 Digitale Postkarte oder elektronische Nachricht – per E-Mails auch im Urlaub informiertvon Edigna MenhardBleiben Sie auch während der schönsten Jahreszeit in Kontakt mit Kollegen, Partner und auch Ihren Freunden Moderne Kommunikationstechnologie macht es möglich, dass Sie vom Liegestuhl aus Ihr elektronisches Postfach überprüfen können. Doch der Onlinezugang via Handy oder Smartphone ist nicht immer und überall so einfach aufzubauen. Wer nicht in die Kostenfalle tappen will, sollte einige wichtige Tipps kennen. |  | Tipp: Microsoft empfiehlt, den Internet Explorer als Browser zu verwenden, damit Sie die volle Funktionalität des Outlook Web Access nutzen zu können. Natürlich können auch andere Browser eingesetzt werden. | |
Auch wenn Sie sich in Ihren wohlverdienten Ferien entspannen wollen, ist es oft beruhigend, wenn man einen kurzen Blick auf die im Büro eingehenden E-Mails werfen kann. Es könnte ja ein wichtiger Auftrag dabei sein. Sie können aber auch Freunden und Bekannten eine Freude machen und diesen einen kurzen Urlaubs-Schnappschuss per Mail schicken. Mittlerweile gibt es viele Möglichkeiten, auch vom Urlaubsort auf seine E-Mails zuzugreifen: Per Handy oder Smartphone können Reisende ihre Nachrichten abfragen. Auch mit einem Notebook plus Datenkarte ist dies möglich. Eine weitere Alternative sind Internetcafés, über deren PCs Sie auf ihr elektronisches Postfach zugreifen können. Microsoft Small Business Server 2003 R2 macht es Ihnen sehr leicht, auch fern der Heimat auf Ihren gewohnten Arbeitsplatz, Ihre Outlook-Daten und Ihre E-Mails zuzugreifen. Mit dem integrierten Exchange Server 2007 ermöglicht er es Ihnen, auf private und gemeinsam im Unternehmen verwendete Informationen zu jeder Zeit und an jedem Ort zuzugreifen. Ihr Arbeitsplatz von überall im WebSo stellt Windows Small Business Server 2003 R2 den so genannten Remote Web Workplace (RWW) zur Verfügung. Dieser funktioniert wie ein Portal, über das sich autorisierte Anwender per Fernzugriff in das Firmennetzwerk einwählen, gewünschte Informationen abrufen und E-Mails checken können. Assistenzfunktionen zur Synchronisierung von Daten und zum mobilen Fernzugriff vereinfachen es, von unterwegs mit mobilen Geräten wie Smartphones oder Notebooks auf den Server zuzugreifen. Ihre Outlook-Daten können Sie, wenn in Ihrem Unternehmen ein Windows Small Business Server 2003 R2 oder Exchange Server 2007 im Einsatz ist, auch im Urlaub nutzen – ganz gleich, ob es die Adressdaten für richtige Postkarten oder die E-Mail-Adressen Ihrer Partner sind. Per Outlook Web Access (OWA) können Sie Termine, Aufgaben, Kontakte und E-Mails über jeden normalen Internet-Browser verwalten. Der Zugang erfolgt über Ihre Benutzererkennung und ein Passwort – ganz gleich, ob Sie sich gerade im Internetcafé eine Tasse Cappuccino gönnen oder ob Sie per Notebook und Datenkarte bei Outlook einloggen möchten. Ein Internet-Browser ist dabei nicht die einzige Möglichkeit, auf Ihre Outlook-Daten zuzugreifen. Auch per Taschencomputer oder Mobiltelefon können Sie Ihre Outlook-Daten nutzen. Sie brauchen nur dementsprechend den Outlook Mobile Access (OMA) auf Ihrem Windows Small Business Server 2003 R2 oder Exchange Server 2007 einzurichten. Achtung – nicht überall haben Daten freie FahrtDie technische Seite für den Zugriff auf Ihre Daten ist also relativ leicht realisiert. Mit Windows Small Business Server 2003 R2 sind Sie gut gerüstet, und im Ausland eine Verbindung zum Handynetz herzustellen, ist auch kein Problem. Roaming-Abkommen der Mobilfunkbetreiber mit ausländischen Anbietern sorgen dafür, dass Handy- oder PDA-Besitzer in fast jedem Land telefonieren und Daten verschicken können. Doch leider funktioniert der E-Mail-Zugang außerhalb Deutschlands nicht immer ganz so reibungslos, wie man vielleicht erwarten mag. Wer sich nicht vorher informiert und die Kosten checkt, erlebt schnell eine böse Überraschung. Folgendes sollten Sie daher vor Ihrem Reiseantritt beachten: - Roaming aktivieren
Wenn Sie einen normalen Handy-Vertrag, einen so genannten Laufzeitvertrag haben, können Sie nicht immer automatisch im Ausland telefonieren. Bei manchen Anbietern müssen Sie das Roaming erst über die Service-Hotline freischalten lassen. Andere Mobilfunkbetreiber aktivieren diese Funktion nach einigen Monaten von selbst. Rufen Sie spätestens eine Woche vor Ihrem Reiseantritt bei der Service-Hotline Ihres Mobilfunkanbieters an und fragen Sie nach, wie es bei Ihrem Vertrag funktioniert. Der Freischaltungsprozess kann unter Umständen einige Tage dauern. Normalerweise entstehen für das Aktivieren des Roamings keine Gebühren. Sie müssen an Ihrem Handy keine speziellen Einstellungen vornehmen.
