daher nicht erforderlich.)

Softwarefirewalls sind von anderen Softwareherstellern erhältlich. Informationen zu Sonderangeboten für Antiviren- und Firewallprodukte finden Sie auf der Seite Sicherheitssoftware: Downloads und Testversionen.

VorteileNachteile

Keine zusätzliche Hardware erforderlich.

Zusätzliche Kosten: Die meisten Softwarefirewalls sind nicht kostenlos erhältlich.

Keine zusätzlichen Kabel erforderlich.

Es sind zunächst möglicherweise Installations- und Konfigurationsschritte notwendig.

Gute Möglichkeit für einzelne Computer.

Meistens ist ein Exemplar pro Computer erforderlich.

Hardwarerouter

Hardwarerouter sind besonders für private Netzwerke mit Internetverbindung zu empfehlen.

VorteileNachteile

Hardwarerouter verfügen in der Regel über mindestens vier Netzwerkports, um mehrere Computer miteinander zu verbinden.

Erfordern Verkabelung, die auf Ihrem Schreibtisch störend wirken kann.

Bieten Firewallschutz für mehrere Computer.

Drahtlosrouter

Wenn Sie ein Drahtlosnetzwerk haben oder planen, benötigen Sie einen Drahtlosrouter.

VorteileNachteile

Über Drahtlosrouter können Sie Computer, tragbare Computer, PDAs und Drucker kabellos miteinander verbinden.

Drahtlose Geräte senden Daten über Funksignale, die (mit der entsprechenden Ausrüstung) von Dritten außerhalb Ihres Hauses abgefangen werden können.

Drahtlosrouter eignen sich hervorragend, um Notebooks mit dem Internet und Netzwerken zu verbinden.

Unter Umständen entstehen Kosten für zusätzliche Geräte.

Nicht alle Drahtlosrouter sind mit integrierter Firewall ausgestattet, d. h. eventuell muss diese separat erworben werden.

Weitere Schritte: Nutzen Sie ab sofort eine Firewall

Eine Verbindung mit dem Internet kann für unvorbereitete Benutzer Gefahren bergen. Durch eine Firewall können Sie das Risiko begrenzen.

Die Installation einer Firewall ist nur der erste Schritt in Richtung Onlinesicherheit. Sie können die Sicherheit Ihres Computers weiter erhöhen, indem Sie Ihre Software regelmäßig aktualisieren und Antivirensoftware sowie Antispywaresoftware verwenden. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Schützen Sie Ihren PC.



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