
Die europäischen Banken arbeiten immer noch an der Einführung des Euro. Die Währung gilt zwar seit sieben Jahren als gemeinsames Zahlungsmittel in den meisten Ländern der Europäischen Union, doch die Umstellung der Finanzsysteme ist noch nicht abgeschlossen. Bis Ende 2011 müssen auch die national verschiedenen Formen von Lastschriften, Überweisungen und Kartenzahlungen gegen einheitliche Standards der Single Euro Payments Area (SEPA) ersetzt werden. SEPA ist ein einheitlicher Euro-Zahlungsraum, in dem alle Geldtransfers wie inländische Zahlungen behandelt werden. Auch die Gebühren sind dann gleich. Seit Januar 2008 können Bankkunden bereits SEPA-Überweisungen in alle Länder der Europäischen Union sowie nach Norwegen, Island, Liechtenstein und in die Schweiz ausführen.
Ab 1. November 2009 müssen auch SEPA-Lastschriften in allen 31 Ländern des einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraums möglich sein. Die Banken sollen die Kosten für ihre Einführung größtenteils selbst tragen und verlieren damit eine Einnahmequelle: Das Interbankenentgelt, mit dem Banken sich bisher Lastschrifttransaktionen bezahlen lassen, fällt nach drei Jahren Übergangszeit weg. Die Europäische Kommission und die Europäische Zentralbank erläuterten am 24. März 2009 in einer gemeinsamen Erklärung die neue Verordnung zum grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr, die in Kürze angenommen werden soll. Nach Auffassung der Europäischen Kommission kann ein transaktionsbezogenes multilaterales Interbankenentgelt, welches die Gläubigerbanken für Lastschriften an die Schuldnerbanken zahlen, nicht mit Effizienzargumenten gerechtfertigt werden und widerspricht dem EU-Kartellrecht.
Bis zum 31. Oktober 2012 sollen deshalb die Interbankenentgelte für SEPA-Lastschriften und nationale Lastschriften durch andere Mechanismen ersetzt werden. Denkbar wäre eine Gebühr für fehlgeschlagene Transaktionen, weil das die Effizienz erhöht. „Die Kommission wird dafür sorgen, dass im einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum (SEPA) wirksamer Wettbewerb herrscht; sodass sowohl die Verbraucher als auch die Wirtschaft in angemessener Weise an den Kosteneinsparungen teilhaben, die das SEPA-Lastschriftsystem sowohl bei grenzüberschreitenden als auch bei reinen Inlandstransaktionen ermöglicht“, sagt Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes.
Doch die Verordnung stösst auf Widerstand. Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) kritisiert die Befristung auf drei Jahre, weil sie der SEPA-Lastschrift „von Anfang an die wirtschaftliche Grundlage“ entziehe. „Wenn die EU-Kommission ihre Positionen zum Interbankenentgelt aufrechterhält, ist es zweifelhaft, dass die Mitgliedsinstitute der Sparkassen-Finanzgruppe und wahrscheinlich auch Kreditinstitute in anderen EU-Staaten das SEPA-Lastschriftverfahren überhaupt anbieten werden“, warnt Bernd Fieseler, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des DSGV. Die französische Kreditwirtschaft habe mit sofortigem Einfrieren ihrer Investitionen in das SEPA-Lastschriftverfahren reagiert.
Damit die neue Lastschrift überhaupt kostendeckend funktionieren kann, müssen Banken ihre IT effizient gestalten. „Zusätzlich zu SEPA-Lastschriften und den neuen Bilanzierungsrichtlinien erwarten die Banken für dieses Jahr weitere Herausforderungen, die mithilfe der Banken-IT gemeistert werden müssen“, sagt Asmus Christesen, Vorstand der MULTIBANK Software Service AG. Der Microsoft Gold Certified Partner ist einer der führenden Anbieter von Kernbankensoftware für Privat- und Auslandsbanken. „Der Erfolg eines Unternehmens ist entscheidend abhängig von der Qualität und Prozessgeschwindigkeit im Daten- und Informationsmanagement“, erklärt Christesen. „Dennoch sind bei vielen Banken noch Altsysteme im Einsatz, weil ihnen der Aufwand und die Risiken bei einem grundsätzlichen Wechsel der kompletten Software unüberschaubar erscheinen.“ Für Kreditinstitute sei es jetzt wichtiger denn je, ihre IT-Strukturen zu überdenken.
Der IT-Dienstleister hilft mit einer Komplettlösung: Systemoutsourcing, Zahlungsverkehr (SWIFT, Bundesbankanbindung), Fullservice einzelner Bereiche (Kontenabrufverfahren) sowie Aufgaben aus dem Middle- und Backofficebereich können über MULTIBANK Financials abgewickelt werden. Die Anpassung an die Flut neuer Vorschriften, wie SEPA oder das neue Kreditwesengesetz, haben Anwender in den vergangenen Monaten problemlos bewältigt. Die IT-Lösung basiert auf Microsoft Dynamics NAV. Ihr modulares Konzept und die branchenspezifischen Zusatzmodule erfüllen die Anforderungen jeder Bank, von der Filialverwaltung über Devisengeschäfte bis zum Mobile Banking. Flexible Schnittstellen für Wertpapiergeschäft und Controlling garantieren eine schnelle Einführung. Im laufenden Betrieb wird MULTIBANK Financials permanent aktualisiert, sodass Aktualität und Planungssicherheit der Geschäftsprozesse immer gewährleistet sind. Die Aktualisierung erfolgt weitestgehend automatisiert im Hintergrund, wodurch sich Arbeitsaufwand und Kosten reduzieren. MULTIBANK hat seine Kunden bei der Anpassung ihrer Geschäftsprozesse für die Abgeltungsteuer frühzeitig und erfolgreich unterstützt.