Bei Prepaid-Kunden, also bei Handy-Karten mit Guthaben, ist die Situation mittlerweile ähnlich: Roaming ist möglich. Allerdings beschränken die Anbieter dies teilweise auf wenige Länder. Manchmal kann man in bestimmten Ländern auch nur Anrufe oder Mails erhalten, nicht jedoch selbst eine Leitung nach Deutschland aufbauen. Informationen erhalten Sie auf den Webseiten Ihres Mobilfunkanbieters.
- GPRS und UMTS steht nicht immer zur Verfügung
Die schnellen Datenübertragungsstandards GPRS, HSCSD und UMTS funktionieren nicht in allen Ländern. Teilweise müssen Sie den ausländischen Roamingpartner über den Menüpunkt „Manuelle Netzwahl“ in Ihrem Handy einstellen. Für die Nutzung der schnellen Übertragungsstandards GPRS und UMTS sind manchmal separate Roaming-Verträge notwendig. Wer über eine Standard-Handyverbindung eine Modemleitung aufbaut, hat mit all dem in der Regel keine Probleme, muss allerdings leider eine relativ langsame Übertragungsrate in Kauf nehmen.
- Kosten checken
Dass das Telefonieren und der Datenversand via GSM, GPRS oder UMTS im Ausland mehr kostet, ist keine Neuigkeit. Dennoch: Die Telefonrechnung kann schnell überraschend hoch steigen. T-Mobile-Kunden zahlen für GPRS-Roaming, wenn sie beispielsweise die Dienste der britischen oder österreichischen T-Mobile nutzen, 49 Cent pro 50 Kilobyte plus eine Tagesnutzungsgebühr von 49 Cent. Größere E-Mails mit einem Volumen von über einem Megabyte kosten dann schon mehr als 10 Euro. Informieren Sie sich deshalb unbedingt vor Ihrem Urlaub über die Kosten. Und aufgepasst: Oftmals ist auch die Taktung bei den Gesprächen im Ausland anders. Tarif-Preislisten finden Sie auf den Internetseiten Ihres Mobilfunkanbieters, aber auch auf Online-Portalen wie www.xonio.com oder www.teltarif.de. - Den günstigsten Roaming-Partner auswählen
Wenn Sie mit Ihrem Handy Landesgrenzen überschreiten, bucht sich Ihr Mobiltelefon automatisch bei dem ausländischen Mobilfunkanbieter ein, dessen Netz die stärkste Funkverbindung aufbauen kann. Dieser Roaming-Partner muss nicht immer der günstigste sein. Informieren Sie sich daher schon vor Ihrem Reiseantritt über die Tarife. Sobald Sie dann in Ihrem Urlaubsland angekommen sind, können Sie den günstigsten Partner über den Handy-Menüpunkt „Manuelle Netzwahl“ auswählen. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie die Einstellung in Deutschland sofort wieder rückgängig machen, sonst telefonieren Sie auch noch zu Hause über den teureren ausländischen Mobilfunkanbieter. - Für die USA und Kanada: Triband-Handy
Auch wenn in Nordamerika hauptsächlich über den so genannten AMPTS-Standard telefoniert wird, gibt es dort mittlerweile auch gut ausgebaute GSM-Netze. Allerdings gibt es meist nur in Ballungsgebieten oder auf Autobahnen eine ausreichende Netzabdeckung. Dazu funken die GSM-Netze in den Frequenzbereichen von 850 und 1900 MHz, während in Europa die Frequenzbereiche bei 900 und 1800 MHz liegen. Das bedeutet: Sie benötigen entweder ein spezielles Handy, dass in den amerikanischen Frequenzbereichen funktioniert, oder sie schaffen sich ein so genanntes Triband- oder Quadband-Mobiltelefon an, das die anderen Frequenzbereiche ebenfalls abdeckt. Bei einigen deutschen Mobilfunkanbietern können Sie auch ein Handy mieten: Kostenpunkt: ab zirka 4,50 Euro pro Tag. Bei den üblicherweise niedrigen Handypreisen lohnt sich das allerdings meistens nicht. - Prepaid-Karte für einen längeren Aufenthalt
Wenn Sie länger Urlaub machen, viel telefonieren, oft Daten abrufen oder mehrmals in das gleiche Land reisen, kann es für Sie lohnenswert sein, sich eine Prepaid-Karte vor Ort zu kaufen. Informieren Sie sich jedoch vorab, ob Sie damit auch mobile Datendienste nach Deutschland nutzen können und wie hoch die Kosten dafür sind. - • Benachrichtigung per SMS oder über Mailbox
Sie können per SMS benachrichtigt werden, wenn neue E-Mails eingehen. Einzige Voraussetzung: Das ausländische Mobilfunknetz muss den Empfang von SMS-Nachrichten unterstützen. Gleiches gilt, wenn Sie über eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter Ihres Mobilfunktelefons informiert werden möchten. Hier muss das ausländische Netz Roaming unterstützen. Doch auch hier gilt es aufzupassen: Die Kosten für das Abhören der Mailbox haben es in sich. Da Sie Ihre Mailbox bei einem deutschen Anbieter abhören, müssen Sie dafür ein Gespräch über den ausländischen Provider nach Deutschland bezahlen.
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