HP-Lösung „Medical Interconnect“ integriert medizinische Geräte in Klinik-IT
Gleichzeitig die Behandlungsqualität für Patienten und die Wirtschaftlichkeit von Kliniken erhöhen – das ist eines der Ziele des Programms „Asklepios Future Hospitals“ (AFH). Die Anbindung medizinischer Geräte an die Klinik-IT ist ein wichtiger Schritt, um dieses AFH-Ziel zu erreichen, das zeigen zumindest Ergebnisse der Machbarkeitsstudie zur HP-Lösung „Medical Interconnect“. Dahinter verbirgt sich eine Lösung, die medizinische Geräte in die automatisierten Abläufe einer Klinik integriert und in die Krankenhaus-IT einbindet. Medical Interconnect ist Bestandteil der HP-Lösung für das Digitale Krankenhaus und basiert auf Standardprodukten von Microsoft, u. a. dem Microsoft BizTalk Server 2006 und IMATIS. Voraussetzung für das Gelingen des Projekts ist ein standardisiertes IT-Management, das Microsoft im AFH bereits mit dem Projekt OneIT realisiert hat.
Durch die medienbruchfreie Verbindung der Geräte mit der IT-Infrastruktur können Untersuchungsergebnisse zentral gespeichert und dem Patienten mit seiner klinikweiten Kennung zugeordnet werden. Das Krankenhausinformationssystem (KIS) kann – ebenso wie andere Systeme – auf den Datenbestand zugreifen. Für Ärzte und Pflegepersonal hat das den Vorteil, dass Untersuchungsergebnisse und Befunde nicht mehr manuell eingetragen werden müssen. Auch bereits bestehende Daten und Befunde bisheriger Untersuchungen sind dadurch bei Folgebehandlungen schnell zugänglich. Die Studie zeigt, dass durch die Anbindung der medizinischen Geräte an das KIS bei mehr als 100.000 Untersuchungen die manuelle Eingabe entfällt und die Rückführung der Ergebnisse in das KIS automatisiert werden kann.
Das spart nicht nur Zeit und Kosten, sondern steigert auch die Qualität der Daten, denn Fehler, die bei der manuellen Eingabe entstehen können, werden verringert. Auch das Risiko des Datenverlusts und die damit einhergehenden wirtschaftlichen Auswirkungen können durch „Medical Interconnect“ minimiert werden. Für die Patienten ergibt sich durch die verbesserte Datenverfügbarkeit vor allem der Vorteil, dass überflüssige Doppeluntersuchungen vermieden werden können. Denn die sind nicht nur kosten- und zeitintensiv, sondern belasten auch den Patienten. In naher Zukunft wird eine ausführliche Wirtschaftsanalyse zur Verfügung stehen, die die bisherigen Ergebnisse mit konkreten Zahlen belegen wird.