Schritt 3: Machen Sie Ihren Internetzugang sicher

Wenn es in Ihrem Unternehmen noch keine Richtlinien für die Internetnutzung gibt, sollten Sie diese schnellstmöglich festlegen. Zwar kann das Internet am Arbeitsplatz ein extrem nützliches Werkzeug darstellen, aber es kann dort auch beachtliches Chaos anrichten. Mit entsprechenden Regeln können Sie jedoch Ihre Firma und Ihre Mitarbeiter schützen.

Warum Ihr Unternehmen gefährdet ist
Webseiten enthalten Programme, die gewöhnlich harmlos und manchmal nützlich sind - etwa Animationen und Pop-up-Menüs. Aber es gibt auch fragwürdige Webseiten, die den Besuchern Schaden zufügen. Während Sie im Web surfen, können die Betreiber von Webseiten Ihren Computer im Internet identifizieren und feststellen, welche Webseite Sie zuvor besucht haben. Mit Hilfe von Cookies stellen die Webseiten-Betreiber Informationen über Sie zusammen und installieren Spyware auf Ihrem Computer - ohne dass Sie davon irgendetwas bemerken. Des Weiteren können sich destruktive Würmer über Ihren Webbrowser Zugang zu Ihrem System verschaffen.

Abgesehen von den böswilligen Aktivitäten externer Personen, können auch Mitarbeiter ein Risiko für Firmen darstellen, wenn sie während der Arbeitszeit auf firmeneigenen Computern im Internet surfen.

Was Ihre Internetrichtlinien beinhalten sollten
Wenn Sie unternehmensweite Richtlinien für die Internetnutzung erstellen, sollten Sie folgende Punkte berücksichtigen. Legen Sie fest,
  • ob Mitarbeiter berechtigt sind, das Internet nicht nur für geschäftliche, sondern auch für private Zwecke zu nutzen
  • wann es Mitarbeitern gestattet ist, das Internet für private Zwecke zu verwenden (zum Beispiel in der Mittagspause, nach Geschäftsschluss und so weiter)
  • inwiefern die Firma die Internetnutzung überwacht und welches Niveau an Privatsphäre Mitarbeiter erwarten können
  • welche Verhaltensweisen im Detail unzulässig sind. In vielen Firmen ist beispielsweise Folgendes nicht gestattet:
    • Herunterladen von anstößigem Inhalt
    • Illegale Aktivitäten
    • Kommerzielles Werben/Anbieten
Geben Sie Ihren Mitarbeitern zwei Kopien dieser Richtlinien - eine, die sie behalten, und eine, die sie unterzeichnen und an Sie zurückgeben.

Tipps für die sichere Internetnutzung
Zusätzlich zu etablierten Richtlinien können Sie die folgenden Empfehlungen zu einer sichereren Internetnutzung an Ihre Mitarbeiter geben:
  • Besuchen Sie ausschließlich vertrauenswürdige Seiten.
  • Verwenden Sie Arbeitscomputer nicht für Privates.
  • Surfen Sie niemals von einem Server aus. Verwenden Sie immer Client-PCs oder Laptops.
  • Setzen Sie immer eine Firewall beziehungsweise einen Router ein. Auf diese Weise können Sie Webadressen filtern und gefährliche Webseiten blockieren.
  • Installieren Sie gegebenenfalls Webfiltersoftware. Firmen wie Websense und Secure Computing bieten Produkte an, die die Internetnutzung auf zahlreichen Kriterien basierend filtern.
Entfernen von Spyware
Unternehmen müssen aufgrund von Computern, die mit Spyware infiziert sind, Produktivitätseinbußen hinnehmen. Bei Spyware handelt es sich um Software, die - normalerweise unautorisiert - auf einem PC installiert wird. Popup-Werbung, die bei unterbrochener Verbindung zum Internet auf dem Bildschirm erscheint, und häufige Systemabstürze sind typische Anzeichen für installierte Spyware.

Spyware ist nicht nur ein Ärgernis, das Produktivitätsverlust verursacht, sondern kann auch Schaden anrichten. Sie kann regelrecht die Kontrolle über Ihren PC übernehmen, und dabei Konfigurationen ändern und persönliche Informationen sammeln.

Das Entfernen von Spyware auf eigene Faust kann sich aufgrund dieses besonders heimtückischen Angriffs als schwierig erweisen. Falls Sie es trotzdem selbst in die Hand nehmen möchten, sollten Sie dabei folgendermaßen vorgehen:
  1. Laden Sie ein Programm zum Entfernen von Spyware herunter. Wählen Sie z. B. Microsoft AntiSpyware Beta , das für Windows 2000, Windows XP und Windows Server 2003 kostenlos erhältlich ist.
  2. Mit diesem Programm durchsuchen Sie den Computer nach Spyware und anderer unerwünschter Software. Überprüfen Sie die vom Programm entdeckten Dateien, die verdächtig wirken, und entfernen Sie sie.

Weitere Informationen

**
Security Bulletin

Sicherheitsupdates Mai 2008
Die insgesamt vier Sicherheitsupdates für Mai 2008 betreffen Microsoft Office, Windows und das Microsoft-Modul zum Schutz vor schädlicher Software. Sie sollten die entsprechenden Updates von der Microsoft Update-Website herunterladen und installieren.

Microsoft Sicherheits-Portal

So finden Sie heraus, welche Windows-Version im Einsatz ist

Informieren Sie sich über Windows XP SP2

**
**
**