Checkliste für den Erwerb von gebrauchter Software
Wichtige Punkte für Anwender, die vor einem möglichen Erwerb von gebrauchten Softwareprodukten geklärt sein müssen:
1) Sind die gebrauchten Produkte bzw. Lizenzen überhaupt „echt“?
Microsoft erhält tagtäglich viele Einsendungen von gefälschten und manipulierten Produkten. Darunter befinden sich nicht nur gefälschte Datenträger, sondern auch in erheblichem Maß unechte Handbücher, Echtheitszertifikate und EULAs sowie andere gefälschte Lizenzverträge. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von Manipulationsarten, d.h. die originalen Microsoft Produkte werden nicht in der originalen Art und Weise vertrieben, insbesondere fehlen oftmals Produktbestandteile.
Microsoft bietet einen kostenlosen
Service zur Überprüfung der Echtheit von Microsoft Produkten und Lizenzverträgen an.
2) Ist eine Lizenzübertragung nach den Bestimmungen des Lizenzvertrags überhaupt möglich? Die unterschiedlichen Microsoft Verträge enthalten Regelungen zur Übertragbarkeit der Rechte an der jeweiligen Software. Diese stehen zum Beispiel in den Vertragsklauseln zu:
„Übertragung von Lizenzen an verbundene Unternehmen oder an Dritte“
„Softwareübertragung“
„Updates“
„Das Recht zur Nutzung eines lizenzierten Produktes...“ etc.
Wenn Interessenten die Regelungen zur Übertragbarkeit der Rechte an der jeweiligen Software beachten, gehen sie kein Risiko ein.
3) Sofern der jeweilige Vertrag eine Lizenzübertragung erlaubt ist zu beachten, dass der Lizenznehmer seine Rechte auch tatsächlich unter Beachtung der Vorgaben des Lizenzvertrages übertragen hat. Der Zweitnutzer muss sichergehen, dass der Ersterwerber (z.B. ein Select-Kunde) seine Lizenzen auch tatsächlich mit einem Vertrag auf den Zweiterwerber übertragen hat. Ist laut Vertrag die Zustimmung des Rechteinhabers (des Softwareherstellers) zur Übertragung erforderlich und wurde diese Zustimmung bereits (schriftlich vom Softwarehersteller) erteilt?
4) Vorsicht vor selbst gedruckten Lizenzdokumenten, die nicht von Microsoft stammen! Im Zweifelsfall müssen die Nutzer der Software beweisen, dass sie eine rechtmäßige Lizenz besitzen. Beim Erwerb einer gebrauchten Lizenz bedeutet dies, dass belegt werden muss, an wen Microsoft ursprünglich die Lizenz vergeben hat und wie und über wen sie dann auf den neuen Nutzer übertragen worden ist.
5) Gerade wenn Interessenten im Zusammenhang mit gebrauchter Software notarielle Beglaubigungen vorgelegt bekommen, sollten sie prüfen, was konkret der Notar hier beglaubigt.
Eine Beglaubigung eines Lieferscheins über gebrauchte Software hilft dem neuen Nutzer nicht weiter, sollte er den Nachweis einer rechtmäßigen Lizenz erbringen müssen. Denn eine notarielle Beglaubigung eines Lieferscheins ist nach Erachten von Microsoft kein juristisch gültiger Lizenznachweis.
6) Wurden die angebotenen gebrauchten Produkte bzw. Lizenzen vollständig übergeben und bestand im Vorfeld die Möglichkeit, die Unterlagen auf Vollständigkeit zu prüfen?
Bei Produkten:
In der Regel werden Datenträger, Handbuch, Echtheitszertifikat und im Idealfall eine Rechnungskopie übergeben. Zum Schutz vor Manipulationen und Fälschungen ist es empfehlenswert, aber nicht zwingend notwendig, sich auch eine Kopie der Originalrechnung geben zu lassen.
Original Lizenzzertifikat bzw. bei Teilübertragungen eine Kopie des Originals mit genauem Vermerk des Transfers auf dem Original (dies gilt nur für Lizenzen aus einem Volume Lizenzvertrag 5.x oder älter)
Kopie des Lizenzvertrags und des Beitrittsvertrages inkl. aller Nebenabreden
Eine Kopie der Product Use Rights (PURs) der Releasestände, die übertragen werden
Eine Kopie der zum Volumenlizenzvertrag gehörigen Produktliste (Productlist)
Volumenlizenzkeys
Ggf. Datenträger
Microsoft-Übertragungsformular, mit welchem bestätigt wird, dass die Übertragung vertragsgerecht durchgeführt und obige Unterlagen vorgelegt und akzeptiert wurden
Bestätigung des Übertragenden, dass die Software sich nicht mehr bei ihm oder seinen verbundenen Unternehmen im Einsatz befindet und von den Computern gelöscht wurde
Im Falle von Upgrades oder Software Assurance: Nachweis der kompletten Lizenzkette sowie der Zahlung aller Software Assurance Raten
Bei allen Volumenlizenzverträgen dürfen Desktop-Betriebssysteme nur zusammen mit der zugrunde liegenden Betriebssystemlizenz und dem Computersystem übertragen werden, auf dem sie zuerst installiert waren. Darüber hinaus gelten die vertraglich vereinbarten Beschränkungen.
Den Nachweis des rechtmäßigen Erwerbs der Produkte
Social Bookmarks – was steckt dahinter?
Was sind Social Bookmarks?
Social Bookmarks sind Internet-Lesezeichen, die in einem Netz (Internet oder Intranet) von registrierten Benutzern gesetzt und mittels eines RSS-Feeds verfolgt werden können. So genannte Social Bookmark-Netzwerke - wie sie Facebook und andere Anbieter bereitstellen - sind für das Sammeln von Links, Nachrichtenmeldungen Podcasts oder Videos konzipiert. Die Lesezeichen lassen sich nach Kennwörtern (Tags), Tag-Kombinationen, Kategorien oder Benutzern auflisten.
Wie nutzt man Social Bookmarks?
Auf dem Informationsportal für gebrauchte Software können Nutzer Pressemeldungen mit Social Bookmarks markieren und bewerten. So werden anderen Mitgliedern der jeweiligen Community Hinweise auf lesenswerte Beiträge gegeben. Klicken Sie hierzu einfach auf das gewünschte Social Bookmarking Item und Sie gelangen auf die dazugehörige Community-Seite. Dort können Sie Lesezeichen hinzufügen, löschen, kommentieren und auch mit Kategorien oder Schlagwörtern (Tags) versehen. Miteinander verbundene Mitglieder der Community haben Einblick in die Lesezeichen anderer Nutzer und können diese in die eigene Sammlung übernehmen.