Deutschland Ändern  |  Alle Microsoft-Sites
  
header image

Sachsen: IPv6-Fähigkeit der Microsoft-Betriebssysteme untersucht

Der Freistaat Sachsen, mit 4,2 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste östliche Bundesland, vernetzte als erster Flächenstaat alle Landesbehörden einheitlich mit einer breitbandigen Kommunikationsinfrastruktur, die auf der Grundlage der heute über 25 Jahre alten Internet Protocol Version 4 (IPv4) angelegt wurden. Der „InfoHighway Sachsen“ diente vielen anderen Bundesländern als Modell für deren Netzinfrastrukturen. Während derzeit rund 70.000 Menschen für die sächsische Landesregierung arbeiten und insgesamt rund 45.000 PC-Arbeitsplätze über Behördengrenzen miteinander verbunden sind, machen zwei Entwicklungen ein Nachdenken über eine neue Infrastruktur notwendig. Durch den Wechsel auf die Internet-Telefonie und die Zunahme der Telearbeitsplätze drohen dem Freistaat bei der mindestens anzunehmenden Verdoppelung des notwendigen Adressraums die IP-Adressen auszugehen.

Da dieses Problem viele andere Institutionen und Unternehmen ebenfalls betrifft, wird seit mehr als zehn Jahren weltweit an einer neuen Version des Internetprotokolls gearbeitet. Diese ist inzwischen als IP Version 6 (IPv6) standardisiert, erlaubt eine vielfach höhere Zahl von IP-Adressen, vereinfacht die Sicherheitseinstellungen und erhöht die Dienstequalität zwischen den Servern und Endstellen.

Die IT-Experten des Freistaats Sachsen verschafften sich bereits 2005 eine Marktübersicht über die Basisdienste und deren Verfügbarkeit unter IPv6. Gleichzeitig erstellten sie ein Adresskonzept, das die Adressanforderungen der gesamten öffentlichen Verwaltung Sachsens berücksichtigte. Im Dezember 2005 stellten Sachsens IT-Fachleute fest, dass der Markt trotz fortgeschrittener Standardisierung noch nicht auf IPv6 reagiert hatte: Sowohl im Software- als auch im Hardwarebereich eigneten sich noch längst nicht alle Produkte für IPv6. Das galt auch für die von der Landesverwaltung verbreitete Produktlinie von Microsoft. Die Arbeitsgruppe übergab die Untersuchungsergebnisse an Microsoft, das das Resultat bestätigte. Gleichzeitig wurde eine Roadmap vorgestellt, die, basierend auf Windows Server 2008 und Windows Vista, den Umsetzungszeitplan für IPv6 offen legte.

Nach Ermittlung von Defiziten bei den Basisdiensten folgte 2007 gemeinsam mit den Partnern Microsoft Deutschland GmbH und T-Systems ein Pilotprojekt, mit dem der aktuelle Stand für die neuesten Produkte von Microsoft in einem umfangreichen Testszenario evaluiert wurde. Dazu wurde die reale Kommunikationsinfrastruktur so weit erforderlich und möglich nachgebildet. Dabei kamen auf Serverseite die Betriebssysteme Windows Server 2008 Beta 3 und RC0, Microsoft Windows Server 2003 R2 SP2 und SUSE Linux 10.2 zum Einsatz. Als Client-Lösung wurden Windows Vista und Windows XP SP2/SP3 genutzt. Die Teilnahme am TAP (Technical Adoption Program) für die Nachfolgeversion von ISA Server 2006 ermöglichte es, dessen Beta-1-Release im IPv6-Umfeld zu testen. Dabei stand die Abbildung der bisher in Sachsen eingesetzten Kommunikationsbeziehungen unter Verwendung von Proxy-Servern im Mittelpunkt. Außerdem testete das Team die Nachfolgeversion von ISA Server 2006 auch an den Netzübergangsstellen in IPv4- und IPv6-Strukturen (Application Layer Gateways) erfolgreich.

Das Pilotprojekt wurde zufriedenstellend abgeschlossen: Nachdem die Netzwerkverbindungen unter IPv6 eingerichtet waren, wurden die vorab definierten Testszenarien mit Erfolg abgearbeitet. Offen ist noch, ob die Anwendungen und Verfahren, die in den sächsischen Behörden genutzt werden, IPv6 unterstützen. Diese Tests werden Bestandteil eines künftigen Projekts sein.

Haben Sie Fragen oder Anmerkungen zu diesem Thema? Schreiben Sie uns einfach eine E-Mail an egovinfo@microsoft.com


©2009 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.