Rund um's Unternehmen - Computersicherheit

Datenschutz auf ausrangierten PCs sicherstellen

Von Kim Komando

Was tun mit gebrauchtem IT-Equipment?

Wenn Firmen Hardwareausstattung modernisieren, müssen sie die alten Rechner ausmustern. Neben den entstehenden Kosten lauert dabei auch die Gefahr, dass vertrauliche Daten ausspioniert werden.

Bei der Entsorgung alter Computer sollten Sie drohende Sicherheitsrisiken vermeiden - schließlich haben Sie auf Ihren Computern wahrscheinlich vertrauliche Informationen gespeichert. Geraten diese in falsche Hände, kann Ihnen oder Ihrem Unternehmen erheblicher Schaden entstehen.

TIPP
Wenn Ihre ausgemusterte Hardware noch aktuellen Anforderungen entspricht, können Sie sie an wohltätige Organisationen spenden. Es gelten jedoch bestimmte Vorgaben. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Am Anfang steht die Frage, was mit ausrangierten Computern geschehen soll: Sie können die Geräte entsorgen oder an Mitarbeiter und Freunde weitergeben. Größere Stückzahlenkönnen Sie auch an IT-Remarketing-Dienstleister verkaufen. Diese prüfen und reinigen die Geräte und vermarkten sie dann weiter. Jede dieser Methode bringt Vor- und Nachteile.

Bei mehreren Rechnern hat Recycling seine Vorzüge: Ein Entsorgungsunternehmen stellt einen Container bereit und transportiert die Geräte ab, um sie zu verschrotten. Das hat jedoch seinen Preis: Zur Entsorgungsgebühr kommen noch die Transportkosten für den Container - das kann sich schnell summieren.

Alternativ können Sie Altgeräte günstig an Mitarbeiter oder Bekannte verkaufen oder verschenken. Dadurch entsteht allerdings etwas mehr Aufwand. Anfragen müssen beantwortet und Preise kalkuliert werden. Außerdem müssen Unternehmen beim Verkauf gebrauchter Geräte an Mitarbeiter gemäß deutscher Gesetzgebung eine einjährige Gewährleistung geben. Oftmals wird auch das Sicherheitsrisiko nicht bedacht: Die Daten auf den Festplatten sind mit einer normalen Festplattenformatierung nicht wirklich gelöscht.

Sind die Daten wirklich gelöscht?

Beim Anlegen werden Dateien aufgeteilt über die gesamte Festplatte abgelegt. Die Festplatte kann anhand eines Dateiindexes den Speicherort einzelner Daten ermitteln. Beim Öffnen sucht die Festplatte die entsprechenden Informationen im Index und setzt dann die Datei aus den Einzelteilen zusammen. Löschen Sie eine Datei, werden lediglich die Verknüpfungen zwischen Index und Datei aufgehoben. Das Betriebssystem weiß somit, dass die Datei nicht mehr benötigt wird und der Speicherplatz auf der Festplatte überschrieben werden kann. Bis dahin befindet sich die gelöschte Datei jedoch weiterhin auf dem Computer. Selbst wenn Sie alle Dateien von der Festplatte löschen, sind die vertraulichen Informationen noch nicht unbedingt überschrieben - und lassen sich bei entsprechendem Wissen mit einfachen Programmen wieder herstellen.

Haben Sie Vertrauen zu dem Empfänger?

Bei der Datenlöschung sollten Sie also bedenken, an wen Sie Ihren Computer weitergeben. Bei Mitarbeitern oder Bekannten reicht möglicherweise das einfache Löschen der Daten. Bei unbekannten Nachbesitzern ist allerdings Vorsicht geboten.

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